Kosmos

Es gibt unendlich viel da draußen. Das ist magisch und unfassbar, irgendwie genau richtig. Was ich kennengelernt habe, sind 8 Planeten und zwei Lichter – das sagt man wirklich in der Astrologie.

Sonne und Mond sind nämlich keine Planeten, denn sonst wären sie „Wandelsterne“, das ist die Bedeutung des Wortes. Die Sonne bewegt sich nicht durch den Kosmos, sondern wird von der Erde umkreist. Und der Mond ist ein Erdtrabant, bewegt sich also in Beziehung zur Erde und nur um sie herum, nicht irgendwo im Raum.

Dann laufen zwei Planeten nah an der Erde um die Sonne herum, das sind der winzige Merkur, der eiförmig ist und sich bewegt wie ein tänzelndes Objekt, und die schöne helle Venus, unser Morgen- und Abendstern.

Je weiter wir uns von der Sonne entfernen, desto länger werden die Umlaufbahnen, da die Planeten immer mehr Strecke zurücklegen müssen. Während Merkur und Venus sich etwa so schnell wie die Erde bewegen, braucht der nächste Planet Mars schon länger für einen Sonnenumlauf. Anders als Merkur und Venus, die beide etwa ein Jahr reisen, sind es bei Mars schon 2 Jahre.

Nach Mars kommen wir zu Jupiter, einer riesigen Kugel, dem allergrößten der 8 Wandelsterne. Er ist ein Gasplanet und noch langsamer als Mars, daher reist er 12 Jahre lang, um durch alle Zeichen – also den ganzen Tierkreis – zu kommen.

Gefolgt wird er von Saturn, den wir alle kennen, weil man so schön Ringe um seinen Körper malen kann. Saturn ist der Siebener – Planet. Er braucht zwar 28 – 30 Jahre, um einmal durch alle Zeichen zu wandern, aber alle 7 Jahre betritt er eine wesentliche und für uns Menschen spürbare Stelle, die in der Astrologie Quadrat genannt wird. Alle 7 Jahre legt er nämlich ein Viertel des Kreises zurück und immer dann spüren wir einen „Ring“ in unserer eigenen Entwicklung. Wir wachsen sozusagen mit Saturn. Gerade mit 14, mit 21 – 22 und später mit 42 – 44 und 49 – 50 erleben wir intensive Ring-Zeiten, d.h. Saturn-Quadrate und Oppositionen, in denen wir hart daran arbeiten, Stabilität zu erschaffen. Mit 28 – 30 Jahre erleben wir unsere erste Saturn-Rückkehr. Der Planet steht dann wieder dort, wo er bei unserer Geburt stand und dann erreichen wir im Leben ein neues Level an Selbstvertrauen. Noch sicherer und weiser könnten wir uns mit 58 – 60 fühlen oder können es in dieser Phase werden. Zumindest bringt Saturn uns die nötigen Gelegenheiten.

Saturn läuft gerade durch das Zeichen Schütze, so dass alle Schützen, besonders die ab der zweiten Dezemberwoche Geborenen, eine gewisse Langsamkeit in ihrem Leben spüren, denn Saturn macht alles zäh und vorsichtig, was sonst schneller und gedankenloser war. Er bringt Nachdenken, Innehalten und Orientierung. Zu Weihnachten wechselt er das Zeichen und bringt dann den Steinböcken diese Energie, aber auch wir anderen werden berührt und freundlich, aber bestimmt angetippt von seinen ernsten Blicken. Manchmal werden wir auch von einer entschiedenen Hand geschubst – aber nur, wenn es sein muss.

Weiter weg im Raum treffen wir Uranus, einen kleinen Planeten, der erst im 18. Jahrhundert entdeckt wurde. Er durchläuft ein Zeichen in ungefähr 7 Jahre, das heißt für den gesamten Kreis braucht er 84 Jahre. Mit 84 erlebt ein Mensch also seine persönliche Uranus-Rückkehr. Und Uranus ist Trubel! Er bringt den Drang nach Freiheit, nach Eigenständigkeit und Fortschritt. Im Moment haben wir ihn (seit 2010) im Widder, so dass seitdem an allen möglichen Ecke auf der Erde Unruhe und Unabhängigkeitsbewegungen aufblühen und natürlich nicht nur blühen, sondern auch aufbrechen, das Alte umwerfen oder es versuchen. Fortschritt braucht oft eine Chaos-Phase, bevor eine neue Ordnung sich einstellen kann.

Vorletzter im System ist der bläuliche Neptun, der im 19. Jahrhundert entdeckt wurde. Wie auch Uranus ist er nicht mehr mit dem bloßen Auge zu sehen. Seine Bahn ist so weit, dass er in einem Zeichen etwa 7 Jahre bleibt. Im Moment befindet er sich in den Fischen. Dort verstärkt er die Energie von Verschwommenheit, Illusionen, Träumerei und Inspiration, aber auch Fluchtimpusle, Suchtverhalten und Opferdenken. Noch ein paar Jahre. Natürlich macht Neptun uns auch sensibel, mitfühlend & tierlieb, und das ist auch viel Wert: Jeder Planet ist widersprüchlich.

Und dann der Kracher, Pluto. Ebenso winzig wie seine Kollegen, ebenso unendlich weit draußen und am allerlangsamsten von allen. Erst in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts entdeckt. Er braucht allein für die Durchwanderung eines Zeichens etwa 15 Jahre. Seit 2008 steht er im Steinbock und bewegt sich noch bis 2024 durch dieses Zeichen. Dort macht er gute Arbeit und durchwühlt die finsteren Tiefen des Wirtschafts- und Bankensystems, damit es bis 2024 verwandelt wird. Pluto ist ein Symbol für am Grund der Dinge entlangschürfende Veränderung. Die lässt uns komplett verändert zurück und das ist gut so, denn bestimmte Dinge müssen einmal vollständig umgedreht und besichtigt werden. Zum Beispiel die Rückseite des Teppichs, unter den wir so gerne so vieles schieben. Pluto ist Heilung.

 

Werbeanzeigen