Drache und Adler on the road

Es ist Vollmond und Herbst, die kalte Luft kommt, es gibt viel zu erzählen. Aber manchmal passt das ganz viele auch in ganz wenige Wörter. Stell Dir vor, Du bist ein Tiger, vielleicht ist es auch ein Adler oder ein Drache. Ganz bestimmt muss es ein wildes, großes, machtvolles Tier sein. Stell Dir dieses Tier vor und schau Dir an, wie es ihm jetzt gerade geht. Strahlend in seiner Kraft? Ruhig in seinem tiefen Selbstvertrauen? Oder müde und ausgehungert ?

Ich schlage diese Selbsterforschung vor, damit wir instinktiv spüren, was mit unserer inneren Wildheit los ist. Die ist jetzt ganz hell nd groß, betont durch den Vollmond im Widder. Dieser Widder ist die größte, schnellste und entschlossenste Kraft im Tierkreis. Impulsiv und körperlich, mit großen Kraftreserven für spontane Eroberungen, Gipfelstürme und Abenteuer.

Wir haben alle diese Kraft, dieses Feuer und diese Reserven. Wir können erobern und stürmen und toben, aber wo genau liegt dieses Feuer? In welchem Bereich im Körper flackert es auf, zischt und knistert? Darf es knistern, darf es aufflackern, darf es überhaupt leuchten? Das Widderfeuer hat viel mit Spaß zu tun, mit kindlicher Freude und unschuldiger Annäherung an etwas Neues.

Wenn wir lernen, dass man anderes nicht „unschuldig“ kennenlernen darf oder dass es nicht höflich ist, wild und voll spontaner Freude aufzuleuchten, wenn wir lernen, „Rücksicht“ zu nehmen und andere wichtiger zu nehmen als uns selbst, wird all diese Lebensfreude ausgeschlossen, sie rutscht dann automatisch in heimliche Bereiche und Schuldgefühle oder Isolation, oder auch in Körperbereiche, die dann krank werden und uns wahrscheinlich schmerzhaft beschäftigen.

Widder sagt: Springen. Nicht denken. Hineinstürzen nicht an die Folgen denken. Spielen! Uranus, der ganz dicht neben dem Mond steht, sagt: Lass DIch überraschen! Plane jetzt nicht ausgiebig, sondern renn los, spring auf, verlass den Büro stuhl und überhaupt jeden „Stall“; in dem es zu warm und muffig geworden ist. Dort kommt keine neue Feuerfreude zu Dir. Lebensfreude lässt sich gerne finden und wiederfinden, wenn wir draußen sind rennen, schwimmen, uns spüren und laut sind. Widdermond und Uranus wollen um keinen Preis eingesperrt werden. Wenn man es doch aus Bequemlichkeit mal versucht, wird man von ihnen lernen. Es ist wie, wenn man einen riesigen Drachen in eine Scheune zu stopfen versucht. Oder einen Tiger in einen Pappkarton. There is just no way! Sie werden ihren Weg finden. Raus, Atmen, Fliegen, Freiheit.

Das ist die Message dieses hungrigen, wachen Widders. Lasst Euren Drachen den Spaß und die Luft, die sie brauchen um zu leben. Genauer: Lasst allen Drachen, Tigern und Adlern die Freiheit, die Du selbst zum Leben brauchst. Schenk Dir jetzt ein Leben in Freiheit. You deserve it! Das bedeutet auch Grenzen hinter sich zu lassen, die jahrelang ein „sicheres“ Leben eingezäunt haben. Das bedeutet, Ängste zu verlassen wie alte Kleider, die nicht mehr passen. Das bedeutet, nicht mehr im Voraus einen Plan zu haben. Das bedeutet, das verlockende, kribbelnde Gefühl von Risiko als vertrautes Gefühl im Leben zu begrüßen, denn nur so können wir wachsen.

Ich wünsche uns so viel Spaß, frische Luft und WILDHEIT. Ich freue mich jetzt schon über Deine Drachen und Tigermomente. Und ich freue mich, zu wissen, dass Mond und Uranus Bewegung in alle alten Konstellationen und eingerosteten Orte bringen. Lasst uns das als Befreiung und Fest sehen.

Freundliches Drachenschnauben und klare Adlerblicke schicke ich euch von unterwegs, und big tiger hugs!

xxx die astrologin

 

 

Meeresrauschen im Herz

Tief und weit. Lautlos, blaugrün. Hier in diesem endlosen Ozean, wo alles ganz leise und verzaubert ist, wohnen wir heute. Vollmond in den Fischen ist Verbundenheit mit allem. Es ist ohne Worte. Es ist groß und fließt immer in unseren Adern und in unseren Lungen und unseren Träumen und Erinnerungen.

Es ist keine Zeit, um viel zu erzählen, sondern um nur zu unterstreichen, was Frau Mond flüstert: Be open to this! Listen to me! Hear my song, I´m singin for you!

Sie leuchtet gold und majestätisch heute. Und alles, was ich sagen möchte ist: Ich möchte nichts sagen. Ich saß am Schreibtisch mit dem Vorhaben, den Blog zu schreiben, und wie so oft sagt Körper an, was jetzt wichtig ist. Ich malte. Geduldig, in feinen Linien und Punkten. Pink und lila. Vertieft und zufrieden.

Wenn wir Delfine wären, würde ich Euch jetzt mit ein paar Klickgeräuschen die Bilder schicken, die ich meine, die das zeigen, was diesen Vollmond ausmacht. Verträumte, ein bisschen unscharfe Bilder mit viel silbrigem Licht und viel Blau, viel Regenbogenpunkten und goldenem Sonnenlicht von oben. Lautlose Bewegung, endlos viel Raum. Dreaminess. Weich.

Die Fische bitten uns in ihrer wortlosen, aber liebevollen Art, hineinzusteigen und mitzuschwimmen. In die Bilder, in die Gefühle, in die Träume. In die Musik, die Töne, die Gerüche und Farben.

Alles Wasser, alles Baden, Duschen und Waschen und Planschen und Tauchen ist jetzt pure Heilung. Die Fische sind wie ein Meer zum Ausprobieren. Wenn der Mond in den Fischen steht, ist es als würde man uns eine Zeit des intensiven Träumens und Abtauchens schenken. Es ist genau richtig.

Vielleicht merkt man dann, dass das Träumen und Tauchen im Leben zu wenig Raum hat und entscheidet sich, etwas Neues, Traumsupportendes zu tun. Fürs Herz, diese Superheldin. Oder man räumt auf mit den Gewohnheiten. Das ist auf jeden Fall die Meinung von Merkur, der seit Anfang September rückwärts geht. Es ist die perfekte Zeit für Bestandsaufnahmen, Sortieren, Umräumen, Ausmisten, Nachdenken, in Ruhe die alte Ordnung durchgehen, um zu sehen, ob sie noch passt. Vielleicht wollen die Gewürze neu sortiert und umgeräumt werden, oder das innere Regal mit den schönsten Erinnerungen oder einfach die Steuererklärungen, Lieblingsbücher, oder der Schrank im Badezimmer. Vielleicht aber auch: die Familie, eine Freundschaft, die Arbeit, die Liebe. Es kann alles sein.

Mit diesem doch sehr kraftintensiven Himmel, in dem Mars (Körper, Wut, Tatkraft) in gespannter Beziehung zum Mond (Zartheit, Kindlichkeit, Geborgenheitswunsch) steht, kann es sein, dass wir uns zu irgendwas gezwungen oder irgendwie etwas verzerrt fühlen. Kann vorbei gehen. Die Fischeweisheit erinnert uns: Fließen lassen. Nicht aufregen. Geht vorbei. Oder man unterstützt den Abfluss des Unangenehmen mit einer Dusche, einer Runde Schwimmen oder Musik, Malen, Schlafen. Schlafen ist supergut.

Mit diesem Vollmond ist es, als würden wir mit schlafwandlerisch präzisem Herzfokus auf unser Leben schauen und testen, ganz ohne Worte und Gedanken, was jetzt gerade freundlich verabschiedet werden kann und was jetzt gerade erfüllend reich, warm, weit und schön ist und uns mühelos trägt.

Lasst Euch tragen, es ist pure Freude und es ist für alle: endlos und reich, weit und frei.

Grandmother Moon is with you,

und ich winke mit ihr zusammen zu Euch rüber:

macht es Euch so schön es überhaupt nur geht! Es gibt so viel Platz!

Mit tiefer ozeangrünblauer Schönheit für Euch

xoxo

Zur Freiheit. Spielend und singend.

Eclipse!

Blitzlicht!

Dazu steht Uranus in Verbindung zu diesem hochaktiven Vollmond:

Eine hochwirksame Medizin für jegliche Zustände, die dringend aufgehoben und verändert werden müssen. Noch mehr, dieser Mond sagt: Du lebst in Zuständen, die dringend aufgehoben und verändert werden müssen.

Mach es jetzt sofort! Warte keine Sekunde!

Er – ich meine sie – sagt: Befreiungsalarm! Verlasse die überholte und erstarrte Situation JETZT. Kein Diskussion. Keine einzige Erklärung für die Aufrechterhaltung des Alten gilt mehr. Es gibt keine Erlaubnis für das Festhalten an Ohnmacht, an Schmerz, an Angst und jeglichen Begrenzungen aus der Vergangenheit.

Diese machtvolle Vollmondin bringt einen heftigen frischen Wind, der einen erst mal kurzzeitig umschmeißen kann, aber nach einer Nacht guten Schlafes oder zwei Tagen Rückzug und Pause erkennt man das neue Leben in seinem saubergespülten, so viel helleren Licht. Es ist wie bei strömendem Regen ins Bett gehen und bei strahlendem Sonnenschein aufwachen.

Wie kommt diese Wildheit und dieses Ineinanderfließen solcher Gegensätze?

Eclipse Season. Es ist wie immer zu Herbst- und zu Frühlingsbeginn eine Zeit der intensiven Umbrüche. Sie müssen nicht schmerzhaft oder intensiv sein, aber mit Sicherheit sind sie effektiv und langanhaltend verändernd. Denn Eclipses sind partielle Sonnen- und Mondfinsternisse. Dieses mal gibt es drei, die jetzige und zwei im September. Der heutige Vollmond ist eine partielle Mondfinsternis, die immer ein Hinweis auf Endpunkte einer Entwicklung sind.

Wir verlassen eine physische oder emotionale Situation, die nicht mehr erfüllend, sondern zur Last geworden ist. Wir erkennen, was in unserem Leben wirklich wirklich vorbei ist. Was ist nur noch eine Hülle gewesen, die wir seit vielen Wochen und Jahren in einer unangenehm krümeligen Jackentasche mit uns herumgetragen haben wie eine vertrocknete Blume oder ein zerknittertes Stück Papier? Was hat sich leergelebt, leergestritten oder leergeweint? Was hat sich aufgelöst, ganz von selbst, so dass wir kaum mehr tun müssen als vielleicht eine liebevolle, entschiedene Beerdigung dieser Idee, Beziehung, Illusion oder Struktur vollziehen?

Was diese Eclipse uns ermöglicht, verweist auf ein großes Thema: Freiheit. Freiheit, wir selbst zu sein. Die Wassermann-Weisheit erinnert uns daran, dass jeder einen ganz besonderen persönlichen Schatz in sich trägt, der entdeckt und gelebt und der Welt mitgeteilt werden will.

Oft halten wir Teile dieses Schatzes zurück, weil wir nicht angenehm für uns selbst finden oder als von anderen nicht erwünscht sehen. Das ist uns sicher nicht immer bewusst. Vielleicht hat irgendwann mal jemand etwas scherzhaft gemeintes darüber gesagt, und wir sind erschrocken verstummt im Verfolgen unserer Schatz-Veröffentlichung.

Ich bin aber gar nicht der Meinung, dass wir alle so eine monströs große Aufgabe haben, indem wir jetzt hauruckartig eine GANZE Schatztruhe ausgraben und freilegen und dann auch noch der ganzen Welt zeigen müssen. Ay, que heavy! Es ist ein fließender, sich selbst regulierender Prozess, in dem wir spüren, wann welcher Schritt an der Reihe ist. Ich bin sicher, dass wir alle schon immer diesen Weg verfolgen, das uns Teure auszugraben und anderen Menschen zu geben und zu zeigen. Angeborener Instinkt. Großartig! Wir sind wie Trüffelschweine für die kostbaren Trüffel unserer Träume, die in den Erdschichten unseres Alltags und unserer Gedanken darauf warten, von uns entdeckt und genossen zu werden.

Es geht um ganz bestimmte Teile dieses Kostbaren, die wir eben aus bestimmten Erinnerungen oder Glaubenssätzen (sehr wahrscheinlich ererbten Glaubenssätzen, die wir automatisch angenommen haben) heraus in die hinterste Ecke der Schatzkiste gedrückt haben, weil wir einfach bisher nicht wussten, wie man diese eigenwillige ungewöhnliche Schönheit der Welt mitteilen kann. Vielleicht sehen wir eine besonders hell strahlende Kostbarkeit, die uns selbst zuerst erschreckt mit ihrem wilden Gefunkel, bevor wir sie bewundern und liebgewinnen können.

Vielleicht ist es auch eine ganz einzigartig zusammengestellte Gabe, in der dunkel, hell, vertraut und andersartig auf rätselhafte Weise ineinanderfließt. Vielleicht hat uns das irritiert und wir wollten dieses komplexe Ding erst einmal verstehen oder glatt schrubben, bevor wir es aus der Truhe heraus heben. Genau das muss aber gar nicht sein, sagt diese zukunftsweisende Wassermann-Mondin.

Genau wie es ist, ist es vollkommen.

Genau so wie es jetzt daliegt und in die Hand genommen werden will, ist es schön.

Genau so hell, dunkel, vertraut, andersartig, genau so vielschichtig und kraftvoll und betörend ist es gemeint gewesen, von Anfang an.

Uranus, der Erneuerer und Befreier, furchtloser und überzeugter Verfechter von Unabhängigkeit und Eigensinn, verbindet sich mit dieser schönen Zukunftsmondin ganz harmonisch zu einem Sextil (60° Winkel). Das sagt wie zur Verstärkung des Wassermanns: Geh Deinen Weg für Dich allein, Du musst Dich niemandem anpassen.

Nichts ist vergleichbar mit dem, was Du mitbringst. Du bist unique und wunderbar. Wir brauchen jeden einzelnen dieser einzigartigen Schätze aus den Ecken der Schatztruhen in den Herzen aller Menschen, um als Erde glücklich und ganz zu sein.

Und dann kommt noch mehr Support von einem anderen Planeten: Seit dem Wochenende haben wir einen frisch gestärkten Saturn im Rücken, der Vieles möglich macht, was vor Tagen und Wochen noch wie von einer unsichtbaren Mauer aufgehalten wirkte. Saturn hat seine Bewegungsrichtung geändert, ging monatelang rückwärts und stand still, bevor er jetzt wieder in seiner ursprünglichen Richtung weiterkreist. Das ist ein massiver Unterschied, der große Aufgaben machbar erscheinen lässt, die zuvor wie ein endloses Labyrinth aussahen und uns schrumpfen ließen – nur scheinbar. Wir sind so groß! Wir können alles, was wir in unseren Träumen können.

Alles.

Das sagen also Saturn, Uranus und die weise alte Mondin alle gemeinsam, vielleicht singen sie es sogar, und alle anderen Planeten summen leise mit, damit wir das Leichte und Spielfreudige der ganzen Sache auch wirklich spüren.

Die Sterne singen. Die Bäume singen. Die Vögel singen. Und wir?

Ich wünsche uns viel Singen und Summen, und den befreienden Genuss der Erkenntnis, dass alles in unserem Herzen wert ist, geteilt und gesungen zu werden. Die Welt ist bereit dafür. Wir sind bereit dafür.

Mit ganz viel summender silberner Mondliebe für Euch,

die astrologin

Magische Tiere befreien

Willkommen zum 2. Vollmond in Schütze! Aber Einiges ist anders als bei der ersten Runde vor einem Monat. Und zwar fast alles. Wir hatten einen kosmischen Zustand von Nebligkeit und nicht eindeutigen Richtungen, vielleicht Rauchschwaden vor dem Ort, an den wir eigentlich hinwollten oder innerlich greifen wollten. Vielleicht hatten wir Pläne, die aber irgendwie nicht so richtig zu dem zu passen schienen, was wir um uns herum sehen und kommunizieren konnten.

Es war alles ein bisschen verdreht oder eher, … sehr beweglich, so beweglich, dass man zwischendurch nicht wusste, ob jetzt eigentlich alles schief läuft, oder außer Kontrolle gerät …

Wenn wir Einhörner sind, dann waren (mindestens) die letzten 4 Wochen eine Zeit des Reisens durch einen dichten, dunklen Wald. Wenn wir Drachen sind, dann haben wir vielleicht in einem Turm oder Schloss eingesperrt auf etwas gewartet … oder waren irgendwo festgebunden und haben schnell verstanden, dass es keinen Sinn macht, an den Ketten zu zerren, weil sie nicht lockerer werden, sondern enger und schmerzhafter. Wenn wir fliegende Tiere wie Adler sind, dann haben wir einige Erfahrungen mit Nebelflügen gemacht.

Im Lauf der letzten Wochen sind Dinge auseinandergefallen, oder haben sich verabschiedet, vielleicht Beziehungen oder Freundschaften oder Arbeitsplätze oder auch Projekte, in die wir eingebunden waren. Und jetzt, es ist als löste sich das alles, das ganze Abschieds- oder Struggle-Gefühl und der Fokus auf das Beenden verwandelt sich in diesen Tagen und BÄM fetzt jede Wolke aus dem Sichtfeld des Adlers, jedes Verlies und jede Kette des Drachen fallen wie von Zauberhand berührt auseinander. Das Einhorn hat den Weg durch den Wald beendet und tritt auf eine weite Fläche. Sonne. Blendendes Licht. Regenbogen!

Das ist etwas Großes. Es ist auch hilfreich, dass wir mit ganz klarem, beinahe nüchternem Blick auf diese Auflösungserscheinungen schauen – Auch wenn es weh tun kann! – und denken, ja, musste so sein, ist gut so, danke, jetzt geht es endlich weiter. Moving on. Next level.

Diese ganzen magischen Kräfte in uns, unser Fliegen und Feuerspucken und Zaubern, das wird neu geboren. Das ist zwar ein langer Prozess, der noch Monate weiterfließt, da auch Neptun – Planet unserer magic powers – seit Kurzem rückwärts geht, aber gleichzeitig ist es auch sehr intensiv, wie alte und kaputte Systeme jetzt in Sekundenschnelle in die Luft fliegen und damit meine ich wirklich in die Luft fliegen, lautlos, elegant, einfach so verschwindend, wie eine Elfe, man hat es kaum sehen können, so schnell und überraschend ist es passiert. Es geht natürlich auch unelegant, aber das Prinzip bleibt: Was nicht mehr richtig ist, geht. Sofort.

Es ist ein bisschen, als würde die Zeit anhalten.

Man sieht vergangene Lebensphasen und frühere Beziehungen und Orte und Begegnungen vorbeifliegen und es wirbelt und zischt alles in alle Richtungen, um sich blitzschnell neu zu ordnen. Trotzdem werden wir noch eine Weile mit Aufräumen für die neue Zeit beschäftigt sein, oder mit einer Grundreinigung des alten Terrains, so dass unsere neuen Haustiere oder Hobbies oder unser neues Selbstbild Platz hat und schön strahlen kann.

Der letzte Vollmond stand in Verbindung mit Mars am Himmel, so dass impulsive und vielleicht explosive Energie dazukam, ein Gebräu, das auch in Unfälle münden konnte. Dieses Mal haben wir den Erfinder und Rebellen Uranus, der in einem netten Plausch (120° Winkel, Trigon genannt) mit dem Mond steht. Das heißt: Licht! Erkenntnisse! Ein Riesenprung nach vorne, Bock auf Zukunft, Neues, Freiheit, und ganz persönliche Visionen von Größe und Entwicklung, sei es innen oder außen, meist aber ist außen mit dabei. Denn diese Energie von Uranus und Mond – beide stehen in Feuerzeichen – ist Aktivität und Impuls, Instinkt und Tatendrang.

Großer Supprt kommt dazu von Mars, der jetzt mittlerweile fast ewig schon rückwärts läuft, womit er uns ein Gefühl von Widerstand und eine Runde Motivationshinterfragen gebracht hat. Damit hört er am 29. Juni auf uns das bewirkt noch ein BÄM! Zauberstab Schwung mit den Worten: Alle Hindernisse, die Du in den letzten Monaten angetroffen hast, weichen so langsam zurück und Du wirst Freude und Power zurückerlangen, die Dir in der letzten Zeit etwas fern vorkamen. Es wird ziemlich bald ziemlich schnell gehen und Dinge werden sich beschleunigen, so dass wir uns wundern werden, wie zäh und verschwommen sich dieser Frühling angefühlt hat.

Also: Wir werden nach vorne gezogen von einer starken Kraft, die weiß, wie wir in einem Jahr und in 5 Jahren sein werden, von dort aus zieht sie uns zu sich und das ist Expansion, Wachstum, Selbsterkenntnis, Selbstliebe und der Mut, sich zu zeigen mit dem, was man im Herzen trägt, mit dem einzigarteigen Geschenk für die Welt.

Das ist eine große Party wert. Ein ausuferndes Fest. Mir gefällt ganz gut, dass es außerdem der 30. Vollmondblog ist, den ich Euch hiermit schicke. Seit Februar 2014 habe ich dieses monatliche Date mit meiner Kreativität und dem Himmel und Euch und liebe es! Und genauso liebe ich die konstant neu entstehende Freude beim Schreiben und Mit Euch kommunizieren.

Es gibt dieses Jahr viel Neues im Astrolab Berlin Land, und das ist auch Grund zu feiern. Es wird eine neue Form der Kommunikation geben, an der ich gerade arbeite und die im Juli ausgebrütet ist und das Licht der Webseite und der Facebook Community erblickt.

Freude hoch zehn, Freude hoch hundert. Bewegung, ein immer breiter werdender Fluss von Hingabe, Liebe, Passion, Zukunftsblick, Kreativem Feuer, Spielendem Kind, fruchtbaren Ideen und Umsetzung großer Panorama Visionen. Das ist alles da, hier und jetzt, greifbar, nutzbar, und für alle.

Lasst uns diese Welle mitnehmen und surfen, mit Liebe, Mut und Abenteuerlust!

Viele Hugs von der Astrologin!

Fliegen und Fließen und Spielen

Fließende Vibes sind es, die der Vollmond so auf die Erde schickt.

Ich hab dazu gar nicht viel zu erzählen: Heute und in der ganzen Woche ist alles in der Schwebe, und alles dermaßen transformierend, dass man gleichzeitig ganz ruhig und ganz flirrend ist. Ich finde, es ist wie wenn nach einer Probezeit auf einmal der Moment kommt, in dem man etwas alleine machen muss. Ich will Euch gar nicht so viel mitteilen, weil ich denke, Ihr wisst das selbst schon alles. Ihr Superhelden!

Ich würde gerne zuschauen, wie Ihr den Vollmond erlebt…

Ich erlebe ihn so: a) Kleine Momente, in denen die Dinge unerträglich falsch erscheinen.. Unbehagen. b) Auch diese Momente, in denen man zurücktritt von der Jetzt-Perspektive und zurückzoomt und sich ganz beflügelt fühlt, angesichts des großen Rahmens, der so viel Raum bietet.

Dieser Rahmen sind all die Dinge, denen wir in unserem Leben erlauben, uns glücklich zu machen. Es ist das, was wir für möglich halten an Glückserfahrungen und Wachstum und Harmonie und Frieden, es ist der Spiegel dessen, was unser Herz zu unserem Leben sagt. Was wir uns zutrauen an Herzweite, an Glückskapazität und Liebesfähigkeit und überhaupt an Zuversicht. Unsere Visionen und Träume sind immer im Zusammenhang mit dem Jetzt-Zustand. Was wir träumen, verweist auf unser Wachsein.

Vor ein paar Wochen träumte ich, ich falle. Während ich fiel, malte ich mir schon aus, wie sehr es weh tun würde, auf dem Boden aufzuprallen. Ich dachte, ich könnte mich schlimm verletzen. Und ich dachte: Nicht gut! Aber es ging weiter. Ich fiel und fiel, und währenddessen passierte etwas. Ich begann zu fliegen. Während ich fiel, wurde ich leicht und flog, schwebte wie ein Blatt auf die Erde und dann landete ich ganz sanft und lautlos, fast ohne den Boden zu berühren – das gefiel mir sehr – in der Schlangenposition, also mit hoch gebogenem Oberkörper, mit aufgestützten Armen, während meine Beine auf dem Boden lagen und mein Blick in den Himmel zeigte, von wo ich gerade gekommen war.

Dieser Traum macht Sinn. Irgendwann, in allen Situationen, in denen man eine Veränderung wünscht, kommt der Moment, in dem man nichts mehr tun kann, und loslässt, oder die Verantwortung abgibt. Man gibt irgendwann endlich zu, dass man nicht alles alleine entscheiden kann. Erleichterung. Und dann passiert meist etwas Geniales. Weil darin Magie ist, in diesem Abgeben und Seinlassen. Abgeben kann auch sein: Eine alte Verpflichtung ernst nehmen und sie vollenden. Oder eine offene Frage mit jemandem klären, die seit Jahren im Raum hängt. Oder ehrlich darüber sein, was man nicht möchte. Es geht ums Entscheiden. Was ist so unangenehm, dass ich es bewegen möchte? Was beschäftigt mich in Wirklichkeit am meisten? Was will ich wissen, begreifen, meistern?

Dieser Vollmond sagt, Fließen, Fließen, es muss nichts festgenagelt werden, sondern erst wenn wir voller Vertrauen zugucken, wie Tische und Brote durch die Luft fliegen, wenn wir dem Flirren des Lebens mit einem liebevollen Lächeln entgegentreten und es vielleicht auch noch zu diesem Flirren beglückwünschen, dann entsteht Harmonie. Und Frieden. Und Glück auch. 

Also diese Tage sind ein Fuchs – Trainingslager. Füchse fließen durch die Dämmerung und durch die Nacht. Vollkommen lautlos. Dezente Bewegungen, aufmerksam und elegant. Nirgends zu lange bleiben. Lauschen. Dieses Bild des Fuchses, wie er den buschigen Schwanz so um sich legt, als wäre es eine kuschelige Decke. Wärmen und auftanken, ruhen und träumen. Wissen, dass es darum geht, alles rechtzeitig wieder abzugeben, wenn man sich hinein vertieft hat. Wissen, dass alle Themen, Gedanken, Pläne nur bunte Bälle sind, die man so lange hin und her wirft, bis es genug ist und man keine Lust mehr hat. Es gibt unendlich viele Bälle. Und alle sind klein. Diese Woche zumindest. Lauter kleine bunte Bälle. 

Ich wünsche Euch Spaß beim Wegwerfen mancher Bälle und beim Eintauchen und Glücklichsein über das helle Flirren des Lebens.

xoxo, die astrologin