Tag + Nacht = 1

 

Eintauchen in die schwarze Nacht, das Sonnenlicht im Gepäck

Heute ist Vollmond in Skorpion. Dieses dunkel schimmernde Zeichen hat uns viel zu zeigen. Gleichzeitig steht die Sonne im Stier, dem Erdzeichen der fünf Sinne, das Genuss und Trägheit, gesunden Menschenverstand und Gemütlichkeit repräsentiert. Auch der Neumond Ende April stand in diesem Zeichen. Diese starke Präsenz des Stiers bringt Entwicklungsmöglichkeiten für diesen Monat, gerade weil der Vollmond in Skorpion ganz andere Eigenschaften und Prozesse unterstützt.

Was bedeutet eigentlich der Skorpion?

Dieses Zeichen ist mächtig. Ein Skorpion kann Geheimnisse aufdecken kann und in die Seele seines Gegenübers schauen kann, mit nur einem Blick. Er hat etwas Nächtliches, Geheimnisvolles und kann andere verunsichern, da er solch eine stille Macht, Entschlossenheit und Kompromisslosigkeit ausstrahlt. Komplexität, Mut und Tapferkeit, Hingabe und Zielstreben sind weitere Qualitäten.

Sein Thema ist das Loslassen, da er so oft festhält, lange und verbissen, und wenn es Zeit zu gehen ist oder Zeit jemand/ etwas gehen zu lassen, beginnt er zu wanken. Dann ist die große skorpionische und kostbare Gabe der Transformation an der Reihe, nicht mehr das alte Programm des Festbeißens.

Oft merkt der Skorpion nicht einmal, dass er sich verbissen hat und in das Beherrschen vernarrt ist, so sehr ist es Teil des Reaktionsmusters, zu beißen, wenn etwas sich querstellt, oder zischend wegzugehen, wenn jemand ihn unwürdig behandelt. Aber diese Verhaltensweisen sind daraus motiviert, zu kämpfen und eine verletzte Würde zu „rächen“. Das fesselt ihn aber umso mehr an dieses negative Erlebnis sowie an die Person, mit der es zusammenhängt.

Also nochmal: Loslassen ist die große Medizin.

Damit sind auch die extrem hohen Ansprüche und der Perfektionismus gemeint, davon hat ein skorpionischer Mensch besonders viel. Das bewirkt schnell Blockaden, Ängste (z.B. nicht zu genügen) und andere hemmende Emotionen. Loslassen ist also vor allem in diesem Sinne eine wichtige Skorpion-Medizin. Sich mit einem mittleren Ergebnis zufrieden zu geben statt immer 1000 % zu verlangen, was auf Dauer dazu führt, dass man nichts mehr kreativ angehen kann. Also hat dieser Aspekt auch mit Geduld und einer freundlichen Haltung zu sich selbst zu tun. Damit kommt man zu besseren Ergebnissen und das liegt in hohem Maß daran, dass der Weg dorthin angenehm war. Die Stimmung bei der Arbeit hat viel Einfluss auf die Qualität des Ergebnisses: Man muss nicht unterschlafen, aufgewühlt und hungrig arbeiten. Je ausgeruhter, konzentrierter und geduldiger wir arbeiten, desto schöner werden die Ergebnisse.

Als vielleicht größter Experte im Navigieren durch die Dunkelheit kann uns der Skorpion auch bestärken, indem er sagt: Ich leuchte uns den Weg, denn ich kenne ihn; hier bin ich schon oft gewesen. Wir müssen uns nicht fürchten, nur Zeit nehmen und Schritt für Schritt weitergehen, dann kommen wir mit funkelnden, längst vergessenen Schätzen zurück an das Tageslicht …

Wer sich dem eigenen Dunkel nähert, vorsichtig, leise und konzentriert, kann Entdeckungen erleben und Verunsicherung, auch Freude und Erleichterung. Gerade weil unbekannt ist, was am Ende sein wird, sind diese Schritte eine Herausforderung, die sich lohnt. In diesen Expeditionen unterstützt uns der Vollmond in dem kraftvollen und introvertierten Zeichen besonders.

Dem Sonnenzeichen Stier geht es währenddessen weiter um Genuss, um die Helligkeit und Einfachheit des Tages, um Essen und Trinken und Schlafen und Zusammensein mit der Herde. Sich auf die Ruhe im Hier und Jetzt zu konzentrieren ist eine Begabung des Stiers. Seine Schwächen sind das passive Ausharren in Konflikten und die konservative, vor Veränderung und Entwicklungschancen zurückschreckende Haltung.

Das Ergünden von Geheimnissen sowie das stetige Weiterentwickeln und Verstärken seines Charakters sind Ziele des Skorpions. Dieses Zeichen kann uns darin unterstützen, zu uns selbst zu stehen, und uns unseren emotionalen Prozessen zu öffnen, um daraus erneuert und stärker als wir zuvor waren, hervorzugehen. Es ermutigt uns, Altes abzulegen und Neues zu entwickeln.

Wenn wir beide in uns lebendig sein lassen, geht es uns sicher besser, als wenn wir nur das eine wollen, während wir das andere ausgrenzen.

Tag und Nacht: Come together!

 

 

 

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