Love, love, love!

Willkommen in der umhüllenden Wärme von schimmerndem Gold, glasklarer Intuition und glühender Zuversicht: Der Löwe ist da. Mit sandfarbener Mähne, kraftvollen Tatzen mit Krallen und einem geschmeidigen Raubkatzenkörper, der springen und klettern, sprinten und faulenzen kann. Und brüllen.

Heute ist Vollmond im Feuerzeichen Löwe. Es geht ums Herz, es geht um Spaß und Spielen, um Basteln, Malen, Tanzen und Singen. All diese Dinge kommen vom Herzen und sie heilen das Herz auf wunderbare Art.

Natürlich machen wir diese Herzenstaten viel zu selten. Ich denke schon seit Tagen, dass ich meinen kleinen Block zücken möchte und bunte Stifte in die Hand nehmen will, um zu schauen, wo der Moment mich hinweht. Dieses Bedürfnis, nicht zu denken, nicht zu planen, sondern zu lauschen oder zu fühlen, ohne sich festzulegen.

Der Löwe sagt auch: Denke nicht an Verpflichtungen, an morgen oder später. Sei zu Hause im Hier und Jetzt, für dich, für die Kreativität und für deine Schöpfungen, deine Kinder und dein eigenes Kind in dir. Deine Kindlichkeit.

Wer Zugang zu den Löwe-Qualitäten findet, kann auch darüber stolpern, was sich innerlich diesem kindlichen Gefühl entgegenstellt, – Ängste, Unsicherheiten, oder tatsächliche Erfahrungen aus der Kindheit, die unsere Spiel-Lust und unser Löwenkinder-Dasein gehemmt haben.

Der Weg durch diese Gefühle heißt immer: Mit dem Herzen. Das Herz merkt sich alles und weist uns die Schritte, diese Vergangenheits-Gefühle zu bewegen. Das Herz weiß, ob wir Zeit mit einem Freund brauchen oder Zeit zum Weinen, oder beides, oder ob wir einen Spaziergang oder einen Kinoabend genießen können, um wieder innerlich Raum zu gewinnen. Vielleicht sagt es auch, Feiern! Verreisen! Oder Kinderbücher lesen …

Außer der Versammlung von Mond und Jupiter im Zeichen Löwe – zusammen ein goldenes Spektakel an Feuer, Freude, Kreativität und Genuss – treffen sich außerdem gleich drei Planeten im Wasserzeichen Fische. Diese drei sind Venus und Mars sowie Neptun. Sie lenken den Blick auf alles Tiefe, Gefühlvolle, Mitfühlende, Liebevolle, Verletzliche, Inspirierte, und alles, was uns mit der ganzen Welt verbunden sein lässt.

Die Fische sind die Zartheit selbst, sie sind durchscheinende Wesen, fließend und beweglich, unstet und telepathisch. Sie können diesem weit verbreiteten Gefühl der Getrenntheit vom Leben, der Isolation vom Fließen und Klingen die Gewissheit entgegen setzen, dass wir schon immer alle eins waren und schon immer dazu da, um anderen nah zu sein und liebevoll zu begegnen, schon immer verbunden mit dem Universum, mit Klang, mit Farbe, mit allem.

Das ist ein heilsamer und irgendwie sehr aktueller Gedanke, wichtiger als vieles, mit dem wir sonst unseren Kopf beschäftigen. Es ist vor allem kein Gedanke, sondern ein Gefühl und ein Wissen, das befreiend sein kann in einer Welt, in der die Dinge gerne nach Erscheinung und sichtbarem Wert beurteilt werden. In dem Sinne sind die Fische ein revolutionäres Zeichen: Sie zeigen uns, dass es eine Illusion ist, sich im Leben an das Äußerliche zu halten und an die Bedeutung von Sichtbarem zu glauben. Wenn wir statt dessen unserer Seele und inneren Größe vertrauen, unserem Inneren lauschen, uns auf das Unsichtbare konzentrieren, dann erst können wir das Eigentliche erkennen, es fühlen. Denn erst so kommen wir in Kontakt mit unserem eigentlichen Zentrum.

Wenn heute Abend der Mond voll ist, leuchten durch ihn zwei ganz unterschiedliche Arten von Energie auf: Die Löwenkraft, potenziert durch die Nähe des Mondes zu Jupiter, ganz feuerschnell und instinktiv, und dann die Fische – Stimmung, viel sanfter, zarter und innerlicher. Beide wirken heute und in den nächsten Tagen besonders intensiv, so dass sie uns ein Vehikel bringen, auf dem wir durch diese Februartage reisen können und uns mit seiner Hilfe genau dem zuwenden können, was gerade wichtig ist. Beherzt und kreativ wie der Löwe, gefühlvoll und zart wie die Fische.

Nicht zu vergessen ist der Wassermann, dieses Luftzeichen, in dem die Sonne und der rückwärts wandernde Merkur sich befinden, so dass auch alles Mentale und Gedankliche betont ist. Durch die wie nach innen gerichtete Merkur-Gedanken-Welt sind wir in alldem aber langsamer, weniger produktiv und werden vor allem darin unterstützt, mit uns selbst zu sein statt große Schritte nach außen zu machen. Dieser Merkur sagt: Mach mal langsam. Überleg es dir erst mal in Ruhe, bevor du ja sagst. Oder nein. Lass dir schön Zeit.

Zum Abschluss eine kleine Aussicht auf die nächsten Ereignisse: Merkur beendet seinen Langsamkeitsappell am 12.2. – unsere Gedanken-Taten, Entscheidungen und Worte können dann wieder ein bisschen lostraben, aber finden erst Anfang März zu ihrem richtigen Schwung zurück.

Dann kommt am 18.2. der zweite Neumond in Wassermann, der Dinge eröffnen uns klären kann, die beim ersten Wassermann-Neumond am 20.1. noch offen waren oder nach einer Antwort verlangt haben.

Zuallererst möchte ich euch jetzt aber einen herzvollen LöwenHug schicken und wünsche euch viel Freiheit beim Spielkind sein und Zarte Fische Sein. XOXO (:

Herz mit Hausaufgaben

Hej ihr Lieben, willkommen im neuen Jahr!

So turbulent es begonnen hat, geht es auch gleich weiter. Mehr Emotion geht nicht bei dem heutigen Vollmond in Krebs.

Das Wasserzeichen Krebs repräsentiert unser tiefes, weites Seelenleben, unsere Gefühlswelten, Empfänglichkeit, Sensibilität und unser Schützbedürfnis, das Kind-Sein. Diese Themen sind heute und in den nächsten Tagen betont, und eines davon wird sich in unser Blickfeld schieben und uns mit großen Augen anschauen, als wollte es sagen: Guck mich an! Nimm mich mit! Spiel mit mir!

Genau das werden wir wahrscheinlich nicht so gerne wollen. Vorbei kommen wir daran aber bestimmt nicht.

Denn außer diesem übertrieben emotionalen Vollmond, an sich schon nicht ganz leicht zu knacken, gibt es noch mehr Trubel am Himmel. Zwei weit entfernte Planeten, Uranus und Pluto, beide kraftvolle Symbole für starke Dynamik in uns selbst und in der Gesellschaft, stehen seit langem in einer Konflikt-Position miteinander. Jetzt gesellt sich der Mond zu ihnen und aktiviert ihre andauernde Spannung, und macht so alles noch dringlicher und aufrüttelnder. Noch weniger Chance auf das Ausblenden der kindlichen Bedürfnisse.

Diese Tage könnten in ein verdeckt gefühltes oder direkt geäußertes Zerren und Jaulen ausarten, wir können uns sträuben und sagen, dass wir keine Lust haben auf diese ganzen emotionalen Klumpen oder diese eine Person, die sich auf einmal ganz in den Vordergrund unserer Wahrnehmung drängt, und die wir schon immer so anstrengend fanden … Huh, also ich würde sagen: Wir brauchen hier Tapferkeit. Auch Mut. Und eine gute Dosis Selbstkritik, mit Selbstvertrauen gemischt.

Es ist ja so: Oft finden wir jemanden oder etwas besonders empörend und unausstehlich, wenn irgendetwas daran einen Punkt in uns selbst berührt. Etwas ganz eigenes, das vielleicht niemand weiß oder man selbst nicht gerne anerkennt. Und genau dieser Punkt fängt an zu brennen, oder zu schmerzen, wenn es zu diesem Erlebnis kommt, das zunächst als „äußerlich“ rüberkommt (jemand macht oder sagt etwas und wir kriegen sofort einen Wutausbruch oder fühlen uns mies), aber eigentlich komplett selbstgestrickt ist.

Hier ist unser Job, ehrlich zu sein: Okay, es tut weh, aber ich kann jetzt auch nicht drei Tage lang schlecht gelaunt sein oder diese Person ignorieren oder meine ganze Umgebung mit meinem Schmerz überschütten. Keine guten Optionen, klar. Also was dann? Own it. Nix wegprojizieren auf Kollege, Freund, Chefin, Nachbar oder Geschwister, Mutter, Vater, sonst wen.

Das ist immer der Weg, der weiter in den Klumpen führt, und je weiter wir diesen Weg beschreiten, desto wilder vermischt sich dieses Schuld-Gefühl mit jenem Wut-Gefühl und diese Identifikation mit jener Projektion, desto undurchsichtiger wird das Gebräu und desto sicherer sausen wir in höchst unangenehme Begegnungen mit anderen. Also hier lieber nicht weitergehen.

Statt dessen leuchtet jetzt ein Wegweiser in das eigene Herz. Und dort können wir am besten vorankommen mit der Ehrlichkeit, von der ich sprach. Manchmal helfen auch Menschen, die erkennen, was wir gerade für jämmerliche, verzweifelte oder aggressive Spiralen vollziehen und uns auf den Weg zurückbringen, den Weg, der am meisten Lohn für uns bereithält, wenn wir ihn tapfer beschreiten. Manchmal helfen wir selbst uns weiter, indem wir erkennen: So kindisch will ich mich hier nicht benehmen, und außerdem fühle ich ich nicht besonders gut dabei.

Wiederholung der News: Own it, own it, own it. Schau dir gut an, wo es weh tut und wen du dafür verantwortlich machst und – dann komm zu dir zurück und hol Luft, akzeptiere die unangenehme Sekunde, in der du denkst: Aber so will ich nicht sein! Das ist uncool! Und dann geh weiter.

Diese lästige Sekunde ist eigentlich ein Witz verglichen mit dem, was wir vorher für ein Drama daraus gemacht haben, so ein riesiger Gefühlsorkan, vollkommen selbst gemacht! Also weiter. Annehmen, dass dieses unangenehme Ding, Gefühl, diese Art Wut oder Ohnmacht oder was es ist, eigentlich nur ein bisschen Aufmerksamkeit braucht, wie ich am Anfang geschrieben habe. Es ist wie ein Kind, was im Arm liegen will und nicht mehr schreiend hinter uns her rennen will. Es ist wie ein Klotz am Bein, der aufhört, Klotz zu sein, wenn man innehält sich das mal anguckt. Da ist eigentlich nur ein unschuldiges Staubflöckchen am Hosenbein, das man mit einem Griff abstreifen kann.

Ich appelliere also an die Mühelosigkeit, die man erreicht, wenn man durch dieses kleinen Jammertal, oder dieses bedrohlich enge Nadelöhr gekrochen ist und sich räuspert, wieder aufrichtet und dann sagen kann: Jep, dies ist mein Problem, und ja, ich bin an diesem Punkt ziemlich reizbar und ja, das ist ein Teil von mir und ja, – ich kann damit leben. Weil ich es anerkenne als meins. So kann ich weisere Möglichkeiten finden, das zu äußern, als zu beschuldigen, zu nörgeln oder zu heulen. … Der magische Schlüssel heißt Kreativität!

Ich kann nämlich solange damit arbeiten oder jonglieren oder es bewegen, kann in mein Tagebuch schreiben, das Gefühl aufmalen oder mit meinem Vertrauten sprechen, kann laufen gehen oder spazieren – bis ich in mir in Frieden bin und dann auch in Frieden mit der betreffenden Person darüber reden kann. Meine Erfahrung ist, dass wir solange die Wut/ Verletzung/ … im Vordergrund ist, kein Gespräch möglich ist, oder nur entgleiste, ergebnislose Streitgespräche. Sobald wir eine innere Haltung erreichen, in der wir liebevoll und respektvoll der anderen Person gegenüber stehen können, ist eine magische schnelle Lösung der Situation möglich und sehr wahrscheinlich. Ein Geschenk von uns selbst an uns selbst .. Das ist doch echt gut.

Egal, wie wir unser Thema bearbeiten, Hauptsache ist, wir spielen nicht die Opferkarte, sondern tragen aufrichtig etwas dazu bei, dass die Situation sich von Sackgasse in offenes Feld verwandelt.

Mit Liebe, Mut und Ehrlichkeit schaffen wir es, uns der Lohn für solche Arbeit ist endlos:

Die Mühelosigkeit, die Erleichterung, die Souveränität, die Gelassenheit und die Freude, all das und viel mehr liegt uns nach einer solchen Erfahrung zu Füßen. Am Ende gibt es immer ein Ergebnis, auf das wir stolz sein können. Es ist göttlich!

Also ihr Lieben, love on und besonders euch selbst!

Ein Meer aus Zeichen, lichtbestäubt

Vollmond in den Zwillingen

Unsere Worte sind das Meer, auf dem wir segeln.

Wir können alles mit Worten erreichen und in Bewegung setzen. Es gibt kleine, helle, weiche, abrundende, wärmende, zartblättrige, metallene, fließende, singende, eckige und schwimmende Worte. Es gibt dunkle, reinigende, bauschige, rutschige, duftende, süße, flauschige und schäumende Worte. Es gibt wilde, bunte, abenteuerliche und stur geradeausschauende, regalbrettschlichte und schmetterlingsleichte. Es gibt. Alles!

Alles ist hell erleuchtet, was in die Welt unserer Gedanken und Wörter, unserer Gespräche und Smalltalks gehört. Wir können unser Denken zum Fließen bringen, mit Mut und Feingefühl, mit Herz und Bauch. Wir sind Träger von Botschaften. Und zwar immer.

Immer tragen wir etwas durch die Welt… unsere Laune, unsere Liebe, unsere Sorgen. Unser Wunschdenken, unseren Ehrgeiz, unsere alten, neuen, frischen und staubigen Träume. Wir sind unterwegs mit verschiedenstem Gepäck und merken es oft gar nicht. Ich sehe den Vollmond in den Zwillingen als Meer aus Vernetzung, aus Gesten, Zeichen und Wörtern. Eine Ansammlung aus kleinen Dingen, die zusammengenommen das Meer bilden, auf dem wir segeln. Oder in dem wir schwimmen, vielleicht sogar IN das wir TAUCHEN. Je tiefer, desto hypnotischer.

Die Zwillinge werden oft, auch von mir, als Intellektuelle des Tierkreises oder als Wissbegierige, und bloß auf Kopf-Niveau Reisende reduziert. (Damit meine ich wie immer nicht die Zwillinge als Menschen, sondern als Prinzip, wie jedes Zeichen ein Prinzip, eine Wesensart beschreibt.) Ich nehme das jetzt alles theatralisch zurück und sage: Wie schön, dass heute, an meinem empirischen Zwillings-Vollmond-Recherche-Tag – an dem ich von 6 Uhr morgens bis um 20 Uhr abends unter Leuten war, am Telefon, auf fb., mit unzähligen Fremden, mit Bekannten, mit Kollegen und Freunden – dass also an diesem Tag alles aus vielen wärmenden und ehrlichen und munteren und weichen Wörtern gewebt war! So wie ich sie meinte, wie ich sie fühlte, im passenden Ton sprangen sie aus meinem Mund hinein in den Raum.

Wie viel mehr das Schwimmen, Fliegen und Tauchen Spaß macht, wenn dieses Meer so festlich geschmückt ist mit Lichtern, kleinen leuchtenden Signalen, mit Sinn und mit Verbindungspunkten zwischen uns allen. Ich habe lange nicht mehr so gerne mit so vielen Leuten über so vieles gesprochen habe wie heute. Es war tatsächlich meer-like. Aber dann nicht so dunkelblau-nächtlich und auch nicht lau und mittelmäßig, sondern mehr schillernd hell und überall mit Goldlichtern verziert. Warm und weit, endlos, so leichtherzig und mühelos.

Da kann man auch ohne mit der Wimper zu zucken durch das dezemberische Berlin laufen und sich nicht im geringsten an irgendwelchen Zwischenfällen oder Wintergrauheiten stören. Denn es ist alles EIN Meer, EIN endloses Netz, in dem man Spannungen mit einem, nämlich dem genau dafür richtigen Wort auflösen kann, so wie man eine Schraube mit dem passenden Schraubenzieher aus der Wand holt, ganz praktisch und simpel. So war es heute in meiner gemütlichen Ecke des Meeres. Zum Glück mit etwas mehr Zauber als beim Schraubenziehen.

Wie war es bei euch? Habt ihr auch gebadet in den Wörtern und Zeichen und Lichtpunkten auf hoher See? Oder eher auf dem Schiff das Steuerrad herumgerissen, bei Sturm und Regen? Oder bei innerem Sonnenschein in vollkommener Stille das Meer genossen?

Ich bin gespannt und wünsche euch genau das Meer, was Euch am besten gefällt, und die Wörter, die euch am besten in winterzufriedene Stimmung versetzen und zum Lächeln bringen, und die GesprächspartnerInnen, die mit euch segeln, baden, tauchen und fliegen!

Ganz liebe Grüße mit viel Geglitzer auf der Wasseroberfläche.

Unter dem Teppich liegt das Gold

Auftritt für den Stier

Wir haben Vollmond, wieder mal. Diesen Monat steht er im Zeichen Stier, das sich für wertvolle Dinge im Haus oder am Körper, auf dem Konto, in der Spardose interessiert. Für ihn ist es das Allerwichtigste, dass sein Besitz und seine Sicherheit dauerhaft sind. Als geduldiges, langsames Erdzeichen kann er seinen Erfolg erreichen, indem er ausharrt, jahrelang wartet, auf seiner Meinung beharrt, insistiert. Besonders liebe ich sein instinktives Bedürfnis, Dinge gut und solide aufzubauen. Sie so zu machen, dass sie bleiben, ob es nun eine Beziehung, ein Haus, ein Objekt oder ein Garten ist.

Auch wenn es nicht immer das beste Rezept ist, sucht der Stier die ihm so wichtige Sicherheit vor allem, indem er festhält. Daraus können Sturheit oder Ängstlichkeit werden, Materialismus oder die Unfähigkeit, mit Wandel umzugehen oder etwas Altes loszulassen. Sich dem Wandel hinzugeben.

An dem Punkt betritt ein weiteres Zeichen die Bühne, ein Experte für Wandel und Veränderung: Der Skorpion. Zu dieser Jahreszeit steht die Sonne im Skorpion, und alle Skorpionkinder haben gerade Geburtstag. Happy Birthday, liebe Skorpione!

Wir kriegen weniger Sonnenlicht ab, verbringen mehr Zeit im Haus und alleine, haben plötzlich mehr Raum zum Nachdenken, Lesen, nach innen schauen… Dann gibt es die Feiertage für das Gedenken an die Gestorbenen und das Fest der ausgehöhlten Kürbisse, el Día de los Muertos, Leute malen sich Totenköpfe aufs Gesicht, und alles sieht nach Skorpion aus: Abschied, Verwandlung. Innenleben. Bewusstsein für das Leere, das Ferne, das Vergangene und das Dunkle. Alles superwichtig, aber nicht super attraktiv. Der Skorpion ist also weniger hip als der Stier. Finde ich ungerecht.

Jedenfalls treffen sich jetzt zum Vollmond diese beiden Pole, der Hier-und-Jetzt-Stier, nüchtern und ausdauernd, mit dem tiefer blickenden und durchdringenden, fordenden Skorpion. Das heißt übersetzt: Wir neigen dazu, unseren Blick auf die Sicherheitsbedürfnisse und die materiellen Beweise unseres Wertes zu reduzieren und das andere, größere, das ungreifbare Wertvolle, zu verdrängen. Es scheint das Wichtigste auf der Welt zu sein, ein festes Einkommen, garantierte monatliche Überweisungen und genug Puffer für unsere ängstliche Seite zu haben. Was daneben aber mindestens genauso wichtig ist: Etwas zu tun, was uns im Innenleben, in unseren einsamen Zeiten nährt. Etwas zu haben, was uns das Gefühl von Ganzheit und innerem, ganz persönlichem Reichtum gibt. Die Sonne und auch Venus stehen jetzt im Skorpion und erinnern uns daran, dass es mehr gibt als ein Bankkonto und einen im Voraus gebuchten Urlaub auf einer Insel und eine sichere Rente, das uns glücklich macht.

Der Stiermond fordert: „Gib mir mein Geld, gib mir meinen Rentenbescheid, ich brauche Beweise, dass ich in Zukunt nicht arm sein muss. Ich brauche das Gefühl, 100 % gut versorgt zu sein. Ich bin froh, wenn ich all das habe, denn das ist alles, worauf es ankommt, meine Kinder, meine Familie und mein Haus, der Rest interessiert mich nicht. Jetzt will ich erst mal Mittag essen.“

Kopfschüttelnd entgegnen die beiden Planeten im Skorpion: „Moment mal, da gibt es noch viel mehr: Was ist mit dem Streit mit deiner Tante und außerdem hat doch deine Chefin neulich so komisch geguckt, und was stellst du dir eigentlich vor, du kannst doch nicht nur wegen dem Gehalt jeden Morgen zu dieser Arbeit gehen, das ist dir doch lange nicht mehr genug, du bist doch total unzufrieden, so unterfordert! Schau doch bitte mal genau hin! Das ist doch nicht genug für dich! Du willst doch viel weiter! Du willst doch Erfolg haben mit dem, was du liebst, mit dem, was du bist, und nicht mit irgendwelchen Stellen, die so eine Lösung nur für das Geld sind … Ich verstehe dich nicht, Stiermond, es ist alles viel komplexer und du kannst nicht immer nur an das Geld denken! Was ist mit dem echten großen tiefen Glück? Willst du das nicht endlich mal suchen gehen?

So ähnlich könnten beide Seiten in diesen Tagen miteinander reden, auch in unseren Erlebnissen und Gefühlen, Träumen, Begegnungen und Gedanken. Und es muss nicht um Arbeit gehen, sondern kann auch eine Beziehung, eine Lebenseinstellung oder etwas anderes betreffen. Der Stiermond will seine Ruhe und beruhigende Stabilität, die Skorpionsonne und Venus wollen Verwandlung in Richtung Vollkommenheit, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, und vielleicht auch Konfrontation mit dem, was nicht mehr passt. Diese Spannung ist ein Merkmal der Vollmondzeit, und eine große Chance – nämlich nicht weiter im Scheuklappen-Stier-Modus zu leben, sondern mal genau zu prüfen: Bin ich ganz? Bin ich ehrlich zu mir? Bin ich gut zu mir? Bin ich bei mir? Wie fühle ich mich in meinem Körper?

Große Unterstützung für diese Zeit des Potentials kommt von zwei weiteren Planeten, die große körperliche Kraft und kompromisslose Verwandlungs-Energie ins Spiel bringen: Pluto und Mars, beide verbündet im Erdzeichen Steinbock.

Mars ist die reine Körperkraft, unser Antrieb, unser Handeln und unser Drang, weiter zu kommen. Ohne Mars würden wir depressiv im Bett liegen und gar nix gebacken kriegen. 

Pluto ist unsere Fähigkeit, nicht aufzugeben, immer weiterzumachen, solange zu arbeiten, bis wir an dem Punkt sind, wo wir hinwollten, seit wir denken können. Er ist unser Drang, zu wachsen und uns durch nichts und niemand besiegen zu lassen. Ein starker Überlebens-Instinkt und die Begabung, anderen in schweren Zeiten beizustehen und uns selbst durch solche Zeiten durchzuschlängeln. Ohne Pluto würden wir alle wahrscheinlich den ganzen Tag jammern, nur die Alltagsprobleme sehen, nicht für möglich halten, dass man an Schwierigkeiten wachsen kann und erst recht nicht daran glauben, dass nach einem Tal der Krankheit/ Trauer/ Verluste irgendein Licht auf uns wartet, geschweige denn ein triumphaler Aufstieg auf den schönsten Berg, den wir je gesehen haben …

Kurz gesagt: Es bleibt uns heute und in den kommenden Vollmondtagen gar nichts anderes übrig, als doch mal genau hinzuschauen. Und diese Mars-Pluto-Unterstützung verstärkt unsere Fähigkeit, das Gesehene umzusetzen, wie immer auch dies aussehen mag. Damit meine ich nicht, dass wir alle irgendwelche wilden Aktionen, Lebens-Umbrüche oder so starten, sondern eher, dass sich unsere eigenen Erkenntnisse zu den Themen persönliche Stabilität und Ganzheit harmonisch in entsprechende Handlungen, Schritte und Begegnungen verwandeln lassen. Ganz gut, oder?

Ich wünsche euch ganz viel Loslassen – das macht Platz für neue Möglichkeiten, ich hab das selbst getestet: Je öfter man die Zügel der Lebens-Kontrolle mit Absicht aus der Hand legt, desto mehr Raum entsteht für „Zufälle“, die genau das ermöglichen, was man gerade sucht. (So kam meine neue Arbeit auf dem Silbertablett zu mir, ohne dass ich irgendwas machen musste.)

Ok. Lasst euch schön beregnen und bewegen von der kraftvollen, konstruktiven, mutigen Stimmung am Sternenhimmel!

Alles Liebe für den November!

Ready, steady, go!

Vamonos: Dieser Vollmond mit Mondfinsternis bringt viel, viel Feuer.

Wenn er am Mittwoch Mittag vollständig ist, und verdeckt durch den Schatten der Erde, steht der Mond im Himmelsabschnitt des Zeichens Widder. Das ist das Zeichen der Neuanfänge, der impulsiven Taten und direkten Sprache. Wo der Widder ist, gibt es keine Geheimnisse, keine Missverständnisse, keine übervorsichtige Diplomatie oder andere schüchterne Zurückhaltung. Er ist ein Zeichen der Unmittelbarkeit und der Kraft. Reines, knisterndes Feuer. Schön und mutig.

Der Rest des Himmels unterstützt diesen Feuer-Vollmond, da gleichzeitig drei der anderen Planeten in den drei Feuerzeichen verteilt stehen und sich sozusagen die Hände reichen, was sich für uns so anfühlt wie vereinte Kräfte, verstärkte Ressourcen zum Umsetzen unserer Ziele und besondere Vorwärts-Energie, voller positiver Einstellung und wärmender Zuversicht.

Tatkraft (Mars), Glaube (Jupiter) und Veränderungsdrang (Uranus) sind es, die dieses schöne Kaffeekränzchen halten.

All dies klingt erst mal ganz schön und diese vereinten Feuerkräfte passen ganz gut in den Herbst, der so ein Müdigkeits- und Verlangsamungsgefühl verbreitet. Die Luft kühlt sich ab, die Sonne zieht sich leise zurück, wir ziehen uns dicker an, brauchen Mützen, warme Socken und Tee, Schlaf, Suppe…

Der Vollmond trifft sich im Himmel mit Uranus, dem Planet der Revolutionen, Intuition, spontanen Veränderungen, Lebensumbrüchen und Erfindungen, über den ich schon im August-Blog (Blitzlicht und Schatztruhen) gesprochen habe. Das gibt uns zusätzlich zu dem Feuer des Widder, der für sich schon aus voller Kraft „ICH WILL !!!“ schreit, noch eine weitere Prise Ungeduld und auch Entschlossenheit. Wir könnten am Mittwoch also plötzlich eine ganz neue Entdeckung machen, uns endlich für etwas entscheiden, das wir schon lange rumgetragen haben oder eine klare Erkenntnis über eine persönliche Sache haben. Vielleicht geht uns ein Licht auf, oder wir sehen auf einmal ganz klar: Ich brauche in dieser Freundschaft/ Beziehung mehr Platz. Oder: Ich will umziehen. Oder: Diese Arbeit erfüllt mich nicht, ich höre damit auf. Oder: Hier ist mein neues Ziel, das interessiert mich WIRKLICH.

Höchstwahrscheinlich gibt es eine Widder-Komponente in dem, was uns begegnet und was wir selbst in uns fühlen in diesen Tagen. Es kann zu tun haben mit der Art und Weise, wie wir aus Gründen der Erziehung/ Konditionierung unsere eigenen Bedürfnisse oder noch eher unseren eigenen Willen übergehen, kleiner reden oder verschleiern. Es kann sein, dass wir so ein Gefühl haben wie: Ich gebe ständig Macht ab, die eigentlich mir gehört! Mein Leben ist meins, warum fühle ich mich ständig wie ein leise auftretender Gast? Oder dass wir denken, warum lasse ich mich eigentlich von xyz immer so vor den Bug schießen, so schlechte Laune machen oder so lieblos kritisieren? Warum erlaube ich ihr/ihm das?

Ich wünsche uns allen, dass wir unsere eigene Macht deutlich spüren und um sie zu respektieren Entscheidungen treffen, hilfreiche Worte finden, Freunde treffen, mit denen wir das bereden können, eine Runde laufen gehen, um unsere Erkenntnis zu verarbeiten oder uns Zeit für andere passende Aktivitäten nehmen. It´s all about respecting our freedom. Mein Teebeutelpapier sagt dazu: Freiheit ist mein Geburtsrecht.

Der anarchische, kühne Uranus schreit nach dieser Freiheit, nach süßer Unabhängigkeit, nach erfrischender Veränderung, nach Fortschritt und Zukunft. Lasst uns mitmachen, laut sein oder direkt, oder beides! – und lasst es uns genießen! Hooraaaaaaaay! xo

Noch ein kleines p.s.:

Außer diesem Feuerteam aus Uranus, Jupiter & Mars und Widder-Knaller-Vollmond begleitet uns auch folgendes Ereignis:

Merkur, der Planet unserer Gedanken, Sprache und Kommunikation, der Wörter und Nachrichten, bewegt sich rückwärts. Er macht uns darauf aufmerksam, dass die Dinge, die wir manchmal zackig entscheiden oder abhaken nicht so schnell zu erledigen sind, wie wir es gerne hätten. Manches in uns sträubt sich, es zeigen sich Widerstände und irgendwie dauert xyz schon viel zu lange! Diese drei Wochen (4.-25. Oktober) sind eine Verschnaufpause, in der es nicht schlecht, ist, sich auf ein Sofa oder einen Sessel zurückzuziehen, sich schön einzukringeln wie ein Fuchs, etwas langsamer zu werden und Dinge zu überdenken, zu verarbeiten oder einfach gar nichts zu machen. Wir sind aufgerufen, irgendwo einen Raum zu schaffen für Ruhemomente, und für innere Prozesse, die wir bei all dem Aktivismus mit dem oben vorgestellten Feuer-Team und den Widdervollmond mit Uranus neben sich bestimmt gut gebrauchen können, oder?

Eure Stille. Eure Musik.

Nichts ist endloser als ein Fische-Vollmond.

Heute Nacht ist die Endlosigkeit am Himmel und wir sind selbst vielleicht irgendwo dort unterwegs, in Gedanken, schreibend, lesend, träumend oder am besten in Musik. Die Fische sind das letzte und das heißt das weiteste, am meisten zur Welt hin geöffnete der drei Wasserzeichen – und das letzte Zeichen des ganzen Tierkreises. Nach ihnen schließt sich der Kreis und beginnt von neuem mit dem Zeichen des Beginns, dem Widder. Im Oktober werden wir einen ganz anderen, Feuer und Aktivität sprühenden Vollmond kennenlernen.

Heute sind wir also verbunden mit Neptun, der das Zeichen Fische regiert und uns alle Bereiche dieser Welt eröffnet: Kunst machen oder darin eintauchen, den Frieden einer Meditation genießen, in Gesang aufgehen, Farben in sich einsickern spüren, besänftigende Sonnenuntergänge anschauen, an einsamen Seen sitzen, vollkommen versunken im Flow an einem Bild malen, spontane Waldspaziergänge machen, ohne nachzudenken etwas aufschreiben, auf einem Instrument improvisieren …

Davon gibt es meistens nicht genug im Alltag. Das Zeichen Jungfrau, in dem die Sonne jetzt steht, ist genau das: Alltägliche Dinge, Routine, Arbeitsleben, Mittagessen mit Kollegen, Feierabendbier … oder was normale Menschen so machen. Bei mir wäre es ein Feierabendtee.

Und jetzt bei Vollmond kommt dafür eine Extraportion Endlosigkeit in dieses Zeichen des täglichen Lebens. Alltag gewürzt mit dem Meer der Unendlichkeit. Ein Schimmer Ewigkeit liegt in der Luft, die wir morgens beim Anziehen einatmen oder in der Luft, die wir abends zwischen Arbeit und Nacht ein paar Sekunden in die Lungen ziehen lassen. Wenn sich diese Gegensätze mischen, ensteht etwas Neues, das inspirieren und verwandeln kann.

Die Fische sind ein offenes, geöffnetes, sich öffnendes Zeichen. Das ist eine große Qualität, die nicht nur angenehm, sondern auch schwierig im Erleben sein kann: Zuviel Gefühl, zu offene Sinne, zuviel Beeinflussbarkeit oder zuviel undefinierte Energie. Es kann sein, dass wir uns verkriechen wollen (das hatte ich schon im Juli angesprochen, als es um den Krebs ging, der am liebsten nur geschützt und gepanzert durch Romantik und Filme, Telefon und Süßigkeiten der Welt begegnen will). Hier ist es ein bisschen ähnlich und ein bisschen anders: Die Fische können sich so anfühlen, dass wir uns nicht mal mehr mit einem HappyEnd Film hinsetzen wollen, sondern am liebsten ganz verschwinden. Manche machen das mit Substanzen, manche mit Meditation, manche fahren einfach weg. Es kann auch sein, dass wir wie der Krebs nur ein bisschen beschützende Ablenkung von den Kanten des Alltags brauchen.

Genauso kann es auch ein großes Geschenk sein, so geöffnet durch die Welt zu gehen: Man trifft besondere Menschen, erlebt mit ihnen besondere Momente, erlebt „Zufälle“, an denen alles perfekt ist, ist in Kontakt mit der eigenen Intuition und wird von ihr geleitet (das ist überhaupt ein großer Spaß, man muss nicht mehr telefonieren, nachdenken, planen, alles geht von alleine), oder man hat einfach auch extrem viel Glück … Loslassen ist auch eine Fische-Qualität, die ich lobreisen möchte: So oft ist es nämlich genau das, was uns unglücklich macht, an einem festgesetzten Bild, einem alten Plan oder einer Erwartung festzukleben… Die Fische wissen, dass alles ständig in Bewegung ist und wir an nichts festhalten können, wie im Meer. Alles fließt und wenn man sich dagegen stellt, wird es sehr anstrengend. Andersrum:

Wenn wir uns dem Fließen anpassen und lernen, wie die Strömungen sich verändern, können wir mit wenig Aufwand um die ganze Welt schwimmen. Auch nicht schlecht.

Was ich liebe ist die Spannung, die zwischen Sonne und Mond entsteht, die sich gegenüberliegen und so verschieden sind, dass die Sonnenqualitäten der Jungfrau ein erdender, strukturierender Ausgleich der sich im All verlierenden Fische sind und genauso auch die Fische mit ihrer Vielschichtigkeit und Weite den vernunftbetonten Eigenschaften der Jungfrau einen gute Ergänzung geben. Das passt. Ich finde interessant, sich zu überlegen, wo man in dieser Spannung selbst steht: Bin ich viel auf der Fische-Seite, bin ich mit Kreativität, Grenzenlosigkeit und Abdriften beschäftigt, oder konzentriere ich mich ständig auf nüchterne Fakten, Tatsachen und Zahlen und vermisse dabei vielleicht das Träumerische, Fließende, das es in der Musik und in der Natur gibt? Habe ich in meinem Alltag beides? In meinem Leben?

Gibt es Zeiten der Endlosigkeit? Der kreativen Hingabe? Oder bin ich zu sehr mit Ordnen und Erklären beschäftigt… Wo stehe ich hier? Habe ich alles, was ich brauche?

Was kann ich mir noch erschaffen – wo kann ich etwas ergänzen und ganz machen?

Hier sind ein paar Jungfrau-Fische-Ergänzungs-Gedanken:

* Wenn man kreativ ist, sich mit der Ordnung und der Systematik der Kunstwerke beschäftigen

* Wer sich zu vernunftgeleitet fühlt, kann mit verschiedenen Formen experimentieren wie Zeichnen, Singen, Summen, alleine nachts in der Küche tanzen, in der Natur sein (das ist deswegen so gut, weil in der Natur alles erlaubt ist)

* Wer viel abdriftet und das ändern will, kann nachhorchen und schauen, was in diesen Momenten die Aufmerksamkeit bindet, was die Anwesenheit im Moment erschwert – schon ist der erste Schritt getan

* Für *Über-Fische*: Essen kochen, den Körper spüren – Bewegung, Gefühle aufschreiben, mitteilen, greifbar machen, vielleicht eins der vielen guten & praktischen Bücher über Hochsensibilität lesen

* Für *Über-Jungfrauen*: Musik an und Augen zu, oder wie Einstein gesagt hat: Musizieren, lieben, Maul halten. Auch: Raus in die Natur als Kontakt zu der Welt der Seele und des Herzens

Ich stelle mir gerade vor, wie ihr alle euren persönlichen Fische und Jungfrau Aktivitäten nachgeht und auf irgendwelchen Inseln im hohen Gras liegt, dem Wind lauscht, Bilder malt, aus Hängematten oder Booten in den Himmel schaut, ein Lied summt, während ihr den Abwasch macht, mit geschlossenen Augen einer Lieblingsmusik zuhört, zwischen herbstlichen Bäumen spazieren geht, HasenheideTiergartenTreptowerPark, in anderen Städten und Ländern einen ruhigen Moment findet und ihn genießen könnt – schöne Vorstellungen! Ich wünsche euch all das – die richtigen Orte zu finden und dort einen oder viele dieser besonderen Augenblicke zu erleben. Findet eure Stille und eure Musik, eure Farben und eure Bäume. Es ist so einfach und so schön, auf diesem Planeten und in diesem Körper zu Hause zu sein. Sending you hugs!

Blitzlicht und Schatztruhen

Es ist August und wir haben uns an den Sommer gewöhnt – träge und barfuß, bunt und schwitzend – und sind ein bisschen langsam geworden, vielleicht faul. Das passt ganz gut zu allem, was man im Sommer so macht. Schwimmen, verreisen, Melonen essen und Eis…

Plötzlich zischt dieser Wassermann  wie leuchtend blaues, gleißendes Licht in das Wochenende und nichts ist mehr, wie es war: Der Wassermann ist das Zeichen der Überraschungen. Und wer liebt keine Überraschungen?

Unberechenbar, offen für Veränderung, Lust, etwas ganz anderes als sonst zu probieren, und gedankliche Freiheit, sich für ungewohnte Ideen, Pläne und Bilder zu faszinieren. 

Der Wassermann ist kreativ und das auf eine mentale, abstrakte Art. Er kann etwas voraussehen, das erst in Jahren eintreten wird, er sieht notwendige Veränderungen und Erneuerungen lange bevor der Rest der Gesellschaft auch darauf kommt, dass man das tun sollte, und er ist ein großartiger Erfinder. Forschen! Basteln! Ausdenken! SO viel mentale Energie, soviel Scharfsinn und kreatives Denken.

Langweilig kann es einem Wassermann nicht werden. Ihm aber könnte die Welt langweilig werden, und das ist eine der großen Herausforderungen: Sich nicht in die Einsamkeit und Einzigartigkeit der eigenen Gedankenwelt zurückzuziehen, sondern mit der Welt verbunden zu bleiben. Die Welt braucht die Visionen und Impulse der Wassermänner und Wasserfrauen, und sie brauchen die Welt auch, um zu üben, wie man Freiheit und Fortschritt mit anderen Menschen leben kann. Um ihre Ideen mitzuteilen, um Projekte und Gruppen zu gründen oder dort neuen Wind hineinzubringen, sie brauchen Projekte, in denen sie ihre Ziele und visionären Vorstellungen umsetzen können und sie brauchen ganz einfach das Gefühl, dass sich etwas vorwärts bewegt.

Die Gemeinschaft ist das Element des Wassermanns. Er ist dazu da, um in Gemeinschaften zu leben und sie zu inspieren, um Anstöße zu geben und wirklich große Veränderungen herbeizuführen.

Ein anderer Schatz dieses Luftzeichens: die Intuition. Denn wenn ich von den mentalen und gedanklichen Fähigkeiten des Wassermanns rede, meine ich nicht logisches, Stück für Stück auf belegbaren Prämissen wandelnde Vorgänge. Nein, es sind Blitze! Gedankenblitze, Impulse aus der Tiefe der Innenwelt, und Eingebungen, plötzliche Erleuchtungen und Erkenntnisse. Der Wassermann ist elektrisch, sein Wesen kann aufglühen wie ein Licht, das plötzlich in der Nacht anspringt. Es ist ein impulsiver, auch telepathischer oder hellsichtiger Vorgang. Auch wenn Wassermenschen immer sehr geistreiche und intelligente Personen sind, so ist ihre große Gabe eine ganz unlogische, intuitive, spontane Vorgehensweise.

Das sind unvorhersehbare, überraschende, vielleicht unmögliche, vielleicht geniale Momente.

Was dieser Vollmond im Wassermann heute und in diesen Tagen vereinfacht und in uns anregt:

* Uns einzulassen auf das, was neu in unsere Leben treten möchte, etwas vielleicht lange auf Distanz gehaltenes, das wir eigentlich unbedingt entstehen oder zulassen wollen.

* Uns zu öffnen für einen frischen Wind, der Altes mitreißt, was wir nicht mehr brauchen und das sich in den letzten Wochen als überflüssig und nicht mehr passend für unsere jetzige Lebenseinstellung erwiesen hat

* Zu überlegen: Trenne ich mich von meiner Gemeinschaft ab – auf der Arbeit, in der Familie, bei Freunden? Gibt es diese Angst, sich zu seltsam oder zu anders zu fühlen und deswegen eine persönliche Leidenschaft zu verheimlichen? Klammere ich mich fest um etwas, das viel besser aufgehoben wäre im Austausch mit anderen?

* Kreativität als Teil unseres Lebens zu sehen und offen sein für spontan auftauchende Bilder und Intuitionen, auch unsinnig erscheinende Gedanken verfolgen

* Zu verstehen, wie Veränderungen in unserem Leben passieren und lernen, wie wir selbst voll Energie und praktisch daran arbeiten können, ein Ziel näher zu zoomen und darauf hinzuarbeiten

* Uns zu fragen: Was erfüllt mich mit sprudelnder Freude und gibt mir Energie, um Dinge zu tun, was ist meine Energiequelle? Die Antwort darauf gibt wichtige Orientierung, die hilft, das was uns glücklich macht mehr und mehr in den Alltag zu bringen und nicht nur „privat“, ganz selten oder am Rand des Lebens zu genießen.

* Uns darin zu bestärken, dass alle unsere persönlichen Begabungen und Energiequellen kostbare Schatztruhen sind, die jede und jeder teilen kann in allen Gruppen und Gemeinschaften, an denen wir teilhaben: Das wäre schon ein großer Schritt und verändert viel.

* Gut ist auch, uns zu fragen, warum wir uns diesen beglückenden Beschäftigungen so selten öffnen – Was hält uns zurück? Wovor fürchten wir uns? Was lässt uns denken „Das kann ich jetzt nicht machen“ oder „Kein Geld/ Keine Zeit“ ? Diese Ausflüchte können uns helfen, der Sache auf den Grund zu kommen, und den Berg oder den kleinen Hügel an innerem Widerstand auseinanderzunehmen, um näher an das Glück heranzutreten

So. Für diese Zeit wünsche ich euch zuerst Hingabe und Liebe für eure persönlichen Schatztruhen, und auch ein offenes Herz für die Qualitäten der Gemeinschaften, in denen ihr euch bewegt. Dann aber natürlich: Zeit in der Sonne und Zeit mit Melonen, Eis, Faulenzerei und Lachen. Enjoy the sweetness!

Auf ins Paradies

Mit kleinem Gepäck reist es sich am besten. Das weiß der Steinbock, der uns die Wegweiser für den Vollmond netterweise mitgebracht hat. Als Superstar im Erkennen des Wesentlichen und im Abwerfen von überflüssigem Ballast, der er nun mal ist, können wir tatsächlich etwas von ihm lernen. So auch das Aufrappeln nach unerfreulichen Erlebnissen, eine weitere kostbare Gabe. Er weist uns natürlich darauf hin, dass es hier um konkrete Schritte zu langfristigen Zielen geht, und wir jetzt keinen magischen Bling! Aufzug in die Glückseligkeit kriegen; aber die folgenden Punkte bringen ab sofort Ergebnisse, wenn wir unseren Weg ins irdische Paradies vor alle anderen Dinge stellen, die ja alle … nur nebensächlich sind! Der Steinbock ist einfach konsequent und verweist auf die Fundamente unseres Lebens. Er weiß, dass wir nur mit festen Wurzeln die Kraft haben, Flügel zu tragen. 

*Erfüllt mich meine Arbeit emotional? Was genau fehlt mir? Wie kann ich das erschaffen?

*Arbeite ich zuviel und vergesse darüber Grundlegendes wie gutes Essen, glückliche erfüllende Momente und Nähe zu geliebten Menschen?

*Oder vernachlässige ich meinen Lebenstraum, weil ich meine emotionalen Verstrickungen mit anderen zu wichtig nehme? Kümmere ich mich zuviel um andere und zu wenig um meine eigenen Ziele? Nehme ich mir überhaupt Zeit, meine innere Stimme zu hören? Mein Ziel zu fokussieren?

*Konflikt zwischen „Ich will“ und „Meine Familie will“. Vielleicht ist es Zeit, mit manchen Prägungen und Überzeugungen meiner Familie zu brechen, um meinen Weg weiter verfolgen zu können. Ich allein bin für mich verantwortlich und niemand wird meine Ideen umsetzen oder die Welt für mich passend machen. Es geht hier um mich. Was mache ich aus meinem Potential? Wohin lenke ich meinen Wagen?

*Traue ich mich, erfolgreicher als andere zu sein? Glücklicher und erfüllter? Über sie hinauszuwachsen? Traue ich mich, meine Träume zu leben, wenn meine Verwandten oder Freunde unzufrieden, belastet, krank sind? Einfach meinem inneren Kompass zu folgen?

*Habe ich Angst, Macht zu übernehmen, mein Leben in die eigenen Hände nehmen, mich der Welt zu zeigen, fürchte ich mich vor meinen eigenen Erfolg oder dem Scheitern. Fürchte ich mich davor, mich der einen Sache zu verpflichten, die mir wichtig ist?

*Die Zeichen Krebs und Steinbock stehen sich genau gegenüber im Tierkreis und verkörpern entgegengesetzte Werte, die sich ergänzen. Sonne und Mond stehen sich gegenüber: Es gibt Spannung! Krebs steht für Innenwelt, Zuhause, Freunde & Familie – Steinbock dagegen für Außenwelt, Gesellschaft, Beruf, professionelle Rolle, Karriere.

*Der in weiche Decken gehüllte und mit Süßigkeiten, Filmen und Telefon umgebene Krebs macht ein zuckersüßes Gesicht und sagt leise, aber bestimmt: Pleeeeease, protect me from the loud and angry world out there! I need to stay in my sweet comfort zone!

*Der auf der Arbeit wohnende und mönchisch eingerichtete Steinbock guckt unbeeindruckt und sagt: Raus mit dir! Du hast genug gespielt, bring mir Ergebnisse, was hast du in den letzten zwei Stunden gemacht? Chop chop!

. Wieder eine Gelegenheit, sich etwas genauer anzugucken, was vielleicht genau jetzt einen Blick wert ist. Bin ich zu hart mit mir oder lasse ich mir alles durchgehen? Erlaube ich mir, mich innen wohlzufühlen und so auch außen in der Welt der Arbeit, Kollegen, des Geldverdienens erfolgreich sein zu können? Erlaube ich meinem emotionalen Ich auch auf meiner Arbeit Platz zu haben und mich deshalb zu Hause und nach der Arbeit zufrieden zu fühlen? Schaffe ich mir dieses gesunde Gleichgewicht?

Der heutige Vollmond bringt diese Polarität ins Bewusstsein und in den Alltag und ermöglicht uns, zu prüfen, wo wir in diesem Spannungsfeld stehen, und wo wir uns hinbewegen wollen.

Ich wünsche euch einen glasklaren Blick auf die Fragen, die ein genaues Hinsehen verdienen und dann wünsche ich euch die wunderbare Sturheit, euer Ziel zu verfolgen! Lasst euch nicht von Hindernissen umschmeißen, der Weg ist da und freut sich, wenn ihr wieder aufsteht und weitergeht. Hier ist der Startsschuss für einen Monat voller Wegebnungen und Erkentnisse über das wirklich Wichtige. Mit Liebe aus der Allerstaße: Peng! 

 

Step On the Stage of Your Life

 

Größer, weiter, mutiger!

Vollmond in Schütze am 13. Juni. Verkörpert durch den Riesenplaneten Jupiter, ist der Schütze ein Zeichen der Expansion. Er ist der größte Planet des Sonnensystems und einer der hellsten, nach Sonne, Mond und Venus. Die Erde ist neben ihm winzig wie eine Erbse. Außer Saturn, der ebenfalls ziemlich groß ist, sind alle anderen acht Planeten unvergleichlich klein neben dieser gigantischen Kugel mit rötlichen Streifen und ihren 67 Monden.

In der römischen Mythologie war Jupiter ganz passend die höchste Gottheit und wurde Iuppiter Optimus Maximus genannt. Mit seinen Attributen, dem Zepter, dem verlockenden Bündel aus Blitzen und dem kraftvollen Adler kann man sich eine ähnliche Gestalt auch in der Welt der griechischen Mythen vorstellen, wo er als Zeus bekannt ist. Die Statuen zeigen muskulöse großformatige Männer, Bärte und Locken tragend, denen man sofort eine Weinranke um die starke Schulter legen möchte…

Jupiter gehört dem Element Feuer an. Damit wird er also dem Handeln zugeordnet: Seine Themen sind Expansion, Optimismus, Maßlosigkeit, Übertreibung, und Überschwang. Genauso Großzügigkeit und eine große Liebe zu den Menschen. In seinen Augen ist also alles groß und weit und sogar am besten ÜBERGROß und RIESENHAFT. Vor allem die für ihn so anziehende Ferne erscheint seinen magischen Augen wie durch einen Katzensprung, einen kleinen Tagesausflug erreichbar und er würde sich sofort auf den Weg machen, wäre er nicht auch ein bisschen bequem und vielleicht auch ein ganz kleines bisschen hedonistisch.

Das Symbol des Schützen ist der Pfeil, den der Pferdemensch (Zentaur) gespannt in den Händen hält. Das Zielen ist neben der Größe eine weitere wichtige Komponente. Es geht also nicht nur um Größe, sondern auch um Weite, um einen weiten Bogen, der die Strecke zwischen Jetzt und dem eigenen Zielpunkt beschreibt. Dieser Bogen fällt in der Gedankenwelt eines Schützen natürlich schwungvoll, hoch und weit aus und kann sehr gerne mit romantischen, theatralischen Vorstellungen verziert sein. ZU groß, ZU weit, und ZU genial gibt es bei ihm nicht… Lieber zuviel als zuwenig, lieber überfließend als leer, lieber Verschwenden statt Sparen, sonst macht es doch keinen Spaß.

Der Wunsch, sich zu strecken und groß und stark zu werden wie eine Gottheit kann uns als Inspiration dienen, warum nicht? Dabei sind überlebensgroße Göttinnen mit Muskeln oder ohne und mit symbolträchtigen Attributen wie eindrucksvollen Tieren oder schmückenden Instrumenten genauso möglich wie ganz profane Bilder der post-postmodernen Gegenwart, Heldin in Turnschuhen oder in der Ubahn. Es ist ganz egal, was wir uns ausmalen, solange es tatsächlich beflügelt und überrascht, Spaß macht und unserem alltäglichen Leben eine neue Sichtweise eröffnet oder einen leise zischenden Funken verleiht. Spielen ist einer der Grundimpulse des Schützen, und gedankliche, phantasievolle Spiele zählen genauso wie Fußball oder Eierlaufen.

Zu diesem sagenhaften, olympisch strahlenden Zeichen gibt es aber ganz sicher auch schattige Dinge zu sagen. Eine eher unglückliche Schütze-Situation ist z.B. eine latente Selbstüberschätzung, die eigenen körperlichen Grenzen nicht zu akzeptieren oder auch Bedenken nicht ernst zunehmen. Diese Dinge passieren bei zuviel unentwickeltem Schütze-Potential. Es könnte auch dazu führen, dass man ernsthafte Krankheiten bekommt, Unfälle baut und auf die weniger leichte Art lernen muss, mit den Gesetzen der Physik zu leben. Denn die drei Feuerzeichen – neben dem Pfeil-und-Bogen-Schützen der König & Künstler-Löwe und die Widder-Rakete – sind allesamt geneigt, in ihrer Traumwelt zu leben, in der ihre eigenen Ideale das Leben bestimmen und keine Termine, Arbeitszeiten oder andere Individuen existieren. Das geht eigentlich nie gut, und deswegen wollte ich diese Version des Schützen immerhin kurz erwähnen. Auch wenn der Pfeil und Bogen-Mensch mit unerschütterlicher Gewissheit an das Gute und das Weise glaubt.

Aber was bedeutet nun der Vollmond in Schütze?

Da diese Mondphase immer die Entfaltung, Erfüllung und Vervollständigung des 28 tägigen Zyklus markiert, haben wir am Freitag also eine Zeitqualität, die all die genannten Bereiche in der Vordergrund stellt: Mut, der gedankliche und real zu gehende Bogen in die eigene Zukunft, Wege zum Ziel, Wege zur Größe und Vorstellungen der eigenen Größe. Damit ist weniger narzisstisches Pingpong gemeint als tatsächlich klar auf diese Optionen und Potentiale zu sehen: Was kann ich richtig gut, und Was ist meine Größe? Wo bin ich groß? Wo will ich wachsen? Was will ich erreichen, aus einem ganz tiefen, inneren, instinktiven Bedürfnis heraus?

Jetzt ist also einmal der Bogen aufgespannt zwischen den konstruktiven und den destruktiven Schütze-Gaben, Jupiters Bühnenbild aus Licht und Schatten ist enthüllt. In diesen sommerlichen Tagen und Nächten wünsche ich euch vor allem Spaß an der eigenen Größe, wie auch immer sie sich euch zeigt!

 

Tag + Nacht = 1

 

Eintauchen in die schwarze Nacht, das Sonnenlicht im Gepäck

Heute ist Vollmond in Skorpion. Dieses dunkel schimmernde Zeichen hat uns viel zu zeigen. Gleichzeitig steht die Sonne im Stier, dem Erdzeichen der fünf Sinne, das Genuss und Trägheit, gesunden Menschenverstand und Gemütlichkeit repräsentiert. Auch der Neumond Ende April stand in diesem Zeichen. Diese starke Präsenz des Stiers bringt Entwicklungsmöglichkeiten für diesen Monat, gerade weil der Vollmond in Skorpion ganz andere Eigenschaften und Prozesse unterstützt.

Was bedeutet eigentlich der Skorpion?

Dieses Zeichen ist mächtig. Ein Skorpion kann Geheimnisse aufdecken kann und in die Seele seines Gegenübers schauen kann, mit nur einem Blick. Er hat etwas Nächtliches, Geheimnisvolles und kann andere verunsichern, da er solch eine stille Macht, Entschlossenheit und Kompromisslosigkeit ausstrahlt. Komplexität, Mut und Tapferkeit, Hingabe und Zielstreben sind weitere Qualitäten.

Sein Thema ist das Loslassen, da er so oft festhält, lange und verbissen, und wenn es Zeit zu gehen ist oder Zeit jemand/ etwas gehen zu lassen, beginnt er zu wanken. Dann ist die große skorpionische und kostbare Gabe der Transformation an der Reihe, nicht mehr das alte Programm des Festbeißens.

Oft merkt der Skorpion nicht einmal, dass er sich verbissen hat und in das Beherrschen vernarrt ist, so sehr ist es Teil des Reaktionsmusters, zu beißen, wenn etwas sich querstellt, oder zischend wegzugehen, wenn jemand ihn unwürdig behandelt. Aber diese Verhaltensweisen sind daraus motiviert, zu kämpfen und eine verletzte Würde zu „rächen“. Das fesselt ihn aber umso mehr an dieses negative Erlebnis sowie an die Person, mit der es zusammenhängt.

Also nochmal: Loslassen ist die große Medizin.

Damit sind auch die extrem hohen Ansprüche und der Perfektionismus gemeint, davon hat ein skorpionischer Mensch besonders viel. Das bewirkt schnell Blockaden, Ängste (z.B. nicht zu genügen) und andere hemmende Emotionen. Loslassen ist also vor allem in diesem Sinne eine wichtige Skorpion-Medizin. Sich mit einem mittleren Ergebnis zufrieden zu geben statt immer 1000 % zu verlangen, was auf Dauer dazu führt, dass man nichts mehr kreativ angehen kann. Also hat dieser Aspekt auch mit Geduld und einer freundlichen Haltung zu sich selbst zu tun. Damit kommt man zu besseren Ergebnissen und das liegt in hohem Maß daran, dass der Weg dorthin angenehm war. Die Stimmung bei der Arbeit hat viel Einfluss auf die Qualität des Ergebnisses: Man muss nicht unterschlafen, aufgewühlt und hungrig arbeiten. Je ausgeruhter, konzentrierter und geduldiger wir arbeiten, desto schöner werden die Ergebnisse.

Als vielleicht größter Experte im Navigieren durch die Dunkelheit kann uns der Skorpion auch bestärken, indem er sagt: Ich leuchte uns den Weg, denn ich kenne ihn; hier bin ich schon oft gewesen. Wir müssen uns nicht fürchten, nur Zeit nehmen und Schritt für Schritt weitergehen, dann kommen wir mit funkelnden, längst vergessenen Schätzen zurück an das Tageslicht …

Wer sich dem eigenen Dunkel nähert, vorsichtig, leise und konzentriert, kann Entdeckungen erleben und Verunsicherung, auch Freude und Erleichterung. Gerade weil unbekannt ist, was am Ende sein wird, sind diese Schritte eine Herausforderung, die sich lohnt. In diesen Expeditionen unterstützt uns der Vollmond in dem kraftvollen und introvertierten Zeichen besonders.

Dem Sonnenzeichen Stier geht es währenddessen weiter um Genuss, um die Helligkeit und Einfachheit des Tages, um Essen und Trinken und Schlafen und Zusammensein mit der Herde. Sich auf die Ruhe im Hier und Jetzt zu konzentrieren ist eine Begabung des Stiers. Seine Schwächen sind das passive Ausharren in Konflikten und die konservative, vor Veränderung und Entwicklungschancen zurückschreckende Haltung.

Das Ergünden von Geheimnissen sowie das stetige Weiterentwickeln und Verstärken seines Charakters sind Ziele des Skorpions. Dieses Zeichen kann uns darin unterstützen, zu uns selbst zu stehen, und uns unseren emotionalen Prozessen zu öffnen, um daraus erneuert und stärker als wir zuvor waren, hervorzugehen. Es ermutigt uns, Altes abzulegen und Neues zu entwickeln.

Wenn wir beide in uns lebendig sein lassen, geht es uns sicher besser, als wenn wir nur das eine wollen, während wir das andere ausgrenzen.

Tag und Nacht: Come together!