Blitzlicht und Schatztruhen

Es ist August und wir haben uns an den Sommer gewöhnt – träge und barfuß, bunt und schwitzend – und sind ein bisschen langsam geworden, vielleicht faul. Das passt ganz gut zu allem, was man im Sommer so macht. Schwimmen, verreisen, Melonen essen und Eis…

Plötzlich zischt dieser Wassermann  wie leuchtend blaues, gleißendes Licht in das Wochenende und nichts ist mehr, wie es war: Der Wassermann ist das Zeichen der Überraschungen. Und wer liebt keine Überraschungen?

Unberechenbar, offen für Veränderung, Lust, etwas ganz anderes als sonst zu probieren, und gedankliche Freiheit, sich für ungewohnte Ideen, Pläne und Bilder zu faszinieren. 

Der Wassermann ist kreativ und das auf eine mentale, abstrakte Art. Er kann etwas voraussehen, das erst in Jahren eintreten wird, er sieht notwendige Veränderungen und Erneuerungen lange bevor der Rest der Gesellschaft auch darauf kommt, dass man das tun sollte, und er ist ein großartiger Erfinder. Forschen! Basteln! Ausdenken! SO viel mentale Energie, soviel Scharfsinn und kreatives Denken.

Langweilig kann es einem Wassermann nicht werden. Ihm aber könnte die Welt langweilig werden, und das ist eine der großen Herausforderungen: Sich nicht in die Einsamkeit und Einzigartigkeit der eigenen Gedankenwelt zurückzuziehen, sondern mit der Welt verbunden zu bleiben. Die Welt braucht die Visionen und Impulse der Wassermänner und Wasserfrauen, und sie brauchen die Welt auch, um zu üben, wie man Freiheit und Fortschritt mit anderen Menschen leben kann. Um ihre Ideen mitzuteilen, um Projekte und Gruppen zu gründen oder dort neuen Wind hineinzubringen, sie brauchen Projekte, in denen sie ihre Ziele und visionären Vorstellungen umsetzen können und sie brauchen ganz einfach das Gefühl, dass sich etwas vorwärts bewegt.

Die Gemeinschaft ist das Element des Wassermanns. Er ist dazu da, um in Gemeinschaften zu leben und sie zu inspieren, um Anstöße zu geben und wirklich große Veränderungen herbeizuführen.

Ein anderer Schatz dieses Luftzeichens: die Intuition. Denn wenn ich von den mentalen und gedanklichen Fähigkeiten des Wassermanns rede, meine ich nicht logisches, Stück für Stück auf belegbaren Prämissen wandelnde Vorgänge. Nein, es sind Blitze! Gedankenblitze, Impulse aus der Tiefe der Innenwelt, und Eingebungen, plötzliche Erleuchtungen und Erkenntnisse. Der Wassermann ist elektrisch, sein Wesen kann aufglühen wie ein Licht, das plötzlich in der Nacht anspringt. Es ist ein impulsiver, auch telepathischer oder hellsichtiger Vorgang. Auch wenn Wassermenschen immer sehr geistreiche und intelligente Personen sind, so ist ihre große Gabe eine ganz unlogische, intuitive, spontane Vorgehensweise.

Das sind unvorhersehbare, überraschende, vielleicht unmögliche, vielleicht geniale Momente.

Was dieser Vollmond im Wassermann heute und in diesen Tagen vereinfacht und in uns anregt:

* Uns einzulassen auf das, was neu in unsere Leben treten möchte, etwas vielleicht lange auf Distanz gehaltenes, das wir eigentlich unbedingt entstehen oder zulassen wollen.

* Uns zu öffnen für einen frischen Wind, der Altes mitreißt, was wir nicht mehr brauchen und das sich in den letzten Wochen als überflüssig und nicht mehr passend für unsere jetzige Lebenseinstellung erwiesen hat

* Zu überlegen: Trenne ich mich von meiner Gemeinschaft ab – auf der Arbeit, in der Familie, bei Freunden? Gibt es diese Angst, sich zu seltsam oder zu anders zu fühlen und deswegen eine persönliche Leidenschaft zu verheimlichen? Klammere ich mich fest um etwas, das viel besser aufgehoben wäre im Austausch mit anderen?

* Kreativität als Teil unseres Lebens zu sehen und offen sein für spontan auftauchende Bilder und Intuitionen, auch unsinnig erscheinende Gedanken verfolgen

* Zu verstehen, wie Veränderungen in unserem Leben passieren und lernen, wie wir selbst voll Energie und praktisch daran arbeiten können, ein Ziel näher zu zoomen und darauf hinzuarbeiten

* Uns zu fragen: Was erfüllt mich mit sprudelnder Freude und gibt mir Energie, um Dinge zu tun, was ist meine Energiequelle? Die Antwort darauf gibt wichtige Orientierung, die hilft, das was uns glücklich macht mehr und mehr in den Alltag zu bringen und nicht nur „privat“, ganz selten oder am Rand des Lebens zu genießen.

* Uns darin zu bestärken, dass alle unsere persönlichen Begabungen und Energiequellen kostbare Schatztruhen sind, die jede und jeder teilen kann in allen Gruppen und Gemeinschaften, an denen wir teilhaben: Das wäre schon ein großer Schritt und verändert viel.

* Gut ist auch, uns zu fragen, warum wir uns diesen beglückenden Beschäftigungen so selten öffnen – Was hält uns zurück? Wovor fürchten wir uns? Was lässt uns denken „Das kann ich jetzt nicht machen“ oder „Kein Geld/ Keine Zeit“ ? Diese Ausflüchte können uns helfen, der Sache auf den Grund zu kommen, und den Berg oder den kleinen Hügel an innerem Widerstand auseinanderzunehmen, um näher an das Glück heranzutreten

So. Für diese Zeit wünsche ich euch zuerst Hingabe und Liebe für eure persönlichen Schatztruhen, und auch ein offenes Herz für die Qualitäten der Gemeinschaften, in denen ihr euch bewegt. Dann aber natürlich: Zeit in der Sonne und Zeit mit Melonen, Eis, Faulenzerei und Lachen. Enjoy the sweetness!

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