Gehen wir Träume füttern

Was macht diese Jungfrau heute mit dem Vollmond?

Sie richtet ein Spotlight auf verschiedenste Dinge links und rechts des Weges, den wir gewählt haben. Schon lange gehen wir hier entlang und manchmal sehen wir den Weg gar nicht mehr vor lauter Wecker ausmachen, Rechnung bezahlen, Müll wegbringen, Feierabend, Mittagspause, Reparaturtermin, Geld zurück bei Umtausch innerhalb von 30 Tagen UND SO WEITER IHR KENNT DAS.

Wir kennen das. Es ist der Schaum auf unserem Leben, nicht das Wesentliche in unseren Leben.

Dieser Vollmond könnte sagen: Was ist es denn, das Wesentliche ? Jetzt und hier und heute? Um was geht es eigentlich, und wenn du es weißt, dann frage ich, bist du noch wach und jeden Tag bewusst auf diese Vision ausgerichtet? Oder schwimmst Du ein bisschen träge geworden und schwindelig auf dem Schaum des Alltags?

Neptun, der große Träumer, die große Inspiration, steht am Himmel diesem Mond gegenüber. Er schickt eine Extra-Beleuchtung auf unsere Träume und deren Verwurzelung im Alltag. Der Schaum darf nicht unsere Träume wegspülen. Gefährlich. Neptun leuchtet ganz magisches Licht auf diese Träume, so dass wir uns notfalls nochmal neu in sie verlieben und weiterknüpfen, wo wir den Faden haben liegen lassen, als irgendeine große Schaumwelle auf uns zugeschwappt kam. Keine Ausrede. Träume sind Motoren des Alltags, keine überflüssigen Märchen. Es geht nur um unsere Träume.

Also haben wir für diese Vollmondwoche schonmal:

  1. Was träumst Du? Erlaubst Du dir Deine Träume zu haben?

  2. Lebst Du traumnah, fütterst Du deine Träume mit Deinem Alltag? Und andersrum?

Dann kommt noch Nummer 3 dazu und die haut rein: Mars als Symbol unserer Impulse, unseres Willens und unserer Durchsetzung bewegt sich ab Mitte April rückwärts. Das machen manche Planeten, sogar ziemlich viele. Wann immer sie das tun, fordern sie uns auf, geduldig zu sein, um ihr jeweiliges Thema innerlich zu erfahren. Mars rückwärts heißt: Wir fragen uns, was uns eigentlich dazu bringt, das zu tun, was wir tun. Warum stehen wir morgens auf uns machen all die kleinen Schritte, die uns zu irgendeinem Gehalt auf dem Konto führen oder zu einem Leben mit lauter verschiedenen Zutaten wie Freunden, Familie, Haus, Essen, Bewegung, Kunst …. Mars ist auch Nein sagen, Kämpfen, Ungeduld und Antrieb. Boxen. Wütend sein. Sich anschreien. Ausrasten. Lauter ungepflegte Emotionen, guter Treibstoff. Mars fängt zumindest jetzt schon an, uns aufmerksam zu machen auf bestimmte Jobs, die vielleicht auf uns zukommen mit diesem Rückwärtsgang, da er jetzt gerade den Abschnitt im Himmel betreten hat, den er im Frühling einmal rückwärts und dann noch einmal vorwärts abspazieren wird.

Also jetzt offiziell noch

  1. Was motiviert dich und was fehlt Dir vielleicht im Moment an Wut, Kraft, Durchsetzung, Feuer? Wo kannst Du in Dir Feuer und Antrieb finden? Wo in Deinem Alltag?

Ihr seht, die Fragen habe sich untereinander abgesprochen genau wie die Planeten. Es passt wie immer als exakt intuitiv gebautes Puzzle alles haargenau ineinander, das ist das bezaubernde an Astrologie.

Diese Woche ist ein Wellenritt aus Alltagsherausforderungen, Motivationsfragen und Durchsetzungsmomenten, Traumgefühlen, Traumliebe, Traumerneuerung und Alltagserneuerung. Ihr findet bestimmt weitere Wortmischungen, die vielleicht für Euch besser passen.

Seid flexibel, seid wach, da kommt bestimmt einiges an Neuem, Traumhaften und Schwung auf uns zu. Je wacher wir sind, desto besser können wir jeden Moment nutzen und ihn mühelos in Fülle und Liebe verwandeln.

Alles Liebe für Euch und viel Spaß beim Surfen!

Xoxo die astrologin

Es geht auch einfach

Heute war ein Tag, an dem die Welt für mich ganz einfach und richtig aussah. Alles Sinnvolle und Praktische hat sich leicht wie nebenher erledigt, so dass es sich gar nicht wie ein ganzer Tag angefühlt hat – eher wie ein kurzer Ausflug. Jetzt ist es mitten in der Nacht und ich frage mich, was ich Euch zu dem Jungfrau-Vollmond erzählen will.

Vor allem das: Er steht für einen praktischen, einfachen, vernünftigen Zugang zu den Dingen. Da der Vollmond immer den Höhepunkt einer Entwicklung anzeigt, der zu Neumond begann, ist es nützlich, zu schauen, wo wir uns vor zwei Wochen, am 19.2. befunden haben. In Fülle, Freude und Zufriedenheit? In umkämpftem Gebiet, in Trauer? In Unentschlossenheit oder Hingabe an etwas Schönes? In Bearbeitung eines bestimmten Themas? Im Urlaub?

Jedenfalls erinnere ich mich, eine Tasche voll Kleider ausgemistet, ein Horoskopauftrag erfüllt und das Dokument abgeschickt, einen Leopardenmusterrock getragen – der nur an bestimmten Tagen von besonderer Feierlichkeit  ausgepackt wird – und wegen einer braindead situation vor dem Bildschirm das Haus verlassen zu haben, um einen Spaziergang auf dem Feld zu machen, der mein Gedankenwerk wieder ins Fließen brachte, so dass ich im Cafe viele Ideen einfangen konnte. Und eine euphorische Nachricht auf fb zu dem Eintritt der Sonne in das Zeichen der Fische habe ich geschrieben. Gehüllt in Zartheit, Weichheit, und ganz leise, so war dieser Tag…

Das war meine Version, kurz gesagt. Wie war Eure? Gab es Euphorie? Ausmisten? Ganz anderes? Jetzt sind wir am Ende der Mond-Wachstums angelangt und haben die Chance, alles, was auf dem Weg passiert ist, auf dem kurzen und doch langen Weg der letzten beiden Wochen, zusammenzubringen und als Ganzes zu betrachten:

Was bin ich in den letzten 2 Wochen geworden? Wohin hat mich mein Leben geführt? Welche Dinge habe ich gesehen, genossen, erkannt?

Das Schöne an der Jungfrau ist ihre Klarheit und Systematik. Darin entwickelt sie auch die kreativen Impulse des Löwen (Vollmond im Löwen war am 3.2., siehe Eintrag Love, love love!) weiter und sorgt dafür, dass sie zu etwas Brauchbarem, Sinnvollem, Ganzen werden, das Struktur und Anfang und Ende hat. Die Jungfrau feilt die Kanten ab, so dass wir am Ende tatsächlich ein benutzbares Möbelstück haben, statt eines exzentrischen Holzhaufens.

Wer Jungfrau-Anteile im Horoskop hat, kennt wahrscheinlich diese Situationen: Man arbeitet an etwas, das man gut kann, worin man Expertin ist. Trotzdem gibt es eine innere Stimme, die immer eine Anspruch-Haltung ausdrückt, weitertreibt und sagt: Nein, so ist es noch nicht gut. Nee, dieses hier muss noch anders werden. Die eine Stelle klingt lächerlich/ Diese Suppe ist nicht perfekt gewürzt/ Hier müsste der Stoff anders genäht werden, etc.

Das sind die entwicklungsbedürftigen Erscheinungsformen von Jungfrau: Overdoing it mit Kritik, Überexaktheit, dämonischem Perfektionismus. Sich viel zu selten löwisch loben und zelebrieren, Goldglitzer über sich selbst schütten oder sich zu einem Riesenstück Kuchen einladen, sondern vielmehr sehr oft in dem Leistungs-Denken und Pflichtbewusstsein wie hinter einer harten Schulbank sitzen – das ist die herausfordernde Seite der Jungfrau-Eigenschaften.

Was kann da helfen? Das Gegenteil, das im Tierkreis und im Jahreslauf direkt gegenüber liegende Zeichen: Die Fische. Sie sind im anderen Extrem zu Hause – in der Weite des Universums, in Musik, in Tanz, in Verbindung mit der Natur, allem, was groß und weit und voller Energie ist. Diese andere Perspektive bringt der Jungfrau im besten Fall Erleichtung, Aufatmen, sich mit einem Mal entspannende Nackenmuskeln. Sie ist ihr metaphysischer Gegenpart, ihre Medizin.

Aber die Jungfrau kann sich auch mit ihren eigenen Gaben heilen: Mit dem fantastischen Detail-Blick, der eine schöne und kostbare Gabe ist. Jungfrau-Anteile im Horoskop bescheren einem Menschen diese Fähigkeit, jeden noch so kleinen Tippfehler auf einer Seite sofort zu entdecken, genauso fällt ihnen ein Ungleichgewicht in jeglicher Einrichtung instinktiv auf, oder ein etwas ungleichmäßiger Lidstrich, aber dann wieder sind sie auch für die göttlichen Details offen, was sehr viel Glück freisetzen kann: Wir finden einen Marienkäfer auf einem Baumstamm, eine kleine Raupe mitten in einem Gewirr allergrünster Pflanzen, oder vielleicht auch eine vermisste Winzigkeit irgendwo auf dem Boden.

Eine andere Quelle der Freude in Jungfrau-Wahrnehmung ist Gesundheit, gutes Essen, Bewegung, frische Luft, Reinheit, oder Rawfood, Smoothies… Jungfrau-Stil ist puristisch und schlicht, eher zu wenig als zu viele Farben und eher der Duft nach frischem Heu als ein Parfüm. – Bei unserem Stadtleben mit Tausenden von Gerüchen, so viel Weißmehl- & Zucker- und anderen Müllprodukten vor unseren Augen, ganz jämmerlich wenig Heu und auch wenig Schlichtheit tut ein Jungfrau-Vollmond bestimmt ganz gut!

Lasst uns auf all das Reine, Klare, die frische Luft, einen Garten, einen Vogel, den Himmel, einen Brokkoli oder einen Rotkohl schauen, lasst uns durch die Details die Freude über das große Ganze wiederfinden: In den ganz kleinen Dingen kann man sehen, dass die Welt einfach und richtig ist, und vielleicht am richtigsten da ist, wo sie einfach ist. Oder so.

Mit all unseren kritik-nörgelnden Stimmen, Fehlersuch-Blicken und unserem so selten lockerlassendem inneren Hyperanspruch: Wir haben immer auch den herrlich praktischen, geradeaus gerichteten Jungfraublick im Rucksack, der, wann immer Bedarf ist, ausgepackt werden kann und der wie ein Schraubenzieher die Sache so schnell regelt, dass man es kaum glauben kann.

Auf ein super praktisch geschraubtes, sich selbst aufräumendes und schön auf das Wesentliche fokussierte Wochenende! Genießt frische Luft, feinen Regen und den nahenden Frühling!