Meeresrauschen im Herz

Tief und weit. Lautlos, blaugrün. Hier in diesem endlosen Ozean, wo alles ganz leise und verzaubert ist, wohnen wir heute. Vollmond in den Fischen ist Verbundenheit mit allem. Es ist ohne Worte. Es ist groß und fließt immer in unseren Adern und in unseren Lungen und unseren Träumen und Erinnerungen.

Es ist keine Zeit, um viel zu erzählen, sondern um nur zu unterstreichen, was Frau Mond flüstert: Be open to this! Listen to me! Hear my song, I´m singin for you!

Sie leuchtet gold und majestätisch heute. Und alles, was ich sagen möchte ist: Ich möchte nichts sagen. Ich saß am Schreibtisch mit dem Vorhaben, den Blog zu schreiben, und wie so oft sagt Körper an, was jetzt wichtig ist. Ich malte. Geduldig, in feinen Linien und Punkten. Pink und lila. Vertieft und zufrieden.

Wenn wir Delfine wären, würde ich Euch jetzt mit ein paar Klickgeräuschen die Bilder schicken, die ich meine, die das zeigen, was diesen Vollmond ausmacht. Verträumte, ein bisschen unscharfe Bilder mit viel silbrigem Licht und viel Blau, viel Regenbogenpunkten und goldenem Sonnenlicht von oben. Lautlose Bewegung, endlos viel Raum. Dreaminess. Weich.

Die Fische bitten uns in ihrer wortlosen, aber liebevollen Art, hineinzusteigen und mitzuschwimmen. In die Bilder, in die Gefühle, in die Träume. In die Musik, die Töne, die Gerüche und Farben.

Alles Wasser, alles Baden, Duschen und Waschen und Planschen und Tauchen ist jetzt pure Heilung. Die Fische sind wie ein Meer zum Ausprobieren. Wenn der Mond in den Fischen steht, ist es als würde man uns eine Zeit des intensiven Träumens und Abtauchens schenken. Es ist genau richtig.

Vielleicht merkt man dann, dass das Träumen und Tauchen im Leben zu wenig Raum hat und entscheidet sich, etwas Neues, Traumsupportendes zu tun. Fürs Herz, diese Superheldin. Oder man räumt auf mit den Gewohnheiten. Das ist auf jeden Fall die Meinung von Merkur, der seit Anfang September rückwärts geht. Es ist die perfekte Zeit für Bestandsaufnahmen, Sortieren, Umräumen, Ausmisten, Nachdenken, in Ruhe die alte Ordnung durchgehen, um zu sehen, ob sie noch passt. Vielleicht wollen die Gewürze neu sortiert und umgeräumt werden, oder das innere Regal mit den schönsten Erinnerungen oder einfach die Steuererklärungen, Lieblingsbücher, oder der Schrank im Badezimmer. Vielleicht aber auch: die Familie, eine Freundschaft, die Arbeit, die Liebe. Es kann alles sein.

Mit diesem doch sehr kraftintensiven Himmel, in dem Mars (Körper, Wut, Tatkraft) in gespannter Beziehung zum Mond (Zartheit, Kindlichkeit, Geborgenheitswunsch) steht, kann es sein, dass wir uns zu irgendwas gezwungen oder irgendwie etwas verzerrt fühlen. Kann vorbei gehen. Die Fischeweisheit erinnert uns: Fließen lassen. Nicht aufregen. Geht vorbei. Oder man unterstützt den Abfluss des Unangenehmen mit einer Dusche, einer Runde Schwimmen oder Musik, Malen, Schlafen. Schlafen ist supergut.

Mit diesem Vollmond ist es, als würden wir mit schlafwandlerisch präzisem Herzfokus auf unser Leben schauen und testen, ganz ohne Worte und Gedanken, was jetzt gerade freundlich verabschiedet werden kann und was jetzt gerade erfüllend reich, warm, weit und schön ist und uns mühelos trägt.

Lasst Euch tragen, es ist pure Freude und es ist für alle: endlos und reich, weit und frei.

Grandmother Moon is with you,

und ich winke mit ihr zusammen zu Euch rüber:

macht es Euch so schön es überhaupt nur geht! Es gibt so viel Platz!

Mit tiefer ozeangrünblauer Schönheit für Euch

xoxo

Zur Freiheit. Spielend und singend.

Eclipse!

Blitzlicht!

Dazu steht Uranus in Verbindung zu diesem hochaktiven Vollmond:

Eine hochwirksame Medizin für jegliche Zustände, die dringend aufgehoben und verändert werden müssen. Noch mehr, dieser Mond sagt: Du lebst in Zuständen, die dringend aufgehoben und verändert werden müssen.

Mach es jetzt sofort! Warte keine Sekunde!

Er – ich meine sie – sagt: Befreiungsalarm! Verlasse die überholte und erstarrte Situation JETZT. Kein Diskussion. Keine einzige Erklärung für die Aufrechterhaltung des Alten gilt mehr. Es gibt keine Erlaubnis für das Festhalten an Ohnmacht, an Schmerz, an Angst und jeglichen Begrenzungen aus der Vergangenheit.

Diese machtvolle Vollmondin bringt einen heftigen frischen Wind, der einen erst mal kurzzeitig umschmeißen kann, aber nach einer Nacht guten Schlafes oder zwei Tagen Rückzug und Pause erkennt man das neue Leben in seinem saubergespülten, so viel helleren Licht. Es ist wie bei strömendem Regen ins Bett gehen und bei strahlendem Sonnenschein aufwachen.

Wie kommt diese Wildheit und dieses Ineinanderfließen solcher Gegensätze?

Eclipse Season. Es ist wie immer zu Herbst- und zu Frühlingsbeginn eine Zeit der intensiven Umbrüche. Sie müssen nicht schmerzhaft oder intensiv sein, aber mit Sicherheit sind sie effektiv und langanhaltend verändernd. Denn Eclipses sind partielle Sonnen- und Mondfinsternisse. Dieses mal gibt es drei, die jetzige und zwei im September. Der heutige Vollmond ist eine partielle Mondfinsternis, die immer ein Hinweis auf Endpunkte einer Entwicklung sind.

Wir verlassen eine physische oder emotionale Situation, die nicht mehr erfüllend, sondern zur Last geworden ist. Wir erkennen, was in unserem Leben wirklich wirklich vorbei ist. Was ist nur noch eine Hülle gewesen, die wir seit vielen Wochen und Jahren in einer unangenehm krümeligen Jackentasche mit uns herumgetragen haben wie eine vertrocknete Blume oder ein zerknittertes Stück Papier? Was hat sich leergelebt, leergestritten oder leergeweint? Was hat sich aufgelöst, ganz von selbst, so dass wir kaum mehr tun müssen als vielleicht eine liebevolle, entschiedene Beerdigung dieser Idee, Beziehung, Illusion oder Struktur vollziehen?

Was diese Eclipse uns ermöglicht, verweist auf ein großes Thema: Freiheit. Freiheit, wir selbst zu sein. Die Wassermann-Weisheit erinnert uns daran, dass jeder einen ganz besonderen persönlichen Schatz in sich trägt, der entdeckt und gelebt und der Welt mitgeteilt werden will.

Oft halten wir Teile dieses Schatzes zurück, weil wir nicht angenehm für uns selbst finden oder als von anderen nicht erwünscht sehen. Das ist uns sicher nicht immer bewusst. Vielleicht hat irgendwann mal jemand etwas scherzhaft gemeintes darüber gesagt, und wir sind erschrocken verstummt im Verfolgen unserer Schatz-Veröffentlichung.

Ich bin aber gar nicht der Meinung, dass wir alle so eine monströs große Aufgabe haben, indem wir jetzt hauruckartig eine GANZE Schatztruhe ausgraben und freilegen und dann auch noch der ganzen Welt zeigen müssen. Ay, que heavy! Es ist ein fließender, sich selbst regulierender Prozess, in dem wir spüren, wann welcher Schritt an der Reihe ist. Ich bin sicher, dass wir alle schon immer diesen Weg verfolgen, das uns Teure auszugraben und anderen Menschen zu geben und zu zeigen. Angeborener Instinkt. Großartig! Wir sind wie Trüffelschweine für die kostbaren Trüffel unserer Träume, die in den Erdschichten unseres Alltags und unserer Gedanken darauf warten, von uns entdeckt und genossen zu werden.

Es geht um ganz bestimmte Teile dieses Kostbaren, die wir eben aus bestimmten Erinnerungen oder Glaubenssätzen (sehr wahrscheinlich ererbten Glaubenssätzen, die wir automatisch angenommen haben) heraus in die hinterste Ecke der Schatzkiste gedrückt haben, weil wir einfach bisher nicht wussten, wie man diese eigenwillige ungewöhnliche Schönheit der Welt mitteilen kann. Vielleicht sehen wir eine besonders hell strahlende Kostbarkeit, die uns selbst zuerst erschreckt mit ihrem wilden Gefunkel, bevor wir sie bewundern und liebgewinnen können.

Vielleicht ist es auch eine ganz einzigartig zusammengestellte Gabe, in der dunkel, hell, vertraut und andersartig auf rätselhafte Weise ineinanderfließt. Vielleicht hat uns das irritiert und wir wollten dieses komplexe Ding erst einmal verstehen oder glatt schrubben, bevor wir es aus der Truhe heraus heben. Genau das muss aber gar nicht sein, sagt diese zukunftsweisende Wassermann-Mondin.

Genau wie es ist, ist es vollkommen.

Genau so wie es jetzt daliegt und in die Hand genommen werden will, ist es schön.

Genau so hell, dunkel, vertraut, andersartig, genau so vielschichtig und kraftvoll und betörend ist es gemeint gewesen, von Anfang an.

Uranus, der Erneuerer und Befreier, furchtloser und überzeugter Verfechter von Unabhängigkeit und Eigensinn, verbindet sich mit dieser schönen Zukunftsmondin ganz harmonisch zu einem Sextil (60° Winkel). Das sagt wie zur Verstärkung des Wassermanns: Geh Deinen Weg für Dich allein, Du musst Dich niemandem anpassen.

Nichts ist vergleichbar mit dem, was Du mitbringst. Du bist unique und wunderbar. Wir brauchen jeden einzelnen dieser einzigartigen Schätze aus den Ecken der Schatztruhen in den Herzen aller Menschen, um als Erde glücklich und ganz zu sein.

Und dann kommt noch mehr Support von einem anderen Planeten: Seit dem Wochenende haben wir einen frisch gestärkten Saturn im Rücken, der Vieles möglich macht, was vor Tagen und Wochen noch wie von einer unsichtbaren Mauer aufgehalten wirkte. Saturn hat seine Bewegungsrichtung geändert, ging monatelang rückwärts und stand still, bevor er jetzt wieder in seiner ursprünglichen Richtung weiterkreist. Das ist ein massiver Unterschied, der große Aufgaben machbar erscheinen lässt, die zuvor wie ein endloses Labyrinth aussahen und uns schrumpfen ließen – nur scheinbar. Wir sind so groß! Wir können alles, was wir in unseren Träumen können.

Alles.

Das sagen also Saturn, Uranus und die weise alte Mondin alle gemeinsam, vielleicht singen sie es sogar, und alle anderen Planeten summen leise mit, damit wir das Leichte und Spielfreudige der ganzen Sache auch wirklich spüren.

Die Sterne singen. Die Bäume singen. Die Vögel singen. Und wir?

Ich wünsche uns viel Singen und Summen, und den befreienden Genuss der Erkenntnis, dass alles in unserem Herzen wert ist, geteilt und gesungen zu werden. Die Welt ist bereit dafür. Wir sind bereit dafür.

Mit ganz viel summender silberner Mondliebe für Euch,

die astrologin

Magische Tiere befreien

Willkommen zum 2. Vollmond in Schütze! Aber Einiges ist anders als bei der ersten Runde vor einem Monat. Und zwar fast alles. Wir hatten einen kosmischen Zustand von Nebligkeit und nicht eindeutigen Richtungen, vielleicht Rauchschwaden vor dem Ort, an den wir eigentlich hinwollten oder innerlich greifen wollten. Vielleicht hatten wir Pläne, die aber irgendwie nicht so richtig zu dem zu passen schienen, was wir um uns herum sehen und kommunizieren konnten.

Es war alles ein bisschen verdreht oder eher, … sehr beweglich, so beweglich, dass man zwischendurch nicht wusste, ob jetzt eigentlich alles schief läuft, oder außer Kontrolle gerät …

Wenn wir Einhörner sind, dann waren (mindestens) die letzten 4 Wochen eine Zeit des Reisens durch einen dichten, dunklen Wald. Wenn wir Drachen sind, dann haben wir vielleicht in einem Turm oder Schloss eingesperrt auf etwas gewartet … oder waren irgendwo festgebunden und haben schnell verstanden, dass es keinen Sinn macht, an den Ketten zu zerren, weil sie nicht lockerer werden, sondern enger und schmerzhafter. Wenn wir fliegende Tiere wie Adler sind, dann haben wir einige Erfahrungen mit Nebelflügen gemacht.

Im Lauf der letzten Wochen sind Dinge auseinandergefallen, oder haben sich verabschiedet, vielleicht Beziehungen oder Freundschaften oder Arbeitsplätze oder auch Projekte, in die wir eingebunden waren. Und jetzt, es ist als löste sich das alles, das ganze Abschieds- oder Struggle-Gefühl und der Fokus auf das Beenden verwandelt sich in diesen Tagen und BÄM fetzt jede Wolke aus dem Sichtfeld des Adlers, jedes Verlies und jede Kette des Drachen fallen wie von Zauberhand berührt auseinander. Das Einhorn hat den Weg durch den Wald beendet und tritt auf eine weite Fläche. Sonne. Blendendes Licht. Regenbogen!

Das ist etwas Großes. Es ist auch hilfreich, dass wir mit ganz klarem, beinahe nüchternem Blick auf diese Auflösungserscheinungen schauen – Auch wenn es weh tun kann! – und denken, ja, musste so sein, ist gut so, danke, jetzt geht es endlich weiter. Moving on. Next level.

Diese ganzen magischen Kräfte in uns, unser Fliegen und Feuerspucken und Zaubern, das wird neu geboren. Das ist zwar ein langer Prozess, der noch Monate weiterfließt, da auch Neptun – Planet unserer magic powers – seit Kurzem rückwärts geht, aber gleichzeitig ist es auch sehr intensiv, wie alte und kaputte Systeme jetzt in Sekundenschnelle in die Luft fliegen und damit meine ich wirklich in die Luft fliegen, lautlos, elegant, einfach so verschwindend, wie eine Elfe, man hat es kaum sehen können, so schnell und überraschend ist es passiert. Es geht natürlich auch unelegant, aber das Prinzip bleibt: Was nicht mehr richtig ist, geht. Sofort.

Es ist ein bisschen, als würde die Zeit anhalten.

Man sieht vergangene Lebensphasen und frühere Beziehungen und Orte und Begegnungen vorbeifliegen und es wirbelt und zischt alles in alle Richtungen, um sich blitzschnell neu zu ordnen. Trotzdem werden wir noch eine Weile mit Aufräumen für die neue Zeit beschäftigt sein, oder mit einer Grundreinigung des alten Terrains, so dass unsere neuen Haustiere oder Hobbies oder unser neues Selbstbild Platz hat und schön strahlen kann.

Der letzte Vollmond stand in Verbindung mit Mars am Himmel, so dass impulsive und vielleicht explosive Energie dazukam, ein Gebräu, das auch in Unfälle münden konnte. Dieses Mal haben wir den Erfinder und Rebellen Uranus, der in einem netten Plausch (120° Winkel, Trigon genannt) mit dem Mond steht. Das heißt: Licht! Erkenntnisse! Ein Riesenprung nach vorne, Bock auf Zukunft, Neues, Freiheit, und ganz persönliche Visionen von Größe und Entwicklung, sei es innen oder außen, meist aber ist außen mit dabei. Denn diese Energie von Uranus und Mond – beide stehen in Feuerzeichen – ist Aktivität und Impuls, Instinkt und Tatendrang.

Großer Supprt kommt dazu von Mars, der jetzt mittlerweile fast ewig schon rückwärts läuft, womit er uns ein Gefühl von Widerstand und eine Runde Motivationshinterfragen gebracht hat. Damit hört er am 29. Juni auf uns das bewirkt noch ein BÄM! Zauberstab Schwung mit den Worten: Alle Hindernisse, die Du in den letzten Monaten angetroffen hast, weichen so langsam zurück und Du wirst Freude und Power zurückerlangen, die Dir in der letzten Zeit etwas fern vorkamen. Es wird ziemlich bald ziemlich schnell gehen und Dinge werden sich beschleunigen, so dass wir uns wundern werden, wie zäh und verschwommen sich dieser Frühling angefühlt hat.

Also: Wir werden nach vorne gezogen von einer starken Kraft, die weiß, wie wir in einem Jahr und in 5 Jahren sein werden, von dort aus zieht sie uns zu sich und das ist Expansion, Wachstum, Selbsterkenntnis, Selbstliebe und der Mut, sich zu zeigen mit dem, was man im Herzen trägt, mit dem einzigarteigen Geschenk für die Welt.

Das ist eine große Party wert. Ein ausuferndes Fest. Mir gefällt ganz gut, dass es außerdem der 30. Vollmondblog ist, den ich Euch hiermit schicke. Seit Februar 2014 habe ich dieses monatliche Date mit meiner Kreativität und dem Himmel und Euch und liebe es! Und genauso liebe ich die konstant neu entstehende Freude beim Schreiben und Mit Euch kommunizieren.

Es gibt dieses Jahr viel Neues im Astrolab Berlin Land, und das ist auch Grund zu feiern. Es wird eine neue Form der Kommunikation geben, an der ich gerade arbeite und die im Juli ausgebrütet ist und das Licht der Webseite und der Facebook Community erblickt.

Freude hoch zehn, Freude hoch hundert. Bewegung, ein immer breiter werdender Fluss von Hingabe, Liebe, Passion, Zukunftsblick, Kreativem Feuer, Spielendem Kind, fruchtbaren Ideen und Umsetzung großer Panorama Visionen. Das ist alles da, hier und jetzt, greifbar, nutzbar, und für alle.

Lasst uns diese Welle mitnehmen und surfen, mit Liebe, Mut und Abenteuerlust!

Viele Hugs von der Astrologin!