Fliegen und Fließen und Spielen

Fließende Vibes sind es, die der Vollmond so auf die Erde schickt.

Ich hab dazu gar nicht viel zu erzählen: Heute und in der ganzen Woche ist alles in der Schwebe, und alles dermaßen transformierend, dass man gleichzeitig ganz ruhig und ganz flirrend ist. Ich finde, es ist wie wenn nach einer Probezeit auf einmal der Moment kommt, in dem man etwas alleine machen muss. Ich will Euch gar nicht so viel mitteilen, weil ich denke, Ihr wisst das selbst schon alles. Ihr Superhelden!

Ich würde gerne zuschauen, wie Ihr den Vollmond erlebt…

Ich erlebe ihn so: a) Kleine Momente, in denen die Dinge unerträglich falsch erscheinen.. Unbehagen. b) Auch diese Momente, in denen man zurücktritt von der Jetzt-Perspektive und zurückzoomt und sich ganz beflügelt fühlt, angesichts des großen Rahmens, der so viel Raum bietet.

Dieser Rahmen sind all die Dinge, denen wir in unserem Leben erlauben, uns glücklich zu machen. Es ist das, was wir für möglich halten an Glückserfahrungen und Wachstum und Harmonie und Frieden, es ist der Spiegel dessen, was unser Herz zu unserem Leben sagt. Was wir uns zutrauen an Herzweite, an Glückskapazität und Liebesfähigkeit und überhaupt an Zuversicht. Unsere Visionen und Träume sind immer im Zusammenhang mit dem Jetzt-Zustand. Was wir träumen, verweist auf unser Wachsein.

Vor ein paar Wochen träumte ich, ich falle. Während ich fiel, malte ich mir schon aus, wie sehr es weh tun würde, auf dem Boden aufzuprallen. Ich dachte, ich könnte mich schlimm verletzen. Und ich dachte: Nicht gut! Aber es ging weiter. Ich fiel und fiel, und währenddessen passierte etwas. Ich begann zu fliegen. Während ich fiel, wurde ich leicht und flog, schwebte wie ein Blatt auf die Erde und dann landete ich ganz sanft und lautlos, fast ohne den Boden zu berühren – das gefiel mir sehr – in der Schlangenposition, also mit hoch gebogenem Oberkörper, mit aufgestützten Armen, während meine Beine auf dem Boden lagen und mein Blick in den Himmel zeigte, von wo ich gerade gekommen war.

Dieser Traum macht Sinn. Irgendwann, in allen Situationen, in denen man eine Veränderung wünscht, kommt der Moment, in dem man nichts mehr tun kann, und loslässt, oder die Verantwortung abgibt. Man gibt irgendwann endlich zu, dass man nicht alles alleine entscheiden kann. Erleichterung. Und dann passiert meist etwas Geniales. Weil darin Magie ist, in diesem Abgeben und Seinlassen. Abgeben kann auch sein: Eine alte Verpflichtung ernst nehmen und sie vollenden. Oder eine offene Frage mit jemandem klären, die seit Jahren im Raum hängt. Oder ehrlich darüber sein, was man nicht möchte. Es geht ums Entscheiden. Was ist so unangenehm, dass ich es bewegen möchte? Was beschäftigt mich in Wirklichkeit am meisten? Was will ich wissen, begreifen, meistern?

Dieser Vollmond sagt, Fließen, Fließen, es muss nichts festgenagelt werden, sondern erst wenn wir voller Vertrauen zugucken, wie Tische und Brote durch die Luft fliegen, wenn wir dem Flirren des Lebens mit einem liebevollen Lächeln entgegentreten und es vielleicht auch noch zu diesem Flirren beglückwünschen, dann entsteht Harmonie. Und Frieden. Und Glück auch. 

Also diese Tage sind ein Fuchs – Trainingslager. Füchse fließen durch die Dämmerung und durch die Nacht. Vollkommen lautlos. Dezente Bewegungen, aufmerksam und elegant. Nirgends zu lange bleiben. Lauschen. Dieses Bild des Fuchses, wie er den buschigen Schwanz so um sich legt, als wäre es eine kuschelige Decke. Wärmen und auftanken, ruhen und träumen. Wissen, dass es darum geht, alles rechtzeitig wieder abzugeben, wenn man sich hinein vertieft hat. Wissen, dass alle Themen, Gedanken, Pläne nur bunte Bälle sind, die man so lange hin und her wirft, bis es genug ist und man keine Lust mehr hat. Es gibt unendlich viele Bälle. Und alle sind klein. Diese Woche zumindest. Lauter kleine bunte Bälle. 

Ich wünsche Euch Spaß beim Wegwerfen mancher Bälle und beim Eintauchen und Glücklichsein über das helle Flirren des Lebens.

xoxo, die astrologin

Langsam, kraftvoll und schön

Es ist so gut, daran erinnert zu werden, dass die großen Dinge ganz, ganz langsam vor sich gehen.

Das, was dauert und wächst und erinnert wird, entsteht nicht über Nacht. Es wächst und wächst und bewegt sich in unmerklichen kleinen Schritten wie eine Pflanze, die man kaum wachsen sieht. Auf einmal ragt sie in voller Pracht und Größe über den Zaun.

Wir wissen es, wir haben es selbst erlebt, dass das Vertrauen einem Flügel schenkt und Freiheit und Erfolg. Und trotzdem: Immer wieder gibt es Gefühle von Ungeduld, vielleicht Anflüge von Nervosität, oder eine bestimmte wiederkehrende Sorge, die auch nur daher kommt, dass man etwas nicht sofort bekommt, oder es nicht garantiert ist, dass es in Zukunft eintreffen wird, oder oder. Hat alles mit Vertrauen zu tun, und mit Liebe. Denn Vertrauen erlaubt uns, in dem Moment, in dem wir etwas Wichtiges vermissen oder ersehnen, positiv fokussiert zu bleiben und eben diese kleinen winzigen stierhaft beharrlichen und wunderbar ausdauernden Schritte zu gehen, die uns am Ende an jedes Ziel bringen.

So eine Ironie! Wenn wir aufhören, auf das Ziel zu starren und die Lippen zusammenzupressen und was weiß ich für verkrampfte Gedanken und Muskeln zu machen, geht alles von alleine, und im Herz entsteht Raum und Licht für Freude, Kreativität, Vertrauen, Liebe, Großzügigkeit. Und Schönheit!

Manchmal verpassen wir sogar eine Begegnung oder offene Türen im Alltag, weil wir innerlich so auf diese eine Sache starren, die vielleicht erst in 2 Monaten relevant wird, oder auf ein Ziel, das schon längst erreicht ist, vielleicht auch auf eine nicht genutzte Möglichkeit in der Vergangenheit.

Der Vollmond am Dienstag, 27. Oktober, steht im geduldigen und Stabilität liebenden Zeichen Stier.

Die Stierweisheit sagt: Mit Geduld und stetiger Arbeit erreichen wir alles. Nichts ist unmöglich, wenn wir uns gut verwurzelt und in unserem Körper aufgehoben fühlen, uns gut nähren. Wir sind kraftvoll, weil wir nie aufgeben. Wir haben Zeit und das heißt, dass wir mit der Zeit große Ergebnisse erreichen. Wir wissen um das Geheimnis des Wachstums. Wir kennen unsere Kraft und schätzen sie richtig ein. Wir wissen, wann wir schlafen gehen, wann wir Pause machen und wann wir essen. Wir pflegen unseren Körper. Wir sind sinnliche Wesen, die alle Sinne spüren wollen. Wir sind geduldig, brauchen Zeit und arbeiten doch beharrlich weiter, wenn wir einmal das Ziel vor Augen haben.

Aber wie immer gibt es mehr als ein Thema zu diesem Vollmond, denn im Sonnensystem passiert die ganze Zeit ganz viel. Der Mond ist nur ein Aspekt davon. Alleine 10 Planeten, die sich alle in verschiedenen Laufbahnen in verschiedenenen Geschwindigkeiten vorwärts und manchmal auch rückwärts bewegen, sind schon genug für viele Beobachtungen. Dann gibt es noch endlose kleine Planetoiden,  Schnittpunkte und Sternhaufen, so dass es alles ein riesiges Gewusel von riesigen Körpern in der riesigen wunderschönen Dunkelheit des Kosmos ist. Herrlich.

Zumindest eine Ecke möchte ich aus alldem für Euch herausgreifen: Neptun, den Planeten der Träume, Sensibilität, Telepathie, Inspiration, des Glaubens und der übermenschengroßen Liebe zu allem. Dieser weit weit draußen kreisende Planet verbindet sich am Dienstag aufs Fröhlichste mit dem Vollmond, was diesem Tag eine dreamy sweet note gibt. Nicht nur werden wir uns bewusst, wie viel Zeit wir haben, wie geduldig und beharrlich wir unseren Weg verfolgen und wie erfolgreich wir dabei sind, sondern wir spüren auch, dass dieser Erfolg mit Glauben zusammenhängt.

Ohne Glauben kein Erfolg, stupides Vorsichhinarbeiten und Aufgaben erledigen bringt nämlich natürlich überhaupt gar nichts. Nur Frustration und Langeweile. Neptun bringt also Tiefe und Weite mit ins Spiel und das macht Sinn.

Neptun ist die Seite unserer Seele, der im Kosmos rumfliegen will, der alles über Telepathie und Erleuchtung und grenzenlose Liebe schon längst weiß. Das ist die Seite von uns, die gar nicht so Bock auf eine beschränkte 3D Existenz hat, auf Geldverdienen, Duschen, Aufräumen und Putzen. Die am liebsten fliegt, reist, träumt, kreiert und fließt. Egal ob im Traum, in Gesang, in Liebe, in Farben, in Berührung, Tanz, Meditation oder Bewegung. What a joy, nur geht das nicht ohne Körper. Der gehört dazu. Und zwar nicht irgendein Körper, sondern ein gesunder, wacher, beweglicher, lebenslustiger Körper, den wir nur erschaffen, indem wir unsere Sinne berühren und uns mit allen Freuden der Erde und der Körperlichkeit verbinden. Unseren Körper feiern. Auch das ist Vollmond im Stier!

Die Stierkraft ist hundert Pro auf der Erde zu Hause. Sie IST Erde. Ganz einfach, und ganz wichtig, denn ohne diese physische Verankerung wäre all das Neptunische nur Leere, genau wie das Stierische ohne Antennen nur Langeweile wäre. Wenn wir beides verbinden, dann erschaffen wir etwas Neues. Kunst, eine Familie, ein Zuhause, einen Film. Ein Gedicht, ein Buch, ein Geschäft, eine neue Einrichtung, eine Reise.

Ein Beispiel: Kühe sind so schön, weil sie mit der Erde verbunden sind wie alle Tiere und Pflanzen und Menschen und die Schönheit der Schöpfung sichtbar und spürbar machen. Mit ihren Hörnern nehmen sie die kosmischen Schwingungen auf, so sagen die Anthros. Die Hörner als Antennen. Genau wie wir sind die Kühe Wesen, das Erde und Kosmos in sich vereinen. Wir sind genauso schön irdisch wie die friedlichen Kühe, die gelb leuchtenden Herbstbäume, die zarten Rosenblüten und schillernden Kolibris, haben genau solche genialen Antennen, nur sehen wir das nicht immer. Beides zusammen: Pure, endlose Schönheit.

Beide Kräfte – die des Stiers und die von Neptun – sind langsam und entfalten sich erst im Lauf der Zeit. Beide stehen für introvertierte, ruhige, innerliche Energie. Es könnte sein, dass wir wie lauter kleine lächelnde Buddhas diesen Vollmondtag erleben, da wir ja wissen: Wir haben Zeit, wir sind die Geduld selbst, wir verfolgen den Weg, den wir uns ausgesucht haben und genießen jeden Schritt davon.

Jeden. Einzelnen. Schritt. Ja!

Denn die Stierweisheit ist auch Genuss. O Genuss. Sonne auf der Haut, warmer Tee im Bauch, duftende Substanzen und weiche Stoffe, schöne Farben für die Augen und schöne Formen, Geschmacksfreuden, Klänge, die glücklich machen, Tanzen. Viel viel mehr. Alles, was sich gut anfühlt, unendliche Möglichkeiten.

Und jetzt: Lasst uns unsere Antennen genau wie unsere Körper feiern! Genießt es, und lasst es Euch gutgehen, nicht nur heute zum großen Stier-Tag!

Xoxo die astrologin

Mein Feuer und ich

Aufwachen und Anfangen!

Als hätten wir in einem Raum gesessen, in dem es warm, schummrig und etwas stickig war. Plötzlich kommt jemand, der das Licht anschaltet. Auf einmal blendet es und man denkt: Hey! Das war doch eben viel gemütlicher … Aber eben ist vorbei! Und jetzt ist das Einzige, was wir haben. Das Beste, was wir haben.

Wenn der Mond am Mondtag früh (28.9.) voll ist, steht er im Zeichen Widder. Es ist das Zeichen der Neuanfänge, der Initiativen und der Motivation, etwas zu erreichen. Widder sind gut im Beginnen und Losgehen, im Aufwirbeln und Bewegen. Wir haben alle unseren persönlichen Widder. Gut! Denn die brauchen wir jetzt auch.

An allen Ecken sieht man Erkältungen, Müdigkeit und sowas, Zeichen von Umschwung und Veränderung und den Reaktionen der Menschen auf diese Bewegungen. Wenn wir uns darauf einstellen, dass jeden Herbst – genau wie jeden Frühling – dieselben wankenden und wirbelnden Veränderungen anstehen, kann man vielleicht ein bisschen genauer hingucken, wie man sich selbst in diesen Zeiten mit Stabilität versorgt, mit Wärme, mit Freude. Verankerungen im Leben, die uns resistent und unabhängig von Wind und Licht und Verschiebungen von Temperaturen und Stimmungen machen.

Der Vollmond leuchtet auf all die eben genannten Themen und Fähigkeiten: Von vorne anfangen. Etwas erschaffen, das es nicht gab. Sich motivieren für ein Ziel, das in weiter Ferne liegt. Mit dem eigenen Instinkt in Verbindung sein, immer klar ausgerichtet auf die eigenen Ziele handeln. Überhaupt: Aktiv sein. Nicht warten, nicht denken. Schritt für Schritt weiter gehen. Einfach weiter, weiter. Nicht stehenbleiben.

Diese Woche gibt uns kreative und effektive Möglichkeiten, etwas Stabiles und Strukturiertes aufzubauen. Denn der Mond verbindet sich aufs Angenehmste mit Saturn, dem Planeten der Ausdauer, der langfristigen Ziele, der hohen Ansprüche und der ernsthaften, gründlichen Arbeit. Gemixt mit dem Tag und Nacht aktiven Starkstrom des Widders kommt dabei natürlich viel viel Kraft heraus, die wir in diesen schaukelnden Herbstbeginn-Zeiten gut nutzen können.

Es ist wie eine Schiffsreise über stürmische Meere, bei der es essentiell ist, ein gut vorbereitetes und wasserdichtes Gefährt zu haben, genau wie eine entschlossene und hellwache Person am Steuer und einen Vorrat an Geschichten, Essen, an Wissen. Wir brauchen das Widderfeuer, dessen starken Willen und Unbeirrbarkeit genau wie die saturnisch bedächtige Selbstversorgung durch gutes Essen, warme Kleider, und das Wissen um die eigenen Ressourcen.

Was ist jetzt und hier, zum Widdervollmond, unser Feuer, unser Instinkt, unser Neubeginn? Wer steuert unser schönes Schiff durch den Sturm? Weiß dieses Wesen um seine Kraft, hat sie einen inneren Kompass, einen klaren Instinkt?

Da Neubeginne immer die eine Seite einer Entwicklung sind, deren andere Seite ein Ende ist, hilft es vielleicht mehr, erst einmal nach dem Ausschau zu halten, was sich dem Ende zuneigt, verabschiedet und schon am Verschwinden ist. Was will schon seit längerer Zeit gehen, was drängt sich auf, was klopft hier wieder an, und warum schaue ich nicht genau JETZT mal dorthin? Was lastet seit Monaten auf meinem Herz und wird nicht leichter? Was will ich nicht länger tragen?

Aber auch andersherum kann es funktionieren: Ist jemand Neues auf dem Weg in mein Leben? Gibt es etwas, das ich auf einmal beginne, einfach so, oder weil es mich schon länger beschäftigt? Diese Dinge weisen auch auf Altes, Abgestorbenes hin. Dort, wo ich etwas beginne, lege ich etwas Vergangenes ab, das gehen kann. Wir machen dasselbe wie die Natur: Altes wird fallen gelassen, Neues wird vorbereitet. Wir schaffen Raum für den Winter, ermöglichen Klarheit für das Wachstum von frischer, lebendiger Struktur.

Bei alldem geht es darum, mit sich selbst und dem eigenen Feuer gut verbunden zu bleiben. Das Feuer fragt auch: Was motiviert mich, was bringt mir echte, wärmende Freude, und was macht mich unabhängig? Wie mache ich mich unabhängig?

Wenn wir diese Antworten erkennen, fühlen, schmecken und genießen können, dann wird dieser Herbst ein Fest, bei dem unsere Unabhängigkeit eine wertvolle Ressouce ist, genau wie unsere selbst generierte Wärme: Denn wenn wir uns darauf einlassen, diese Bedürfnisse des Feuers mitzunehmen in den Alltag und immer wieder zu erfüllen, dann werden wir belohnt mit einem knisternden Feuer der Lebensfreude, das Herbsttage wärmt, das morgendliche Nebel vertreibt und das richtig Lust auf die nächsten Schritte macht (auch auf den Winter).

Aber für jetzt und hier: Spielt mit Eurem Feuer, und wärmt Euch an Euren eigenen Funken, folgt Eurem Gespür für das richtige Abenteuer und die jetzt pulsierende Richtung in Eurem Leben. Es blinkt und funkelt, wenn man gut hinschaut.

Genießt Eure Feuer & alles Liebe!

We are the Ocean

Willkommen in der Weisheit der Fische: Alles fließt.

Das ist ein Grundgefühl, das so tief und umfassend gut tut, dass man am liebsten immer damit verbunden zu bleibt. Die Fische verweisen uns immer wieder auf unsere Verbindung zu allem Lebendigen, auch zu Vergangenem, zu allem, was ist. Sie wissen, dass alles Teil eines Großen ist, alles ist ein Faden im großen Netz, eine kleine Perle in einer endlosen weiten Kette, in der alles seinen Platz hat: Liebe und Angst, Inspiration und Ordnung, Leben und Tod, Traum und Wachsein, Handeln und Abwarten … Alles eins. Alles Teil des Ganzen.

Die Fische sind das letzte der 12 Sternzeichen und dieses letzte überschreitet und erweitert die Qualitäten der vorhergehenden 11 Zeichen: Instinkt und Tatkraft des Widders, Stabilität und Sinnlichkeit des Stiers, Intellekt und Neugier der Zwillinge, Familienverbundenheit und Zärtlichkeit des Krebses, Kreativität und Kindlichkeit des Löwen, Ordnungssinn und Vernunft der Jungfrau, Charme und Diplomatie der Waage, Intensität und Mut des Skorpions, Reiselust und Optimismus des Schützen, Ehrgeiz und Tapferkeit des Steinbocks und auch den Fortschrittsgeist und die Nonkonformität des Wassermanns.

Das ist VIEL. Die Fische umfassen so Vieles und können über alles Kleine hinausweisen, indem sie sagen: diese zahllosen Aspekte des Lebens sind noch lange nicht alles, und in Wahrheit geht es doch um die Seele. Um Erlösung, Erleuchtung, um Heilung von allem Schmerz, um Ganzheit, um endlosen Frieden, endlose Freiheit. Aaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhh! Klingt gut oder!

Das Symbol der Fische sind 2 in entgegengesetzte Richtungen schwimmende Figuren, die mit einem goldenen Band zusammengehalten werden, wie diese Form )-( Dieses Symbol sagt: Beide Richtungen gehören zusammen, innen und außen, Wachen und Träumen, mental und emotional sind eins. Oft scheinen diese beiden Seiten sich zu widersprechen und das ist es, was wir von den Fischen lernen können: Beides zusammenzuführen. Synthese. Magie.

Wie geht das? Manchmal einfach mit einem Blick von etwas weiter weg. Einen Schritt zurücktreten und nochmal neu schauen. Manchmal aber auch hilft es, die Sache ruhen zu lassen und zu träumen, zu malen, draußen zu sein und das bewusste Denken zu dem Thema auszuklammern. Oder den Weg durch die Gefühle zu gehen: Reden, weinen, trauern, lachen, tanzen, singen, Musik machen und rauslassen, was rauswill, egal wie laut, leise, schön, hässlich, einfach sein lassen. Das ist natürlich Übungssache.

Und natürlich ist Kunst immer ein großartiger Weg, dieses goldene Band zu erschaffen. Kunst transformiert Erfahrungen zu etwas Neuem, und sie verbindet verschiedene Ebenen der Erfahrung. Genauso auch bringt sie intuitives Wissen in die physische Welt. Diese Funktion erfüllen auch Yoga, andere Arten von Körperarbeit, Meditation, und natürlich Tanz, Musik, Gesang, …

Was noch? Die Fische wollen uns mitfühlend, liebevoll und anteilnehmend. Auch wenn es nicht immer die richtige Reaktion oder Aktion sein kann, liebevoll zu nicken und zu sagen, „ja, verstehe ich, dass es dir so geht“ – es gibt dennoch viele Momente, in denen genau das helfen kann, sich von irgendwelchen argumentativen Desastern zu lösen und einfach mit dem Herz zu denken, das meistens, ja: Verständnis und Liebe hat. Schon toll, so ein Herz. Macht einen auch unabhängiger.

Argumentieren ist kurzzeitig vielleicht mal erfolgreich, aber wenn es um Leben und Tod und Liebe und Familie und Lebensziele geht, helfen Argumente und Gründe nicht weiter. It´s too REAL to be discussed. LIFE is too real to be discussed. Es will gelebt, gefühlt, geatmet werden. Nur dann fühlt es sich echt an.

Die Fische wissen auch, dass Reden eigentlich Unsinn ist. Dass am Ende alles, was wichtig ist, bleibt und dass wir mit ungeduldigen Menschen-Herzen nicht weiterkommen, sondern dann wachsen, wenn wir Zugang zu dieser Weisheit und Geduld aufbauen, die alles in sich trägt. Ja: Weisheit, die alles in sich trägt, das sind die Fische. Und wir haben diese Weisheit in uns.

Genau wie den Ozean, aus dem alles kommt und in den alles fließt. Überhaupt Fließen: Das ist der Fische-Lebensstil: Nicht widerstehen, sondern mit dem Strom fließen, keine Kraft aufwenden, um zu kämpfen, sondern gleich an das Jetzt anschmiegen und getragen werden. Wie eben schon gesagt, dies soll kein Plädoyer für Teilnahmslosigkeit sein, sondern im Gegenteil eine Inspiration dazu, in den Momenten, in denen wir zu Hektik oder Nervosität neigen, Schweißausbrüche oder Angstgefühle bekommen, still zu werden oder innerlich einen Gang zurück schalten. Sich selbst Mitgefühl zukommen lassen und sagen: Ok, was brauche ich denn jetzt, um mich wieder gut zu fühlen? Was wünscht sich mein kleines pochendes Herz denn gerade? Vor was fürchtet es sich auf einmal?

Es ist ja nicht so, dass es keine echten Anlässe für Angstgefühle und Schweißausbrüche geben würde. Nur sind die ja meist weniger eine wirkliche Hilfe als eher ein Indikator für Unwohlsein, aus dem Gleichgewicht sein, nicht mit den eigenen Befdürfnissen zusammengehen… Und da kommen doch die Fische ins Spiel: Pffffffffffffffffffff, Luft raus, mal auf den Boden legen, oder an einen Baum lehnen oder in der Nacht am Fenster stehen und dem Regen zuhören … Oder auch laut singend duschen.

Dann gibt es auch Momente, in denen es eine große Erleichterung ist, sich vorzustellen, wie dieser Augenblick in 10 oder auch 2 Jahren aussieht, ob wir uns überhaupt daran erinnern werden, und das legt nahe, dass es eigentlich überhaupt nix Großes ist, was uns gerade so beschäftigt. Und wenn doch, dann bringt diese neue Perspektive auf jeden Fall eine andere Haltung, mit der wir uns der Situation nähern können. Eine ruhigere, erfahrene und liebevolle Haltung, aus der heraus keine Kurzschluss-Handlungen gemacht werden müssen. Stattdessen können wir in dem Wissen um unsere Bedürfnisse und Begabungen immer die in dem Moment richtig erscheinende Wahl treffen. Auch das ist Fische-Weisheit: Langfristig auf die Dinge sehen und dabei nicht auf materielle oder statusgebundene Aspekte fixiert sein, sondern spüren, was Herz und Bauchgefühl sagen. Herz und Bauch sind immer ein paar Lichtjahre weiter vorne als der Verstand. Es lohnt sich ganz extrem, sich die Zeit zu nehmen, bis ein kristallklares Bauch-Ja oder Bauch-Nein hervorsprudelt, und dann geht alles andere wie von selbst.

Ich bin übrigens auch für Selbstgespräche. Weil sie ganz gut darin sind, unsere selbstkritischen, total sinnlosen Gedanken auffliegen zu lassen. Und genau so gut kann man mit laut ausgesprochenen, an sich selbst gerichteten Worten sich selbst ein positives Statement machen und eine freundliche Art der inneren Kommunkation etablieren. Da man sowieso den ganzen Tag Sachen denkt oder innerlich mit sich redet, macht es einen großen Unterschied, ob diese Worte und Gedanken liebevoll oder destruktiv sind. Natürlich wäre es das beste, wir lernen, gar nicht mehr zu denken, und Worte und Bewertungen komplett in die Wüste zu schicken. Den Luxus der Freiheit, der Stille im Inneren. Solange wir da aber nicht sind, bin ich dafür, nett mit sich selbst zu reden. Radikal nett! Radikal liebevoll! Radikal lächelnd. Genau.

Ich wünsche Euch ganz viel Verbindung zu der großen endlosen Liebesquelle in Eurem Herzen, und viele erfüllende Momente des Zusammenseins mit allen möglichen Menschen, Tieren und Bäumen und Bergen, Wiesen und Häusern und Blumen … Macht es Euch so süß und liebevoll wie es nur geht! Es gibt kein Ende. Endlose ozeanweite und universenumspannende Liebe. For real.

Und dann noch ganz viel Liebe von mir obendrauf,

Eure Luisa

Endlose Räume zum Anprobieren

Eine freundliche Erinnerung: Wir sind hier, um frei zu werden.

Eigentlich waren wir schon immer frei. Genau wie Adler, Schlangen oder Bäume frei sind. Sie sind nicht für jemanden da, sondern für sich, in ihren eigenen Systemen, für ihr eigenes Lebensnetz. Wie der Himmel, oder die Meere. Wir Menschen erleben aber, sobald wir auf die Welt kommen, spätestens mit 3 oder 4 einen Schock, wenn wir auf so herzensferne Dinge wie Verhaltensnormen, Konventionen, Erziehungsinsitutionen treffen. Mit 20 wissen wir vielleicht gar nicht mehr, was wir wollen und können und was für uns der Sinn des Ganzen ist. Das Leben in dieser Welt desorientiert unseren perfekten heiligen Kinder-Instinkt, mit dem wir alle auf die Welt kommen. Was für ein Desaster! Dann verbringen wir das restliche Leben damit, wieder zurück zu finden, dahin wo wir hingehören, und wo wir herkommen:

Spielen. Träumen. Wissen. Lachen. Direkt sein. Vertrauen. Ins Zentrum der Dinge schauen können. Lieben. Erfüllt sein. Kreativität. Geborgenheit. Mit Tieren und Bäumen, mit Sternen und Bergen sprechen. Das Leben als Spiel und Reise, das Leben als Kette von lauter vollkommenen Jetzts. Schillernd und rund, ganz und unabhängig voneinander.

So könnte es sein, werden, wieder und wieder und jeden Tag aufs Neue werden. Wenn wir bereit sind und wach sind. Wenn wir uns trauen, wach zu sein, beweglich zu sein und jede Perle auf der Kette der Jetzts für sich zu sehen, zu schätzen und glücklich damit zu sein.

Noch eine freundliche Erinnerung: Wir sind hier, um wir selbst zu sein.

Den Mut zu haben, genau das zu tun, was wir wollen, was wir mögen und gut finden EGAL was jemand neben uns oder jemand von früher oder eine ruppige innere Zensur dazu meint. Sich in der eigenen Einzigartigkeit zu spüren ist ein wunderbares Erlebnis. Niemand ist zweimal auf der Erde und nichts ist immer gleich. Wir sind hier, um wir selbst zu sein.

Erinnert Ihr Euch an dieses beglückende Gefühl, sich die Freiheit zu geben, man selbst zu sein, besonders wenn man nicht unbedingt von ermutigenden Menschen oder Umständen umgeben ist und dann entgegen der ängstlichen inneren Stimme die Erfahrung macht, dass doch viel mehr oder ganz andere Menschen als erwartet genau das wertschätzen: Die eigene Art, das besondere und einzigartige des eigenen Wesens. Authentizität.

Wenn heute, am Freitag, der Vollmond in Wassermann steht, dem Zeichen der Befreiung, der Umbrüche und plötzlichen Erkenntnisse, dem Zeichen der Verbrüderung und Solidarität, dann ist Saturn, der uns an Pflichten uns selbst gegenüber erinnert, kurz davor, seine Richtung zu wechseln. Das werden wir mindestens genauso deutlich wahrnehmen wie diesen Vollmond, denn Saturn ist seit dem 14. Juni rückwärts gelaufen, entgegen seiner eigentlichen Laufbahn, und das hat viele „raue“ Erfahrungen gebracht: Widerstände, Hemmungen, das Gefühl, viel härter zu arbeiten als sonst und trotzdem nicht so viel zu erreichen, und allgemein eine Stimmung der gedämpften Gefühle.

Vielleicht hat sich diese Saturnphase auch dazu geeignet, nach innen zu gehen und zu verstehen, wo wir uns selbst begrenzen, einsperren oder unterdrücken. Wo schiebe ich etwas zur Seite, was doch wesentlicher Teil meines Lebens ist? Wo tue ich mir selbst weh, indem ich mich kleiner mache oder inkompetenter auftrete, alsich bin? Wo wünsche ich mir Autorität, Stabilität, Erfolg? Wo kann ich das erreichen, in dem ich mich selbst mehr respektiere, mich ernst nehme, mich als oberste Priorität erkenne?

Saturn ist Ernsthaftigkeit, Struktur, Zielstrebigkeit und hohe Ansprüche, genauso ist er Geduld und Wissen um den richtigen Augenblick und um den Wert der Dauer von Prozessen. Saturn ist wichtig, denn ohne ihn hätten wir keine Struktur und keine klaren Linien. Kein Knochengerüst, keine geraden Schritte, keine Schwerkraft. Er ordnet die schwirrende Materie, indem er das Schwere nach unten, das Leichte nach oben ziehen lässt.

In diesen 6 Wochen der Rückläufigkeit von Saturn sind wir dazu gebeten worden, auf dem Weg zur Ganzheit auch das zu integrieren, was bisher unangenehm schien. Auch das ist Teil von uns, auch Ängste und auch alte Wunden sind Teil unserer Geschichte. Oft hängen gerade daran große Mengen unserer Lebenskraft fest, und dann sind wir blockiert, selbst wenn wir scheinbar „funktionieren“ und „ganz normal“ arbeiten gehen. Achtung Achtung, Saturn sieht jedes sorglos oder mit Absicht vergessene Detail, jeden Schleichweg und jeden faulen Kopromiss. Er richtet sein klares Licht auf diesen wackeligen Punkt und sagt, nachdem wir schon dachten, wir hätten das betreffende Kapitel abgeschlossen: Übrigens, guck doch bitte hier nochmal genauer hin, mein Herzchen, dort gibt es Arbeit für dich.

In den letzten Wochen kann sich also für viele so eine nachträgliche Aufgabe gestellt haben, deren Erfüllung sich jetzt dem Ende neigt: Puh! Bald geschafft, wie schön. Und dieser Blitze schleudernde, stürmisch geladene und ganz anders tickende Wassermann-Vollmond bringt dazu die nötige Tatkraft, denn bei Vollmond kann erstens niemand nichts tun, soviel schwirrt in der Luft, und außerdem hilft uns diese radikale Energie dabei, die geduldige Arbeit am Saturnthema mit Schwung abzulegen. Hier, fertig, guck mal! Kann ich jetzt gehen ?

Die Antwort ist immer unterschiedlich. Aber der Schwung, die spontane Motivation, zu niedrig gewordene Decken zu durchstoßen und Neues zu erobern, kann dieses Wochenende ganz bestimmt helfen, nach vorne zu schauen und das Ziel nicht nur zu sehen, sondern den frischen Wind und die neue Perspektive endlich auch zu spüren und zu wissen: Ja, das habe ich ganz alleine geschafft, hier bin ich jetzt endlich angekommen. Wie viel Freude in der Erkenntnis steckt, unabhängig zu sein und alles genau so machen zu können, wie man es möchte, und nicht ein Grad abzuweichen für irgendeinen Kompromiss.

Also, in diesen Tagen wird Saturn sanfter (ab 2. August bewegt er sich wieder in seiner eigentlichen Richtung), der Vollmond rüttelt am Alten, und wie immer bleibt nichts wie es war und nichts ist je irgendwo festgeschrieben. Wie immer ist alles offen, vielleicht sogar noch offener als je zuvor.

Es gibt keine Grenze, wenn Vision und Bauchgefühl, Motivation und Erfahrung, Fokus und Hingabe alle zusammen in einem Boot sitzen, und das ist ein Fest. Wenn das Ganze von Liebe getragen wird, ist sicher, dass die Fahrt ein spannendes Abenteuer wird und Begriffe wie „normal“ und „funktionieren“ weit weg geschleudert werden können. Ohne sie reist es sich so viel flexibler und glücklicher.

Heißen wir die Freiheit willkommen, reisen wir spontan und dennoch geduldig, hellwach und voller Freude! Ich wünsche Euch ganz große innere Räume, wie Ozeane oder Himmel, in denen Ihr Euch frei und zu Hause fühlt, um in genau die Richtung zu wachsen, die sich richtig anfühlt und schon immer richtig war.

My Own Independence Day

Woaah, ist das unkuschelig! Eine heftige unsichtbare Kraft zieht uns nach vorne. Es windet und stürmt, alles klappert und wackelt. Keine Couchmomente, kein Träumen. Im Gegenteil: AUFWACHEN!

Diese Tage rütteln wie ein Sommersturm an allem, was nicht stabil ist. Die Winde lassen nicht eher los, bis alles Wackelige auf dem Boden gelandet, auseinandergerissen, zerfleddert und auseinander gebrochen ist. Dann kommt auch noch ein schwungvoller Regenschauer hinterher; alles, was jetzt noch nicht kaputt ist, wird auf jeden Fall ziemlich nass. Achtung Achtung – aber wahrscheinlich ist jetzt schon alles passiert und wir schauen uns mit beruhigten Nerven die Verwüstungen an, vielleicht sogar mit einem Käsebrot in der Hand.

Und was sehen wir?

Wir sehen vor allem, dass die Gebäude, die noch da sind, unglaublich fest stehen, gute Fundamente haben und gut verschraubte Türen, Fenster, Dächer … Ja, immerhin! Wir haben das Unwetter überlebt.

Manchmal – das kennen wir alle – nimmt man die kaputten Schuppen und alten löcherigen Kleider von früher trotz allem immer noch mit, auch wenn längst irgendeinem Teil von uns klar ist, dass die nicht mehr schön sind, nicht mehr passen und das man sich darin eh nie richtig wohl gefühlt hat. Man denkt: Oh, ja, also dieser Pulli, der ist von meiner lieben Xyz und diesen Schrank, naja, ich mag ihn eigentlich nicht so wirklich – ABER! Ja aber. Heute ist der Tag, an dem dieses ja aber in den Müll geworfen werden kann.

Bitte, lasst uns mit vollen Armen zu den Mülltonnen gehen, am besten mehrmals, und die ganzen aufgesammelten, bei uns unglücklichen und trotzdem so hartnäckig aufbewahrten Dinge, Gedanken, Gefühle und Ängste mal schön wegschmeißen. SCHÖN wegschmeißen, da gibt es so einiges: Alte Träume, aus denen wir herausgewachsen sind, Kindseinwollen-Gefühle, die uns davon abhalten, Verantwortung zu übernehmen, wenn es angebracht ist, und schief gewordene Beziehungen, in denen wir heimlich immer noch rumgehangen haben. Vielleicht auch das mulmige Gefühl, etwas nicht alleine zu schaffen, und die ebenso mulmige Schein-Erleichterung, dass da jemand ist, der es schon für uns machen wird.

Schon längst war uns klar, dass das nicht mehr passt, dass wir nicht ewig diese Kind-Rolle bei dieser Person einnehmen sollten und dass dieser Mensch uns auch nicht von den Knackpunkten im Leben schützen oder uns gar hindurch tragen wird wie eine schützende Mutter. So ist es – niemand trägt uns hindurch, außer uns selbst, und das fühlt sich, wenn man es erst mal macht, erstaunlich gut an. Selber machen, sich selber tragen, sich ernst nehmen und nicht von irgendwem beschützen und den Kopf streicheln lassen. Sich hinstellen und strecken und sagen: Ok. Ich mach das jetzt. Ich schaffe es alleine, ganz einfach.

Dieser Vollmond rüttelt nicht nur, er schubst auch und er sagt: Werd mal erwachsen, Liebes. Keine Zeit mehr für Jammern, Nörgeln, Warten oder Hoffen, es ist Zeit zu handeln. Niemand tut etwas für dich, wenn du nicht selbst damit beginnst: Loslegen, den ersten Schritt machen, Nägel mit Köpfen, das Fundament legen für das nächste Gebäude im inneren Paradiesgarten.

Denn wir wollen ja Schönheit, Liebe, Raum, Freuden, Abenteuer, Frieden, Freiheit, Spaß und Glücksgefühle, Leichtigkeit und Erfolg, außerdem auch Erfüllung und Herausforderungen und noch mehr Liebe, oder? Ja, klingt schon gut: aber es kommt nur dann, wenn wir uns selbst ernst nehmen und aus der Kinder-Perspektive rausklettern. No more being small. No more looking up to anyone und no more waiting on anybody´s permission to do something. Oder so:

When you realize that every stressful moment you experience is a gift that points you to your freedom, life becomes very kind.“ (Byron Katies fb Seite, 1.7.2015)

Dieser Vollmond ist ein Katapult, da er zusammen mit Pluto am Himmel steht, beide im Zeichen Steinbock, was massiv auf baufällig gewordene Zustände, Situationen, Beziehungen hinweist. Und das nicht sachte, sondern laut und krachend. Eher taktlos. Es gibt also null Chance auf jegliches Hindurcheiern oder Drunterwegducken. Alles kommt auf den Tisch, ich kann es auf jeden Fall aus meiner Erfahrung heute bestätigen.

Unangenehme bis schockierende Momente (Sturm fegt über unstabile Häuser, leichte Panik kommt auf, alte Gewohnheiten werden zerstört), die später eine gereinigte, windstille und vollkommen neue, leere Landschaft hinterlassen. Es ist klarer geworden, was zu tun ist. Es gibt mehr Licht und mehr Konzentration, um den Weg nach vorne zu sehen. Alles ist heller, neuer, handfester. Als hätten wir vorher aus Gummi, Papier und Watte unsere Häuser gebaut, wollten wir doch aber gar nicht! Also diese Art Aufräum-Prozess könnten wir jetzt wahrscheinlich alle auf die eine oder andere Art durchlaufen. Nach dem Aufräumen geht es einem ja eigentlich immer gut. Auf einmal so viel Platz! Licht! Man kann dann auch viel besser tanzen, arbeiten, schlafen, lesen, faulenzen und überhaupt.

Ich wünsch uns einfach hammerviel Spaß am Großsein, Erwachsen sein, Entscheidungen treffen, Wachsein, Nein sagen, klare Worte finden, Ausdrücken des eigenen Willens, Ja sagen, selbstständig handeln, unabhängig sein und werden, jeden Tag.

Es ist so eine pulsierende Kraft darin, jeden Tag und immer wieder und auch wenn es ziept den Weg zu wählen, der zu Wachstum und Überwindung der alten Schranken führt. Das ist der Weg, der manchmal dunkler und gefährlicher scheint, denn die Belohnungen hängen nicht nett und blinkend auf jedem Baum längs des Weges auf Augenhöhe, sondern sind ab und zu versteckt in einem Gebüsch, eingepackt in ein Bündel schmutzigen Stoffes oder warten hoch oben auf dem Baum. Vielleicht gar in einer Höhle neben einem Felsen. Wo auch immer: Man muss sich erst mal auf den Weg machen und der Weg ist das Beste, was es gibt.

Es gibt so viel zu entdecken!

Ich schicke Euch von ganzem Herzen: Innere Klarheit, Entdeckungslust & das herrliche Kitzeln wacher Sinne,

xoxo die astrologin

Mit knisterndem Feuer in den Sommer

Ein Saal voller Kerzen, orientalische Musik, Trommeln, und ein besonderer Duft im Raum.. Goldene Platten mit feinsten Gerichten, glänzende Trauben, süße Pfirsiche, Schälchen mit warmen Nachspeisen, Zimt, Weingläser und dampfende Mokkatässchen, bauchige Kannen mit Tee.

Riesige Stoffbahnen bedecken Wände, und weiche ausladende Kissen und Decken machen das Sitzen und Liegen so, dass man die Zeit nicht vergehen spürt. Es ist wie ein Fest, das Tage dauert, eine heilige Zeremonie, eine feierliche Zusammenkunft von friedlichen, ausgelassenen, herzlichen Menschen. Alles strahlt Wärme, Gold, Zeit, Luxus und positive Gefühle aus.

Alles leuchtet von innen und macht das Dasein ausgefüllt mit einer Gewissheit, dass jetzt jetzt ist und hier hier. Nichts muss anders sein, als es genau jetzt ist. Das zu erkennen ist eine große Freiheit.

Wenn am 2. Juni der Vollmond im Feuerzeichen Schütze steht, dann ist das genau so ein Fest, und anders als noch im Mai, als der Skorpionvollmond eine ganz innerliche Hineinfühlzeit ermöglicht hat, wird diese Zeitqualität heute und bis Mittwoch nun ganz feuerglühend und erwärmend. Denn das Schützefeuer ist eines, das alle in einem Kreis um sich versammelt, es fordert zum Tanzen, zum Lachen und zum Leichtsein auf. Es lädt ein, fallen zu lassen, was vernünftig und planbar ist, zieht uns in Richtung Vergnügen und Feiern, Offensein und Fülle.

Man kann diese Erfahrungen in sich selbst entfachen – wie eine Meditation oder Traumreise, in sich gehen und diese Räume und Stimmungen spüren – und genauso auch ein Fest organisieren, um diese Verbundenheit und Wärme mit den Menschen zu teilen, die das genauso genießen können wie man selbst. Es ist ein Wunsch nach Abenteuer, eine Lust auf das Eintauchen in Fülle des Lebens.

Ich hab schon mal damit angefangen, mir am Nachmittag glamouröse Augen zu malen. Damit ging ich in den Regen und kam glücklich und mit nassen Füßen eine Stunde später zurück, die Augen immer noch feierlich, der Rest triefend wie dieser Tag heute … Aber ja: dieser ganze Regen, der immer wieder anfängt, für kurze Zeit verschwindet, und wiederkommt – ist ein Hinweis auf eine ganz andere Himmelskonstellation: Neptun, Planet der Verschleierung, der Inspiration, des Chaos, der Kunst, der Musik, der Hingabe und des Mitgefühls, steht zum Vollmond in einer eher unentspannten Position, die in der Astrologie Quadrat heißt (ein Winkel von 90°) und auf herbe bis anstrengende Gefühle hinweist. Aber keine Panik, das muss nicht so sein, kann aber, und dann ist es gut, sich was zu überlegen, um nicht in diesen Wasserblues, Opfergefühls-Schleifen-Modus oder ähnliches zu geraten.

Alle Planetenkräfte kann man sinnvoll für sich nutzen. Neptun schreckt diejenigen ab, die sich mit ihren Gefühlen nicht gut verstehen, die also eher weggucken, wenn sie etwas spüren und es dann am liebsten noch obendrauf betäuben mit einer Droge (z.B.). Das ist ziemlich destruktives Verhalten.

Was man aber gut machen kann mit Neptun ist Träumen (bei Musik zum Beispiel) oder Singen oder selbst Musik machen. Auch wunderbar ist Baden, Schwimmen und am Wasser sein, die feuchte Luft atmen und dieser Gefühlsintensität Raum geben (sowieso immer ein gutes Rezept, dem, was da ist, Aufmerksamkeit und Platz geben, das ist wunderbar, wie sich alles sofort entspannt und man was draus machen kann). Diese Dimension spielt mit bei diesem Vollmond; eine ganz tiefe Wasserangelegenheit, höchst emotional und durchaus ganz anders als diese Feuerpracht des Schützen. Allerdings kann man Neptun auch als unseren inneren Künstler sehen und so macht es schon Sinn, diese Schütze-eigene Lebenskraft dazuzunehmen. Visionen pflegen, überhaupt kreativ mit allem, was kommt umgehen, das ist eine harmonische Zusammenarbeit der beiden Energien.

Eine dritte Aktivität am Himmel will ich Euch kurz vorstellen: Merkur wandert rückwärts. Da Merkur, ganz anders als Neptun, in unseren irdischen Leben für Kommunikation und Denken, alles Mentale und Rationale steht, heißt das: Unser Denken hat es ein bisschen schwerer. Unsere Logik ist öfter mal überfordert. Ich beobachte Missverständnisse und Vergesslichkeiten. Dieser Merkur hat auch damit zu tun, dass man Dinge, Prozesse, Themen und Menschen aus der Vergangenheit noch einmal anschaut, z.B. alte Freunde trifft, oder eine noch nicht beendete Angelegenheit endlich zu Ende bringt (z.B. eine Arbeit, die lange liegengeblieben ist). All das passt in die „rückwärts gewandte“ Aufmerksamkeit, die Merkur uns seit 19. Mai und noch bis zum 12. Juni anbietet. Man kann Dinge erledigen und abschließen, die wichtig sind, und fühlt sich danach besser. Und alte Freunde treffen ist auf jeden Fall etwas Schönes. Innere und äußere Aufräumzeit, Zeit für Ordnung und Neusortierung. Bereitmachen für die nächsten Schritte, die ja nur dann groß und schwungvoll sein können, wenn man das Gerümpel hinter sich aufgelöst hat.

Damit wir aber nicht in Vergangenheits-Gedanken verharren und den Schützevollmond trotz Neptun und Merkur gebührend feiern, komme ich hier nochmal zurück auf den Planeten des Zeichens Schütze, das ist Jupiter. Er ist der größte Planet, im Vergleich mit allen anderen des Sonnensystems ein Gigant. Die Erde: wirklich ein kleines Kügelchen daneben. Also das hier ist GRÖßE. Was ist Euch nicht groß genug, was kann noch WACHSEN? Was braucht noch Raum, noch Arenen von Zuschauern und Zuhörern, was sehnt sich in Euch nach EXPANSION?

Diese Großbuchstaben sind das Mindeste, was ich benutzen kann, hier am Schreibtisch, damit wenigstens eine Spur Expansion überspringt zu Euch. Jupiter sagt, in jedem von uns: Grow, GrOw, GROW !!!! Grow without even thinking to stop, grow without hesitating, grow a little bit everyday, every minute, grow and make your visions and dreams grow, never stop watering them, never stop loving them.

DREAM BIG, DEAR FRIEND: Nachdem wir letzten Monat so existenzielle Begegnungen mit unseren schönen und hässlichen Monstern hatten und vielleicht auch eine Skorpionparty, wie ich sie mir und Euch so sehr gewünscht habe, ist jetzt ein neues Kapitel dran, das uns nach außen, in die Fülle der unterschiedlichen menschlichen Beziehungen, in die Fülle des gemeinsamen Lebens und in die Wärme der positiven Momente katapultiert.

Nachdem wir uns auf ein ruhiges Sofa zurückgezogen haben und in die Monsterwelt eingetaucht sind, uns die Schatten des eigenen Innenraums angeschaut haben, können wir umso ausgelassener aus diesen Tiefen hervorspringen, wie ein Wal, der Stunden unter Wasser geschwebt ist und jetzt SPLASH! daraus hervorbricht, voller Freude und als würde er lachen.

Das ist die Energie dieses Schütze-Vollmonds, er ruft uns laut und klar zu:

Komm raus! Werde größer! Strahle noch mehr! Geh noch einen Schritt weiter!

Wachse, Herz, damit du trotz der Neptun-Nässe und Wässerigkeit dem Tag eine lodernde Flamme aufsetzen kannst, und nachts mit einem Lächeln zurückschauen kannst: Du machst die Welt wärmer, knisternder und leichtherziger, du hast sie verwandelt, vergrößert, verschönert und geschmückt.

Du bist eine Bereicherung, eine Schatztruhe, eine Kostbarkeit und ein Glück. Du bist genau richtig hier und jetzt ist der Moment, in dem wir hier alle zusammen leuchten, tanzen, lachen, knistern und strahlen können.

Lasst uns das Feuer teilen! Lasst uns feiern! Lasst uns Luxus genießen! Keine halbe Regensachen, zögern, warten: Nein! Dafür ist das Leben viel zu spannend. Und stellt Euch mal vor, wie schön es wird, wenn wir alle unsere eigenen Feuer zusammenflackern lassen mit denen unserer Freunde und Geliebten und Teams und Familien, wie riesig und jupiterhaft dann dieses Fest strahlt.

Viel Spaß mit Eurem Feuer, mit all der Liebe und Fülle, lasst uns abenteuern!

xoxo

Wild und stark und für immer meins.

Willkommen im Abenteuer dieses Vollmonds:

Unendlich große Hingabe, tiefste Leidenschaft und mutige Raubkatzensprünge.

Wir sitzen hier in einem Boot, das unter Wasser reisen kann und sich über Zeit und Raum hinaus bewegt. Dieser Vollmond nimmt uns mit und berührt eine Instanz in uns, die uns weise erinnert: Das Leben kann man nicht kontrollieren. Dieses Wissen um die lebensnotwendige Hingabe an das nicht kalkulierbare, das Chaotische, das Wilde und Freie, das Anarchische und das vollkommen Beglückte in uns ist jetzt hell erleuchtet und wie ein gesundes großes Herz pumpt diese Wildheit in unserem Leben, so dass wir diesen Puls spüren und nicht wegreden oder zur Seite schieben können: Es ist da, es ist DA.

Welche Bilder findet ihr für das Wilde, das Unerforschte in euch, das Große, das Machtvolle?

In der Tradition gibt den Phönix, den aus seiner eigenen Asche auferstehenden Vogel (der bei Dumbledore wohnt). Oder die Schlange, die verknüpft ist mit sexueller Energie, aber auch mit dem Ursprung der Welt und der Einheit von Anfang und Ende, genau wie mit der Kraft des Skorpions, sich neu zu erschaffen, wie die Schlange es mit ihrer Häutung tut. Andere Tiere, die oft mit dem Skorpion, mit diesem Symbol für unsere innere, fruchtbare Dunkelheit und Macht, unser tiefes Wissen und unsere stärksten Gefühle verbunden werden, sind Panther, Krokodil, Hai, Tintenfisch, Geier, Hyäne, Spinnen, Echsen. Auch Drachen. All das sind geballte Kräfte der Zerstörung, des Angriffs, des Kampfes. Ebenso große Kräfte der Regeneration (die nachrückenden Zahnreihen des Hais und die Fähigkeit des Geiers, aus Aas Nährstoffe zu machen, die heilende Wirkung des Drachenblutes).

Es gibt in uns etwas Großes, etwas mindestens Panther-Hai-Schlangen-Drachen-Großes, das in unserem Alltag auf die Bühne will. Ja, unbedingt! Wenn es nicht darf, und ES hat auf jeden Fall entweder ein starkes Gift oder scharfe Zähne und Krallen, dann wird es bitter, gärt, wird sauer, und macht uns richtig krank. Isst uns auf, von innen. Und dann meistens auch andere, unsere Familie, unsere Beziehung, unseren Arbeitsplatz. Unseren Körper sowieso. Skorpionische Prozesse sind nicht nur nicht diplomatisch, nicht leicht und nicht nebensächlich. Es geht immer um das Ganze, um etwas Essentielles.

Zum Beispiel? Eine tiefe Verlustangst, die vielleicht aus einer schmerzhaften Erfahrung in der Kindheit kommt. Zeigt sich später vielleicht in der Angst, sich einem Partner zugehörig zu fühlen, so dass man sich in Affären flüchtet. – Oder ein ziependes Misstrauen, ein verschlossenes Herz, ein alter, vergorener Groll, der in fiesen kleinen Sprüchen herausschießt, weil es (noch) nicht anders geht. – Vielleicht ist es auch die Verdrängung, selbst so eine Wunde im Herzen zu tragen, die macht, dass wir auf andere zeigen, die schlechter, kranker, kaputter oder „böser“ als wir sind.

Auf jeden Fall braucht all das von uns nichts anderes als Verständnis, Zeit, Aufmerksamkeit. All das Bittere kann verwandelt werden. Das ist Skorpionmagie: Die Alchemie der Verwandlung. Man nimmt etwas Stumpfes und verzaubert es in helles Gold.

All die Angst kann behutsam und über lange Zeiträume hinweg aus unserem System gespült werden, all die selbstzerstörerischen Gewohnheiten können gehen, wenn wir uns ihnen stellen und alle Lebenskrisen führen zu einer neuen Intensität und Schönheit des Lebens, wenn wir es uns erlauben, neu geboren zu werden.

Nichts ist unbeweglich. Nichts ist dazu da, um unbeweglich zu sein. Wenn wir viel Skorpionenergie in uns haben, dann fällt es uns schwer, Dinge einfach passieren zu lassen, voller Vertrauen und Liebe in unsere Umgebung, in unsere Familienmitglieder, Freundinnen, Arbeitskolleginnen und überhaupt in die Menschen. Dann wollen wir alles formen, bestimmen, leiten, beurteilen und kontrollieren, wollen alles wissen, verstehen; niemals auch nur den Funken von Unbeholfenheit zeigen, und dabei sind wir angespannt bis zum Zerreißen, autsch.

Wenn wir solche Plutonier sind, d. h. Menschen mit einem starkes Pluto (der Planeten- Repräsentant des Zeichens Skorpion) in unserem Horoskop, dann hat das einen guten Grund und nichts damit zu tun, dass wir schlechter, dunkler oder bitterer sind als andere. Wie gesagt zeigt dieser Planet/ seine starke Präsenz im Horoskop auf eine Erfahrung, eine vielleicht generationenübergreifende Geschichte der Familie oder eine bestimmte, vermutlich schwierige Situation für das Kind.

Aus dieser Situation bastelt sich das Kind die Welt, und so entstehen Dinge wie Schuldgefühle (wenn es z B für die Eltern sorgen musste, statt dass es umsorgt wurde), oder Scham (wenn bestimmte Themen nie besprochen wurden oder schon die Eltern/ Großeltern in Furcht vor dem Tabu lebten), oder Rachegefühle und tiefe, verschluckte Wut (wenn es immer wieder ungerechte Situationen erlebte und sich ohnmächtig fühlte). Später könnte daraus entstehen: Kontaktabbrüche, Krisen und heftige Konfrontationen. Der Schmerz geht nicht weg, wenn man ihn durch das ganze Leben trägt. Er wird schwerer und dichter.

Das sind nur grobe Beispiele. Mir ist hier nur wichtig, zu entmystifizieren, was immer um den Skorpion herumgewabert wird, und zu benennen, was der Grund für all das Skorpionhafte in uns ist: Schmerzhafte Erfahrungen. Der frühe Verlust einer wichtigen Person, die Trauer um jemand Verstorbenen, Trauer über eine kranke oder ferne Person in der Familie, Ohnmacht angesichts einer als sehr ungerecht empfundenen Situation, Verlassenwerden von einem Elternteil, die Bedrohung durch Autorität oder Gewalt eines Elternteils, für ein Kind überfordernde Erfahrungen mit Depression, Alkoholismus, psychischen Krankheiten in der Familie …

Das Kind wird Schuldgefühle, Scham, ein starkes Kontrollbedürfnis, Rachegefühle, Misstrauen, Ängste und anderes spüren. Es wird seine Gefühle gut verbergen lernen und später oft für „cool“ oder souverän gehalten werden, was eine skorpionische Überlebensstrategie ist. Auch wenn nach außen alles ruhig ist, wird innen ein Orkan toben oder ein Erdbeben stattfinden. Diese gewaltige innere Dynamik und verborgene Stärke fühlt sich an wie der Stachel (Symbol des Skorpions) oder die scharfen Zähnen oder das tödliche Gift: Eine zerstörerische, sehr schmerzhafte Kraft in der Persönlichkeit, die erlöst werden will.

Die Herausforderung besteht darin, aus diesen Gefühlen, diesem wahrhaft bedrohlichen und tonnenschweren Riesengebirge an Gefühlen, etwas NEUES zu machen. Etwas Neues aus dem Alten erschaffen, ein kreativer, mutiger, tapferer Akt.

Und es ist erst mal nicht selbstverständlich, kreativ und mutig zu sein, wenn man unter so herben Bedingungen Kind gewesen ist. Man fühlt sich ungenügend, falsch, nicht gesehen, nicht geliebt und sucht nach Erklärungen, sucht sich einen Weg durch das Dickicht.

Wenn wir aber an den Punkt kommen, dass wir sehen, wie wir uns dabei verletzen, dann haben wir die Wahl, etwas anders zu machen. Sobald wir dieses schwere Gepäck identifizieren, sind wir nicht mehr Trägerinnen seines Gewichts, sondern lernen es kennen, werden Expertinnen unserer eigenen Dunkelheit.

Dann geht ein Licht an und wir sehen vielleicht einen Weg, wo vorher nur diffuser Nebel war. Oder wir hören von einer Therapeutin, die nicht jahrelang jede Woche ein Treffen machen will, sondern anders und effizienter arbeitet. Oder wir sprechen mit einer Bekannten und erfahren, dass unsere so verbitterte Nachbarin plötzlich Yoga macht und singt. Was weiß ich, alles ist möglich. Der Weg kann jede Sekunde beginnen. Er ist immer da.

Dieser Vollmond beschenkt uns mit der Untersee-Reise, auf der wir vielleicht Haie, Tintenfische oder andere riesige eigenartige Wesen treffen, und das ist eine große Sache. Vielleicht finden wir ein Bild, das uns hilft, diese scharfen Zähne oder Krallen liebzugewinnen. Einfach gut zu finden!

Denn jeder Planet, den wir im Horoskop haben (wir haben 10), steht für eine wichtige Energie in unserer Persönlichkeit, die nicht so sehr will wie Anerkennung von uns. Wenn wir die „unschöne“, die zu haarige, zu giftige, zu große Energie in uns (repräsentiert durch Pluto) permanent wegtreten, IH, du bist eklig! rufen, dann wird sie nicht verschwinden, sondern umso lauter und massiver wiederkommen, vielleicht in Träumen oder in Begegnungen oder in den Worten unseres Gegenübers.

Irgendwo hat jede von uns einen Pluto, eine Skorpionkraft, die singen, tanzen, leuchten will. Die will, dass unsere Freunde sie kennen lernen, darf ich vorstellen? Ein Tintenfisch mit Mikro, der ein trauriges Gedicht rezitiert, und sich danach schüchtern verbeugt, ein Hai mit rosa Kleid und in Tränen, der eine Umarmung will, ein wetterndes Krokodil mit Hut und Goldkette, das sauer ist wegen eines ungeschickten Wortes von gestern. Ein sentimental schunkelnder Geier (ich denke an König der Löwen), und wie wäre es mit einem glitzerbesprenkeltem, grinsendern Panther? Einer Vogelspinne mit E-Gitarre, einer voller Inbrunst Schlagzeug spielende Fledermaus? Oder ein hüpfendes Skelett?

Die wollen alle Spaß haben. Fette Herausforderung in unserer Kultur, an jede von uns. Ist aber trotzdem möglich, und wozu sonst sollte man leben, wenn man solche Reisen verschmäht, die jede Faser von uns aufwecken und bewegen? Und was für einen Spaß WIR haben werden, wenn wir ihn den Spinnen, Panthern, Haien und Krokodilen in uns geben! Ich bin wirklich von ganzem Herzen gespannt darauf. Am liebsten würde ich eine Skorpionparty machen.

Da wir genau so viel Licht haben, wie wir Mut haben, zu unserem Pluto zu stehen, habe ich diese schöne Ansage von Panache Desai (3.5.2015, Facebookseite) ausgesucht:

Don´t curb your luminosity in order to make others feel comfortable in their mediocrity.

BE YOU!

Himmelstür und Lichtgebirge? Hier lang!

Welcome to the New Age, Darling.

Es ist an der Zeit, ein bisschen größere Räume aufzumachen.

Seit 2012 sind wir im New Age, und seitdem sind wir durch Schleudergänge, Hochspannungsräume, Konfrontationen und Veränderungsprozesse gegangen. Innen und außen, leise und laut, alles dabei. Wir sind kurz davor, daraus entlassen zu werden mit neuen Superkräften, um auf der anderen Seite des Vorhangs herauszutreten. Bevor es aber soweit ist, gibt es an diesem Osterwochenende noch einmal eine von den Planeten wild orchestrierte Begegnung mit uns selbst. Wie eine letzte Untersuchung, eine Probefahrt für den Auftritt im neuen, saubergespülten und umgebauten Leben.

Die letzten 3 Jahre, seit Sommer 2012, waren dazu da, um uns zu zeigen, was alles NICHT mehr geht. Was nicht gut für uns ist, auch wenn wir es unser Leben lang sorglos praktiziert haben. Es ging um notwendige Erfahrungen des Scheiterns, des Zusammenbruchs, des Es! geht! nicht! mehr! All das war intended, supposed to happen, vom Universum absichtlich möglich gemacht. Ja.

Vieles ging zu Ende, und es sollte so sein. Vieles, das anfing, hatte mit intensiven Herausforderungen zu kämpfen. Die Versuchung, es hinzuschmeißen war so gut wie immer in der Nähe. Und das, was schon lange andauerte und jetzt immer noch da ist, hat sich sehr sicher in den letzten 3 Jahren sehr verändert. Vielleicht ist es sogar kaum noch wiederzuerkennen. Das macht Sinn, denn sonst wäre es nicht mehr da. Diese Zeit funktionierte wie eine Eintrittskarte in das neue Zeitalter. Wer nicht durch diese Jahre mit ihren Strömungen, Stürmen und Tunnelgrabungen hindurch geklettert ist, kann nicht eintreten in das, was jetzt in diesem Monat, in diesem Frühling neu beginnt, the New Age.

Für das Neue muss man all das entwickelt und ausprobiert haben, was in dieser wilden Transformationsphase erforderlich war: Flexibilität, Mut, Konfrontation mit dem schwierigsten Teil der eigenen Persönlichkeit, mit dem zittrigsten Schwachpunkt, der tiefsten Angst – und Annahme dieser Seiten, so dass sie zu einem geliebten Neugeborenen werden konnten … und Liebe, als Königsdisziplin, als Supreme Power, als wahre Superpower.

Und dann jetzt, kurz bevor dieser extreme Prozess sich dem Ende nähert, noch einmal ein vollständiges Programm, eine letzte Reinigung von Kontroll-Bedürfnissen und eine Aufforderung, die letzten Klammer-Haltungen aufzugeben. Das kommt von der Sonne-Pluto-Verbindung am Ostersonntag, die auf den Mondfinsternis-Vollmond folgt. Pluto geht immer bis ans Äußerste und erwartet dasselbe von uns.

Es wird nicht langweilig, wie es auch in den letzten Jahren nie langweilig wurde, eher war es das Gegenteil: Das Bedürfnis nach „Normalität“ – nach Alltag ohne großes Nachdenken – nach Vertrautem und vielleicht Banalem im Leben ist immer mehr gewachsen und das ist gut zu verstehen. Wenn man ständig mit seinen tiefsten Ängsten, einem lange umkämpften Lebensbereich, oder einer sehr schwierigen Beziehung am Ringen ist, sucht man Inseln von statischem, sicherem Glück und Frieden, nur um mal verschnaufen zu können.

Und jetzt, nach all den vielen Monaten heftigster innerer und äußerer Prozesse, willkommenen oder misstrauisch beäugter Erderschütterungen, ist es soweit, dass wir uns freuen können auf den neuen Anfang. Der ganze April kann ein einziger neuer Anfang sein, wenn wir bereit dazu sind. Was die Planeten – inklusive Vollmond – deutlich machen, wie immer weise und gut abgesprochen:

* In all dem Trubel und Wachstum ist, ist es überlebenswichtig, positiv zu bleiben oder es spätestens jetzt zu werden, und zwar von ganzem Herzen, nicht nur äußerlich.

* Wenn es sich zwischendurch anfühlt, als wäre das Gehirn eine Festplatte, die gelöscht wurde, dann ist das Teil des Wachstumsprozesses, weil alte Gedankenmuster gehen oder schon gegangen sind und wir Platz brauchen für neue, herzbasierte und intuitive Gedanken.

* Innenwelt und äußere Umgebung wollen bereit gemacht werden für eine schöne, gesunde und verwandelte Zukunft, in der wir glücklich, ganz und kraftvoll sind. Das heißt auch: Öffne Dir einen Raum für positive Zukunftsvisionen, für echte, tief empfundene Zuversicht und Hoffnung.

* Wenn jemand hartnäckig glaubt, ohne innere Veränderung und Offenheit für die neue Zeit mit der abgetragenen Ich mach es wie immer – Lebenseinstellung davonzukommen, dann kommt jetzt der Weckruf: Weg vom selbstgebauten Alltagskäfig, Raus aus dem Haus, Rein in den Ozean Deiner Heftigsten Gefühle, Du musst schwimmen lernen, JETZT. Keine Ausrede, kein Ich kann nicht, und erst recht keine faule Abkürzung.

* Alle, die wach und tapfer eingegangen sind auf die Konflikte, emotionalen Prozesse und Veränderungsbotschaften seit 2012 werden jetzt spüren, wie die Spannung und die Extreme milder und weicher werden, wie die „Temperatur“ sinkt und wir uns tatsächlich einem neuen Leben, inklusive netten Kaffeepausen und vertrautem Alltag, nähern. Schon nächste Woche könnten wir wieder einen Fuß auf das Festland setzen, oh wie göttlich!

* Und: Erlaube Dir, ein zutiefst glückliches Ich zu sein; also gibt es als Schlusswort diesen Zauberspruch :

When you accept and love yourself, amazing things happen.

Panache Desai auf seiner facebook-Seite, 3.April 2015

Es geht auch einfach

Heute war ein Tag, an dem die Welt für mich ganz einfach und richtig aussah. Alles Sinnvolle und Praktische hat sich leicht wie nebenher erledigt, so dass es sich gar nicht wie ein ganzer Tag angefühlt hat – eher wie ein kurzer Ausflug. Jetzt ist es mitten in der Nacht und ich frage mich, was ich Euch zu dem Jungfrau-Vollmond erzählen will.

Vor allem das: Er steht für einen praktischen, einfachen, vernünftigen Zugang zu den Dingen. Da der Vollmond immer den Höhepunkt einer Entwicklung anzeigt, der zu Neumond begann, ist es nützlich, zu schauen, wo wir uns vor zwei Wochen, am 19.2. befunden haben. In Fülle, Freude und Zufriedenheit? In umkämpftem Gebiet, in Trauer? In Unentschlossenheit oder Hingabe an etwas Schönes? In Bearbeitung eines bestimmten Themas? Im Urlaub?

Jedenfalls erinnere ich mich, eine Tasche voll Kleider ausgemistet, ein Horoskopauftrag erfüllt und das Dokument abgeschickt, einen Leopardenmusterrock getragen – der nur an bestimmten Tagen von besonderer Feierlichkeit  ausgepackt wird – und wegen einer braindead situation vor dem Bildschirm das Haus verlassen zu haben, um einen Spaziergang auf dem Feld zu machen, der mein Gedankenwerk wieder ins Fließen brachte, so dass ich im Cafe viele Ideen einfangen konnte. Und eine euphorische Nachricht auf fb zu dem Eintritt der Sonne in das Zeichen der Fische habe ich geschrieben. Gehüllt in Zartheit, Weichheit, und ganz leise, so war dieser Tag…

Das war meine Version, kurz gesagt. Wie war Eure? Gab es Euphorie? Ausmisten? Ganz anderes? Jetzt sind wir am Ende der Mond-Wachstums angelangt und haben die Chance, alles, was auf dem Weg passiert ist, auf dem kurzen und doch langen Weg der letzten beiden Wochen, zusammenzubringen und als Ganzes zu betrachten:

Was bin ich in den letzten 2 Wochen geworden? Wohin hat mich mein Leben geführt? Welche Dinge habe ich gesehen, genossen, erkannt?

Das Schöne an der Jungfrau ist ihre Klarheit und Systematik. Darin entwickelt sie auch die kreativen Impulse des Löwen (Vollmond im Löwen war am 3.2., siehe Eintrag Love, love love!) weiter und sorgt dafür, dass sie zu etwas Brauchbarem, Sinnvollem, Ganzen werden, das Struktur und Anfang und Ende hat. Die Jungfrau feilt die Kanten ab, so dass wir am Ende tatsächlich ein benutzbares Möbelstück haben, statt eines exzentrischen Holzhaufens.

Wer Jungfrau-Anteile im Horoskop hat, kennt wahrscheinlich diese Situationen: Man arbeitet an etwas, das man gut kann, worin man Expertin ist. Trotzdem gibt es eine innere Stimme, die immer eine Anspruch-Haltung ausdrückt, weitertreibt und sagt: Nein, so ist es noch nicht gut. Nee, dieses hier muss noch anders werden. Die eine Stelle klingt lächerlich/ Diese Suppe ist nicht perfekt gewürzt/ Hier müsste der Stoff anders genäht werden, etc.

Das sind die entwicklungsbedürftigen Erscheinungsformen von Jungfrau: Overdoing it mit Kritik, Überexaktheit, dämonischem Perfektionismus. Sich viel zu selten löwisch loben und zelebrieren, Goldglitzer über sich selbst schütten oder sich zu einem Riesenstück Kuchen einladen, sondern vielmehr sehr oft in dem Leistungs-Denken und Pflichtbewusstsein wie hinter einer harten Schulbank sitzen – das ist die herausfordernde Seite der Jungfrau-Eigenschaften.

Was kann da helfen? Das Gegenteil, das im Tierkreis und im Jahreslauf direkt gegenüber liegende Zeichen: Die Fische. Sie sind im anderen Extrem zu Hause – in der Weite des Universums, in Musik, in Tanz, in Verbindung mit der Natur, allem, was groß und weit und voller Energie ist. Diese andere Perspektive bringt der Jungfrau im besten Fall Erleichtung, Aufatmen, sich mit einem Mal entspannende Nackenmuskeln. Sie ist ihr metaphysischer Gegenpart, ihre Medizin.

Aber die Jungfrau kann sich auch mit ihren eigenen Gaben heilen: Mit dem fantastischen Detail-Blick, der eine schöne und kostbare Gabe ist. Jungfrau-Anteile im Horoskop bescheren einem Menschen diese Fähigkeit, jeden noch so kleinen Tippfehler auf einer Seite sofort zu entdecken, genauso fällt ihnen ein Ungleichgewicht in jeglicher Einrichtung instinktiv auf, oder ein etwas ungleichmäßiger Lidstrich, aber dann wieder sind sie auch für die göttlichen Details offen, was sehr viel Glück freisetzen kann: Wir finden einen Marienkäfer auf einem Baumstamm, eine kleine Raupe mitten in einem Gewirr allergrünster Pflanzen, oder vielleicht auch eine vermisste Winzigkeit irgendwo auf dem Boden.

Eine andere Quelle der Freude in Jungfrau-Wahrnehmung ist Gesundheit, gutes Essen, Bewegung, frische Luft, Reinheit, oder Rawfood, Smoothies… Jungfrau-Stil ist puristisch und schlicht, eher zu wenig als zu viele Farben und eher der Duft nach frischem Heu als ein Parfüm. – Bei unserem Stadtleben mit Tausenden von Gerüchen, so viel Weißmehl- & Zucker- und anderen Müllprodukten vor unseren Augen, ganz jämmerlich wenig Heu und auch wenig Schlichtheit tut ein Jungfrau-Vollmond bestimmt ganz gut!

Lasst uns auf all das Reine, Klare, die frische Luft, einen Garten, einen Vogel, den Himmel, einen Brokkoli oder einen Rotkohl schauen, lasst uns durch die Details die Freude über das große Ganze wiederfinden: In den ganz kleinen Dingen kann man sehen, dass die Welt einfach und richtig ist, und vielleicht am richtigsten da ist, wo sie einfach ist. Oder so.

Mit all unseren kritik-nörgelnden Stimmen, Fehlersuch-Blicken und unserem so selten lockerlassendem inneren Hyperanspruch: Wir haben immer auch den herrlich praktischen, geradeaus gerichteten Jungfraublick im Rucksack, der, wann immer Bedarf ist, ausgepackt werden kann und der wie ein Schraubenzieher die Sache so schnell regelt, dass man es kaum glauben kann.

Auf ein super praktisch geschraubtes, sich selbst aufräumendes und schön auf das Wesentliche fokussierte Wochenende! Genießt frische Luft, feinen Regen und den nahenden Frühling!