Endlose Räume zum Anprobieren

Eine freundliche Erinnerung: Wir sind hier, um frei zu werden.

Eigentlich waren wir schon immer frei. Genau wie Adler, Schlangen oder Bäume frei sind. Sie sind nicht für jemanden da, sondern für sich, in ihren eigenen Systemen, für ihr eigenes Lebensnetz. Wie der Himmel, oder die Meere. Wir Menschen erleben aber, sobald wir auf die Welt kommen, spätestens mit 3 oder 4 einen Schock, wenn wir auf so herzensferne Dinge wie Verhaltensnormen, Konventionen, Erziehungsinsitutionen treffen. Mit 20 wissen wir vielleicht gar nicht mehr, was wir wollen und können und was für uns der Sinn des Ganzen ist. Das Leben in dieser Welt desorientiert unseren perfekten heiligen Kinder-Instinkt, mit dem wir alle auf die Welt kommen. Was für ein Desaster! Dann verbringen wir das restliche Leben damit, wieder zurück zu finden, dahin wo wir hingehören, und wo wir herkommen:

Spielen. Träumen. Wissen. Lachen. Direkt sein. Vertrauen. Ins Zentrum der Dinge schauen können. Lieben. Erfüllt sein. Kreativität. Geborgenheit. Mit Tieren und Bäumen, mit Sternen und Bergen sprechen. Das Leben als Spiel und Reise, das Leben als Kette von lauter vollkommenen Jetzts. Schillernd und rund, ganz und unabhängig voneinander.

So könnte es sein, werden, wieder und wieder und jeden Tag aufs Neue werden. Wenn wir bereit sind und wach sind. Wenn wir uns trauen, wach zu sein, beweglich zu sein und jede Perle auf der Kette der Jetzts für sich zu sehen, zu schätzen und glücklich damit zu sein.

Noch eine freundliche Erinnerung: Wir sind hier, um wir selbst zu sein.

Den Mut zu haben, genau das zu tun, was wir wollen, was wir mögen und gut finden EGAL was jemand neben uns oder jemand von früher oder eine ruppige innere Zensur dazu meint. Sich in der eigenen Einzigartigkeit zu spüren ist ein wunderbares Erlebnis. Niemand ist zweimal auf der Erde und nichts ist immer gleich. Wir sind hier, um wir selbst zu sein.

Erinnert Ihr Euch an dieses beglückende Gefühl, sich die Freiheit zu geben, man selbst zu sein, besonders wenn man nicht unbedingt von ermutigenden Menschen oder Umständen umgeben ist und dann entgegen der ängstlichen inneren Stimme die Erfahrung macht, dass doch viel mehr oder ganz andere Menschen als erwartet genau das wertschätzen: Die eigene Art, das besondere und einzigartige des eigenen Wesens. Authentizität.

Wenn heute, am Freitag, der Vollmond in Wassermann steht, dem Zeichen der Befreiung, der Umbrüche und plötzlichen Erkenntnisse, dem Zeichen der Verbrüderung und Solidarität, dann ist Saturn, der uns an Pflichten uns selbst gegenüber erinnert, kurz davor, seine Richtung zu wechseln. Das werden wir mindestens genauso deutlich wahrnehmen wie diesen Vollmond, denn Saturn ist seit dem 14. Juni rückwärts gelaufen, entgegen seiner eigentlichen Laufbahn, und das hat viele „raue“ Erfahrungen gebracht: Widerstände, Hemmungen, das Gefühl, viel härter zu arbeiten als sonst und trotzdem nicht so viel zu erreichen, und allgemein eine Stimmung der gedämpften Gefühle.

Vielleicht hat sich diese Saturnphase auch dazu geeignet, nach innen zu gehen und zu verstehen, wo wir uns selbst begrenzen, einsperren oder unterdrücken. Wo schiebe ich etwas zur Seite, was doch wesentlicher Teil meines Lebens ist? Wo tue ich mir selbst weh, indem ich mich kleiner mache oder inkompetenter auftrete, alsich bin? Wo wünsche ich mir Autorität, Stabilität, Erfolg? Wo kann ich das erreichen, in dem ich mich selbst mehr respektiere, mich ernst nehme, mich als oberste Priorität erkenne?

Saturn ist Ernsthaftigkeit, Struktur, Zielstrebigkeit und hohe Ansprüche, genauso ist er Geduld und Wissen um den richtigen Augenblick und um den Wert der Dauer von Prozessen. Saturn ist wichtig, denn ohne ihn hätten wir keine Struktur und keine klaren Linien. Kein Knochengerüst, keine geraden Schritte, keine Schwerkraft. Er ordnet die schwirrende Materie, indem er das Schwere nach unten, das Leichte nach oben ziehen lässt.

In diesen 6 Wochen der Rückläufigkeit von Saturn sind wir dazu gebeten worden, auf dem Weg zur Ganzheit auch das zu integrieren, was bisher unangenehm schien. Auch das ist Teil von uns, auch Ängste und auch alte Wunden sind Teil unserer Geschichte. Oft hängen gerade daran große Mengen unserer Lebenskraft fest, und dann sind wir blockiert, selbst wenn wir scheinbar „funktionieren“ und „ganz normal“ arbeiten gehen. Achtung Achtung, Saturn sieht jedes sorglos oder mit Absicht vergessene Detail, jeden Schleichweg und jeden faulen Kopromiss. Er richtet sein klares Licht auf diesen wackeligen Punkt und sagt, nachdem wir schon dachten, wir hätten das betreffende Kapitel abgeschlossen: Übrigens, guck doch bitte hier nochmal genauer hin, mein Herzchen, dort gibt es Arbeit für dich.

In den letzten Wochen kann sich also für viele so eine nachträgliche Aufgabe gestellt haben, deren Erfüllung sich jetzt dem Ende neigt: Puh! Bald geschafft, wie schön. Und dieser Blitze schleudernde, stürmisch geladene und ganz anders tickende Wassermann-Vollmond bringt dazu die nötige Tatkraft, denn bei Vollmond kann erstens niemand nichts tun, soviel schwirrt in der Luft, und außerdem hilft uns diese radikale Energie dabei, die geduldige Arbeit am Saturnthema mit Schwung abzulegen. Hier, fertig, guck mal! Kann ich jetzt gehen ?

Die Antwort ist immer unterschiedlich. Aber der Schwung, die spontane Motivation, zu niedrig gewordene Decken zu durchstoßen und Neues zu erobern, kann dieses Wochenende ganz bestimmt helfen, nach vorne zu schauen und das Ziel nicht nur zu sehen, sondern den frischen Wind und die neue Perspektive endlich auch zu spüren und zu wissen: Ja, das habe ich ganz alleine geschafft, hier bin ich jetzt endlich angekommen. Wie viel Freude in der Erkenntnis steckt, unabhängig zu sein und alles genau so machen zu können, wie man es möchte, und nicht ein Grad abzuweichen für irgendeinen Kompromiss.

Also, in diesen Tagen wird Saturn sanfter (ab 2. August bewegt er sich wieder in seiner eigentlichen Richtung), der Vollmond rüttelt am Alten, und wie immer bleibt nichts wie es war und nichts ist je irgendwo festgeschrieben. Wie immer ist alles offen, vielleicht sogar noch offener als je zuvor.

Es gibt keine Grenze, wenn Vision und Bauchgefühl, Motivation und Erfahrung, Fokus und Hingabe alle zusammen in einem Boot sitzen, und das ist ein Fest. Wenn das Ganze von Liebe getragen wird, ist sicher, dass die Fahrt ein spannendes Abenteuer wird und Begriffe wie „normal“ und „funktionieren“ weit weg geschleudert werden können. Ohne sie reist es sich so viel flexibler und glücklicher.

Heißen wir die Freiheit willkommen, reisen wir spontan und dennoch geduldig, hellwach und voller Freude! Ich wünsche Euch ganz große innere Räume, wie Ozeane oder Himmel, in denen Ihr Euch frei und zu Hause fühlt, um in genau die Richtung zu wachsen, die sich richtig anfühlt und schon immer richtig war.

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My Own Independence Day

Woaah, ist das unkuschelig! Eine heftige unsichtbare Kraft zieht uns nach vorne. Es windet und stürmt, alles klappert und wackelt. Keine Couchmomente, kein Träumen. Im Gegenteil: AUFWACHEN!

Diese Tage rütteln wie ein Sommersturm an allem, was nicht stabil ist. Die Winde lassen nicht eher los, bis alles Wackelige auf dem Boden gelandet, auseinandergerissen, zerfleddert und auseinander gebrochen ist. Dann kommt auch noch ein schwungvoller Regenschauer hinterher; alles, was jetzt noch nicht kaputt ist, wird auf jeden Fall ziemlich nass. Achtung Achtung – aber wahrscheinlich ist jetzt schon alles passiert und wir schauen uns mit beruhigten Nerven die Verwüstungen an, vielleicht sogar mit einem Käsebrot in der Hand.

Und was sehen wir?

Wir sehen vor allem, dass die Gebäude, die noch da sind, unglaublich fest stehen, gute Fundamente haben und gut verschraubte Türen, Fenster, Dächer … Ja, immerhin! Wir haben das Unwetter überlebt.

Manchmal – das kennen wir alle – nimmt man die kaputten Schuppen und alten löcherigen Kleider von früher trotz allem immer noch mit, auch wenn längst irgendeinem Teil von uns klar ist, dass die nicht mehr schön sind, nicht mehr passen und das man sich darin eh nie richtig wohl gefühlt hat. Man denkt: Oh, ja, also dieser Pulli, der ist von meiner lieben Xyz und diesen Schrank, naja, ich mag ihn eigentlich nicht so wirklich – ABER! Ja aber. Heute ist der Tag, an dem dieses ja aber in den Müll geworfen werden kann.

Bitte, lasst uns mit vollen Armen zu den Mülltonnen gehen, am besten mehrmals, und die ganzen aufgesammelten, bei uns unglücklichen und trotzdem so hartnäckig aufbewahrten Dinge, Gedanken, Gefühle und Ängste mal schön wegschmeißen. SCHÖN wegschmeißen, da gibt es so einiges: Alte Träume, aus denen wir herausgewachsen sind, Kindseinwollen-Gefühle, die uns davon abhalten, Verantwortung zu übernehmen, wenn es angebracht ist, und schief gewordene Beziehungen, in denen wir heimlich immer noch rumgehangen haben. Vielleicht auch das mulmige Gefühl, etwas nicht alleine zu schaffen, und die ebenso mulmige Schein-Erleichterung, dass da jemand ist, der es schon für uns machen wird.

Schon längst war uns klar, dass das nicht mehr passt, dass wir nicht ewig diese Kind-Rolle bei dieser Person einnehmen sollten und dass dieser Mensch uns auch nicht von den Knackpunkten im Leben schützen oder uns gar hindurch tragen wird wie eine schützende Mutter. So ist es – niemand trägt uns hindurch, außer uns selbst, und das fühlt sich, wenn man es erst mal macht, erstaunlich gut an. Selber machen, sich selber tragen, sich ernst nehmen und nicht von irgendwem beschützen und den Kopf streicheln lassen. Sich hinstellen und strecken und sagen: Ok. Ich mach das jetzt. Ich schaffe es alleine, ganz einfach.

Dieser Vollmond rüttelt nicht nur, er schubst auch und er sagt: Werd mal erwachsen, Liebes. Keine Zeit mehr für Jammern, Nörgeln, Warten oder Hoffen, es ist Zeit zu handeln. Niemand tut etwas für dich, wenn du nicht selbst damit beginnst: Loslegen, den ersten Schritt machen, Nägel mit Köpfen, das Fundament legen für das nächste Gebäude im inneren Paradiesgarten.

Denn wir wollen ja Schönheit, Liebe, Raum, Freuden, Abenteuer, Frieden, Freiheit, Spaß und Glücksgefühle, Leichtigkeit und Erfolg, außerdem auch Erfüllung und Herausforderungen und noch mehr Liebe, oder? Ja, klingt schon gut: aber es kommt nur dann, wenn wir uns selbst ernst nehmen und aus der Kinder-Perspektive rausklettern. No more being small. No more looking up to anyone und no more waiting on anybody´s permission to do something. Oder so:

When you realize that every stressful moment you experience is a gift that points you to your freedom, life becomes very kind.“ (Byron Katies fb Seite, 1.7.2015)

Dieser Vollmond ist ein Katapult, da er zusammen mit Pluto am Himmel steht, beide im Zeichen Steinbock, was massiv auf baufällig gewordene Zustände, Situationen, Beziehungen hinweist. Und das nicht sachte, sondern laut und krachend. Eher taktlos. Es gibt also null Chance auf jegliches Hindurcheiern oder Drunterwegducken. Alles kommt auf den Tisch, ich kann es auf jeden Fall aus meiner Erfahrung heute bestätigen.

Unangenehme bis schockierende Momente (Sturm fegt über unstabile Häuser, leichte Panik kommt auf, alte Gewohnheiten werden zerstört), die später eine gereinigte, windstille und vollkommen neue, leere Landschaft hinterlassen. Es ist klarer geworden, was zu tun ist. Es gibt mehr Licht und mehr Konzentration, um den Weg nach vorne zu sehen. Alles ist heller, neuer, handfester. Als hätten wir vorher aus Gummi, Papier und Watte unsere Häuser gebaut, wollten wir doch aber gar nicht! Also diese Art Aufräum-Prozess könnten wir jetzt wahrscheinlich alle auf die eine oder andere Art durchlaufen. Nach dem Aufräumen geht es einem ja eigentlich immer gut. Auf einmal so viel Platz! Licht! Man kann dann auch viel besser tanzen, arbeiten, schlafen, lesen, faulenzen und überhaupt.

Ich wünsch uns einfach hammerviel Spaß am Großsein, Erwachsen sein, Entscheidungen treffen, Wachsein, Nein sagen, klare Worte finden, Ausdrücken des eigenen Willens, Ja sagen, selbstständig handeln, unabhängig sein und werden, jeden Tag.

Es ist so eine pulsierende Kraft darin, jeden Tag und immer wieder und auch wenn es ziept den Weg zu wählen, der zu Wachstum und Überwindung der alten Schranken führt. Das ist der Weg, der manchmal dunkler und gefährlicher scheint, denn die Belohnungen hängen nicht nett und blinkend auf jedem Baum längs des Weges auf Augenhöhe, sondern sind ab und zu versteckt in einem Gebüsch, eingepackt in ein Bündel schmutzigen Stoffes oder warten hoch oben auf dem Baum. Vielleicht gar in einer Höhle neben einem Felsen. Wo auch immer: Man muss sich erst mal auf den Weg machen und der Weg ist das Beste, was es gibt.

Es gibt so viel zu entdecken!

Ich schicke Euch von ganzem Herzen: Innere Klarheit, Entdeckungslust & das herrliche Kitzeln wacher Sinne,

xoxo die astrologin